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WM-Qualifikation

Dzeko, Lewandowski und Co.: Diese Stars müssen in den WM-Play-offs zittern

Essen. Für die WM 2026 stehen 42 der 48 Teilnehmer fest. Nun geht es um die letzten Tickets. Für Topstars wie Dzeko und Lewandowski wird es ernst.
Von Denis de Haas
Noch ein großes Turnier mit 40 Jahren: Edin Dzeko (links) ist nur noch einen Sieg von seiner zweiten WM-Teilnahme entfernt. © Getty Images | Warren Little

Der große Traum von Georges Gope-Fenepej ist geplatzt. Der Mittelfeldspieler hatte mit Neukaledonien an den Play-offs teilgenommen, war in die internationale Runde aber gescheitert. Hätte sich der Inselstaat aus dem Pazifik tatsächlich für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert, wäre es die wohl größte Sensation in der Geschichte des Wettbewerbs gewesen.

Sechs Startplätze sind noch zu vergeben für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Zwei Teilnehmer werden über eine interkontinentale Runde im März ermittelt. Dabei trifft die DR Kongo auf Jamaika (31. März, 23 Uhr, deutsche Zeit). In einem weiteren Duell ermitteln der Irak und Bolivien einen Teilnehmer (1. April, 5 Uhr, deutsche Zeit).

WM 2026: Vier Teilnehmer aus Europa werden noch gesucht

In der europäischen Runde heißt es: Noch acht Teilnehmer kämpfen um vier WM-Tickets. Die Finalspiele sind Bosnien-Herzegowina gegen Italien, Schweden gegen Polen, Kosovo gegen die Türkei und Tschechien gegen Dänemark. Alle Partien werden am Dienstag (31. März) um 20.45 Uhr angepfiffen.

Es gibt also noch einige Stars, die die Qualifikation über den zweiten Bildungsweg schaffen können. Eine Übersicht:

Robert Lewandowski und seine letzte WM-Chance

Robert Lewandowski (Polen, 37 Jahre): Auf Vereinsebene hat der Angreifer alles gewonnen. Meisterschaften, Landespokale, der Gewinn der Champions League und zwei Auszeichnungen zum Fifa-Weltfußballer des Jahres stehen in seiner Vita.

Robert Lewandowski ist Kapitän der Polen. © AFP | Geoff Caddick

Bei der WM lief es bislang nicht für Lewandowski: 2010 und 2014 scheiterte er sich mit Polen in der Qualifikation. 2018 nahm der damalige Profi des FC Bayern zwar an der WM teil, schied aber torlos in der Vorrunde aus. 2022 in Katar kam Lewandowski auf zwei Treffer und schaffte es immerhin bis ins Achtelfinale.

Damit der Profi des FC Barcelona seiner WM-Story noch positive Aspekte zufügen kann, sollte er sich im Frühjahr zumindest qualifizieren. Es vermutlich seine letzte Chance. Wenige Woche nach dem Turnier wird Lewandowski 38 Jahre alt.

Nicolo Barella will Wiedergutmachung für die Schmach von Palermo

Nicolo Barella (Italien, 29 Jahre): Der Profi zieht bei Inter Mailand die Fäden im Mittelfeld. Mit I Nerazzurri schaffte es Barella in den Jahren 2023 und 2025 bis ins Endspiel der Champions League, musste am Ende aber jeweils dem Gegner gratulieren. Einen großen Titel hat der Italiener aber schon gewonnen: 2021 triumphierte er mit seinem Land bei der Europameisterschaft.

Leon Goretzka (links) im Zweikampf mit Nicolo Barella. Der Deutsche ist bei der WM dabei, der Italiener muss nachsitzen. © AFP | MARCO BERTORELLO

Bei WM-Spielen steht bei ihm noch die Null. Bei diesem Wettbewerb war Italien zuletzt nur Weltmeister im Blamieren. Die Sudeuropäer verpassten das Turnier im Jahr 2018 – damals noch ohne Barella im Kader.

2022 stand er bei der „Schmach von Palermo“ auf dem Platz. Italien unterlag Nordmazedonien und musste die WM 2022 aus der Ferne verfolgen. Auch aktuell läuft es nicht für Italien. Zuletzt gab es eine 1:4-Heimniederlage gegen Norwegen. Wollen Barella und Co. zur WM, müssen sie sich zu den Play-offs deutlich steigern.

Edin Dzeko: Schalke-Profi macht auch mit 40 noch den Unterschied

Edin Dzeko (Bosnien-Herzegowina, 40 Jahre): Der Balkanstaat nahm einmal an einer WM teil. Im deutschen Titeljahr 2014 waren die Bosnier erstmals dabei – auch damals natürlich schon mit Dzeko.

Der Mittelstürmer ist mittlerweile 40 Jahre alt, doch immer noch ein Abwehrschreck. Als der frühere Bundesligatorschützenkönig im Winter in die 2. Bundesliga zum FC Schalke 04 wechselte, fragten sich viele: Hat er es noch drauf? Die Antwort gibt der Ausnahmesportler, der in seiner Karriere unter anderem für Manchester City, die AS Rom und Inter Mailand spielte, quasi wöchentlich.

In acht Partien für den Zweitliga-Tabellenführer hat Dzeko sechsmal getroffen. Er ist der Unterschiedsspieler auf Schalke und auch in der bosnischen Nationalmannschaft. Mit sechs Treffern in der WM-Qualifikation ist der Kapitän der beste Torschütze des Teams von Trainer Sergej Barbarez. Mit seinem Tor zum 1:1 im Halbfinale in Wales in der 86. Minute ermöglichte Dzeko seiner Mannschaft überhaupt erst die Verlängerung und den Sieg im Elfmeterschießen.

Kenan Yildiz und die Erinnerungen an die Show in Berlin

Kenan Yildiz (Türkei, 20 Jahre): Der in Regensburg geborene Flügelstürmer dribbelte vor zwei Jahren groß in Deutschland auf. Bei einem Länderspiel in Berlin zeigte Yildiz eine Topleistung, erzielte beim 3:2-Sieg auch ein Tor.

Yildiz wechselte 2022 aus der Jugend des FC Bayern München zu Juventus Turin. Dort gehört er zum Stammpersonal, traf unter anderem beim 4:4 in der Champions League gegen Borussia Dortmund.

In der WM-Qualifikation hatte die Türkei auch Lospech. Europameister Spanien war zu stark. Aber in den Play-offs dürfte die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella gute Chancen haben. Neben Yildiz kann der Italiener auch noch auf die Topstars Arda Güler (Real Madrid) und Hakan Calhanoglu (Inter Mailand) bauen.

Aaron Wan-Bissaka will DR Kongo zur WM führen

Aaron Wan-Bissaka (DR Kongo, 28 Jahre): Er ist vermutlich der prominenteste Spieler, der an den interkontinentalen Play-offs teilnimmt. Wan-Bissaka spielte in den Jugend-Nationalmannschaften noch für England. Im September 2025 debütierte er dann für die kongolesische Auswahl. Das Team sicherte sich jüngst durch einen Sieg über Nigeria die Teilnahme an der Ausscheidungsrunde.

Wan-Bissaka kann bei den Play-offs seine langjährige Erfahrung aus der Premier League einbringen. Fünf Jahre spielte er für Manchester United, gewann mit den Red Devils unter anderem den FA Cup. Seit 2024 verteidigt der gebürtige Londoner für West Ham United.

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Er möchte nun mithelfen, dass sich die Demokratische Republik Kongo erstmals seit 52 Jahren wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Damals hieß das Land noch Zaire und spielte beim Turnier in Deutschland mit.

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