Der Mensch kann sich nicht unendlich an den Klimawandel anpassen
Haben Sie schon mal von einem Hothouse gehört? Das ist der Zustand, in den sich die Erde verwandeln könnte, sollte die Erderwärmung nicht gestoppt werden. Und nicht irgendwann gestoppt werden – Stichwort: „Die Welt geht morgen nicht unter und sie geht übermorgen nicht unter“, wie Friedrich Merz 2023 sagte –, sondern sehr bald.
Als Hothouse bezeichnen Klimawissenschaftler eine dauerhafte und für den Menschen gefährliche Heißphase. Ein internationales Forscherteam warnt aktuell im Fachblatt „One Earth“: Werde dieser Pfad einmal beschritten, lasse er sich kaum noch stoppen.
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Donald Trump argumentiert mit wirtschaftlichen Schäden
Donald Trump interessiert das nicht. Während also Forscher – wieder einmal – eindringlich warnen, tut der US-Präsident – wieder einmal – das Gegenteil von dem, was erforderlich wäre. Er will die sogenannte „Gefährdungsfeststellung“ von 2009 kippen, nach der Treibhausgase die öffentliche Gesundheit gefährden, und erklärt damit die Grundlage für die meisten Klimaschutzmaßnahmen in den USA für nichtig.
Das Weiße Haus spricht von der größten Deregulierungsmaßnahme in der US-Geschichte. Natürlich muss ein Superlativ her. Wie wäre es aber mit diesem Superlativ: Der Klimawandel ist die größte globale Frage, an der sich unser aller Zukunft entscheidet?
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Donald Trump begründet die Abschaffung der „Gefährdungsfeststellung“ mit wirtschaftlichen Schäden, insbesondere für die US-Autoindustrie. Abgesehen davon, dass seine Entscheidung nach Einschätzung von Ökonomen viel Geld kosten könnte: Die Grundlage für den Wohlstand auf der Erde ist ja die Erde.
Ein FUNKE Liebe
Ein FUNKE Liebe
Fehlt die Lebensgrundlage der Menschen, können wir uns Diskussionen über die Autoindustrie sparen. Da geht es nicht um Schmetterlinge, die gerettet werden müssen. Die Natur sucht sich ihren Weg. Aber der Mensch kann sich nicht unendlich anpassen.
