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Olympia 2026: „Fischerverein Castrop Rauxel“! Kritik am Outfit der deutschen Athleten

Mailand/Cortina. Wirbel um Deutschlands Olympia-Outfit: Im Netz hagelt es Spott – von „Alpakahirten“ bis „Anglerverein“. Die Feier begeistert trotzdem.
Von Julian Witzel, Sport-Redakteur
Die Mannschaft aus Deutschland mit Julia Taubitz (M) und Hannah Neise (2.v.r). © Robert Michael/dpa | Robert Michael

Schon vor den ersten Medaillenentscheidungen sorgt das deutsche Team bei den Olympischen Winterspielen 2026 für Gesprächsstoff – allerdings nicht wegen der Hoffnung auf Edelmetall, sondern wegen der Outfits bei der Eröffnungsfeier. Unter dem Hashtag #Olympia wird im Netz eifrig gespottet, kritisiert und diskutiert. Während die Feier selbst vielerorts Begeisterung auslöste und die Athletinnen und Athleten um die Fahnenträger Leon Draisaitl und Katharina Schmid mit sichtbarer Freude einliefen, entzündete sich an ihrer Kleidung eine teils scharfe Stil-Debatte.

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Rund um das Outfit reißt die Kritik nicht ab – im Gegenteil: In sozialen Netzwerken häufen sich spitze Kommentare, bissige Vergleiche und offene Empörung. Ein User schrieb: „Der Designer des Outfits der Deutschen Mannschaft hat da wohl eher an Alpakahirten aus dem peruanischen Hinterland gedacht.“

Kritik am deutschen Olympia-Outfit: Sehr oft mit „Angler“-Mode verglichen

Ein anderer kommentierte knapp: „Schlimm. Ganz schlimm.“ Besonders häufig tauchte der bereits kursierende „Angler“-Vergleich erneut auf – etwa in dieser Variante: „Deutschlands Outfit erinnert an den Jahresausflug vom Angler- und Fischereiverein Petri Heil Castrop-Rauxel 1998.“ Auch der Austragungsort wurde in die Kritik einbezogen: „Und das im Modeland Italien. Peinlich. Ich würde mich weigern.“

Voller Stolz und Freude: Die Mannschaft aus Deutschland wird von Fahnenträger Leon Draisaitl (Eishockey) angeführt. © Michael Kappeler/dpa | Michael Kappeler

Neben Spott schwingt in vielen Beiträgen auch echtes Unverständnis mit. „Wieso sehen andere Länder so chic eingekleidet aus und unsere Athleten bekamen so etwas Komisches?“, fragte ein Nutzer. Andere stellten die Entscheidungsprozesse infrage: „Finden die das wirklich schön oder hatten die kein Mitspracherecht?“ Damit verschiebt sich die Diskussion teilweise von reinem Stil-Spott hin zu grundsätzlichen Fragen nach Repräsentation, Außenwirkung und Beteiligung der Sportler.

Eröffnung der Olympischen Winterspiele: Nicht nur deutsches Outfit kritisiert - auch der ARD-Ton

Gleichzeitig betonen viele Beobachter, dass sich die Kritik ausdrücklich nicht gegen die Athletinnen und Athleten selbst richtet. Im Gegenteil: Zahlreiche Kommentare lobten die Ausstrahlung des Teams. Die deutschen Sportler hätten „um die Wette gestrahlt“ und mit guter Laune überzeugt. Die Eröffnungsfeier wurde insgesamt als gelungen und emotional beschrieben.

Dennoch gab es auch an anderer Stelle Kritik im Netz: Mehrere Zuschauer monierten zwischenzeitlich einen schlechten Ton bei der Übertragung der ARD von Tom Bartels und dem Italo-Kenner und Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Diese technischen Probleme sorgten zusätzlich für Unmut – unabhängig von der Outfit-Debatte. So vermischten sich zwei Kritikstränge: einerseits Spott und Diskussionen über die Teamkleidung, andererseits Ärger über die TV-Übertragung.

Unterm Strich zeigt sich ein vertrautes Bild großer Sportereignisse: Kaum sind die Athletinnen und Athleten ins Stadion eingezogen, wird das Netz zur Mode-Jury. Zwischen Ironie, Häme und ernst gemeinter Stil-Debatte ist das deutsche Outfit schon jetzt eines der meistdiskutierten Themen dieser Spiele. In diesem Sinne: Lasset die Spiele auch sportlich beginnen...

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