Iran-Krieg: Volltreffer auf US-Stützpunkt zerstört wichtiges Militärflugzeug
Ein erster größerer Rückschlag für die US-Luftwaffe. Vergangene Woche ist eines ihrer Aufklärungsflugzeuge auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien ausgebrannt. Verifizierte Aufnahmen, die zuerst auf dem Social-Media-Account „Air Force amn/nco/sncos“ auftauchten, zeigen einen komplett zerstörten Rumpf des Fliegers. Der Militärflieger scheint ein Totalausfall zu sein. Es soll ein gezielter Angriff des Iran gewesen sein.
US-Operation „Epic Fury“: Verletzte nach Angriff auf Flughafen bei Riad
Die USA befinden sich seit Ende Februar in einem anhaltenden Konflikt mit dem Regime im Nahen Osten. Der Flughafen in der Umgebung von Riad gilt als wichtiges Drehkreuz für die US-Operation „Epic Fury“. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen neben dem E3-AWACS-Flugzeug auch Tankflugzeuge beschädigt worden sein. Mehr als zehn Soldaten seien bei dem Vorfall verletzt worden, heißt es beim „Wall Street Journal“ und bei CNN. Beide berufen sich auf namentlich nicht genannte Quellen.
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Das „Airborne Warning and Control System“ (auf Deutsch etwa: Luftgestütztes Frühwarn- und Kontrollsystem) ist ein wichtiges Instrument der US-Amerikaner, um Raketen, Drohnen oder auch andere Flugzeuge auch aus großer Entfernung zu orten. Dass ihnen dieses Mittel nicht mehr zur Verfügung steht, sei „eine große Sache“, wie der Oberst John „JV“ Venable von der US-Luftwaffe dem „WSJ“ erklärte: „Es beeinträchtigt die Fähigkeit der USA, die Vorgänge im Golf zu überblicken und die Lageeinschätzung aufrechtzuerhalten.“ Es ist der erste größere Verlust des US-Militärs im Iran-Krieg. Mitte März waren zudem über dem Irak zwei Tankflugzeuge kollidiert. Eines stürzte ab, alle sechs Crewmitglieder starben.
Iranische Revolutionsgarden reklamieren Angriff
Hinter dem Angriff in Saudi-Arabien steckt allem Anschein nach der Kriegsgegner der USA. Da wäre zum einen die Tatsache, dass die iranischen Revolutionsgarden die Attacke für sich reklamieren. Sie wollen ballistische Raketen und Kamikazedrohnen eingesetzt haben. Das allein ist angesichts der im Iran üblichen Propaganda nicht überraschend. Jedoch passt es zum bisherigen Schweigen der US-Behörden. Hätte es sich etwa um einen Unfall auf der Militärbasis gehandelt, wäre dies mutmaßlich schon mitgeteilt worden.
Des Weiteren machte der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskyj, kürzlich in einem Gespräch mit „NBC News“ deutlich, dass der Iran mit Russland zusammenarbeite. Konkret ging es hierbei um das Ausspähen des US-Luftwaffenstützpunktes in Saudi-Arabien. Dies sei demnach nur wenige Tage vor dem Angriff auf eben jene Basis geschehen.
„Wir wissen, dass sie sich vorbereiten, wenn sie einmal Bilder aufnehmen. Wenn sie ein zweites Mal Bilder aufnehmen, ist das wie eine Simulation. Das dritte Mal bedeutet, dass sie in ein oder zwei Tagen angreifen werden“, erklärte der ukrainische Präsident.
Selenskyj berief sich dabei auf Geheimdiensterkenntnisse, nach denen die Prince Sultan Air Base in den Tagen vor der Zerstörung der AWACS-Maschine dreimal von russischen Satelliten fotografiert worden sein soll. Die Expertise des ukrainischen Geheimdienstes ist relativ verlässlich. Schließlich wehrt sich das Land seit über vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg.
