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⇱ Große Rückrufaktion: Beliebter Pausensnack könnte mit E.-coli-Bakterien belastet sein


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Lebensmittelwarnung

Rückruf bei Aldi & Co.: Beliebter Pausensnack im Keimverdacht

Berlin. Breu ruft seine Salami Mini Brez’n zurück. Der beliebte Pausensnack wurde bundesweit verkauft und steht unter Keimverdacht.
Von Eileen Wagner
Wegen eines möglichen Keimverdachts werden bestimmte Chargen der „Salami Mini Brez’n“ zurückgerufen. Verbraucher sollten die Angaben auf der Verpackung prüfen. (Symbolbild) © dpa | Sebastian Gollnow

Für viele Kinder gehört sie zur Brotdose wie das Pausenbrot selbst: kleine Salami in Brezelform. Jetzt aber ruft das Unternehmen Breu einzelne Chargen seiner „Salami Mini Brez’n“ zurück. Nach Unternehmensangaben könnte das Fleisch eines Vorlieferanten mit E.-coli-Bakterien belastet sein. Wie das staatliche Portal lebensmittelwarnung.de mitteilt, wurde das Produkt unter anderem bei Aldi Süd, Edeka, Rewe und Netto verkauft.

Salami Rückruf: Welche Chargen betroffen sind

Nach Angaben von lebensmittelwarnung.de und produktwarnung.eu betrifft der Rückruf Packungen in den Größen 50, 250 und 500 Gramm. Welche Ware betroffen ist, lässt sich an Chargennummern oder Mindesthaltbarkeitsdaten erkennen. Im Einzelnen geht es um folgende Produkte:

  • Netto, 50 Gramm: Chargennummern 07226, 07326 und 07526
  • Aldi Süd, 50 Gramm: Mindesthaltbarkeitsdaten 10.08.2026, 11.08.2026 und 13.08.2026
  • Edeka, 50 Gramm: Chargennummern 07226, 07326 und 07526
  • Edeka, 500 Gramm: Chargennummern 07226 und 07326
  • Rewe, 50 Gramm: Chargennummer 07226, Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2026
  • Rewe, 500 Gramm: Chargennummer 07326, Mindesthaltbarkeitsdatum 12.07.2026

Wie produktwarnung.eu inzwischen berichtet, sei außerdem auch eine 250-Gramm-Packung mit der Chargennummer 07326 betroffen. Wo genau diese Packung verkauft wurde, sei bislang allerdings nicht bekannt. Der Hersteller betont zugleich, andere Produkte der Marke Breu sowie weitere Chargen der „Mini Brez’n“ seien nicht betroffen und könnten weiterhin verzehrt werden.

Der Rückruf betrifft nicht nur kleine Snack-Packungen: Auch einzelne Chargen der 500-Gramm-Version der „Salami Mini Brez’n“ werden aus dem Handel genommen. © Breu GmbH/produktwarnung.eu | Breu GmbH/produktwarnung.eu

Verkauf in 14 Bundesländern: Wo die betroffene Salami im Umlauf war

Der Rückruf ist nicht auf einzelne Regionen begrenzt. Nach Angaben des Unternehmens wurden die „Salami Mini Brez’n“ mit Stand vom 31. März 2026 in insgesamt 14 Bundesländern verkauft: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Für Verbraucher ist damit vor allem eines wichtig: Wer das Produkt gekauft hat, sollte die Angaben auf der Verpackung genau prüfen und betroffene Ware nicht mehr verzehren. Was dann zu tun ist, regelt die Rückrufmeldung ebenfalls klar: Die Produkte können in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgegeben werden. Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

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E.-coli in Salami: Warum der Keim gerade bei Rohwurst problematisch ist

Dass ein solcher Keim ausgerechnet in einem Produkt wie Salami auftauchen kann, hat einen einfachen Grund. Wie die Stiftung Warentest erklärt, lebt das Bakterium Escherichia coli, kurz E. coli, natürlicherweise im Darm von Rindern und anderen Nutztieren. Für die Tiere ist das in der Regel unproblematisch. Beim Schlachten kann Darminhalt jedoch mit dem Fleisch in Kontakt kommen. Auf diesem Weg können die Keime auf das Produkt gelangen.

Besonders heikel ist das bei Salami wegen der Art ihrer Herstellung. Salami ist eine Rohwurst, sie wird also meist nicht erhitzt. Genau darin liegt das Risiko. Anders als bei gekochten oder gebratenen Fleischprodukten fehlt hier der Schritt, bei dem mögliche Keime durch Hitze abgetötet würden.

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Die Symptome einer Infektion beginnen laut Robert Koch-Institut (RKI) meist zwei bis zehn Tage nach der Aufnahme der Bakterien. Am Anfang stehen häufig wässrige Durchfälle, Bauchkrämpfe und Übelkeit. Das klingt zunächst nach einem gewöhnlichen Magen-Darm-Infekt, kann aber deutlich ernster werden. In einem Teil der Fälle entwickelt sich daraus eine sogenannte hämorrhagische Kolitis, also eine schwere Entzündung des Dickdarms mit blutigen Durchfällen.

Zu den schwerwiegendsten Komplikationen zählt das hämolytisch-urämische Syndrom, kurz HUS. Dahinter steckt eine schwere Folgeerkrankung, bei der es unter anderem zu Blutgerinnungsstörungen und Nierenschäden kommen kann. In seltenen Fällen kann die Erkrankung sogar tödlich verlaufen. Das RKI weist darauf hin, dass vor allem Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben.

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Dass Behörden und Hersteller bei einem solchen Verdacht schnell reagieren, zeigt auch ein weiterer Fall aus dem Handel: Erst vergangene Woche wurden bei Aldi verkaufte Tiefkühlkräuter wegen einer möglichen Belastung mit den Bakterien zurückgerufen.

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