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Rad-Spektakel in Flandern: Evenepoel jagt Pogacar und Co.

Antwerpen. Tadej Pogacar bekommt auf der Jagd nach dem dritten Titel bei der Flandern-Rundfahrt einen neuen Rivalen: Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel startet erstmals beim Klassiker.
Remco Evenepoel startet erstmals in seiner Heimat Flandern. © DPA | Ochoa

Zu Peter Sagans martialischem Mittel gegen die Dominanz von Tadej Pogacar wird auch vor der Flandern-Rundfahrt niemand greifen. „Wenn man ihm nicht noch vor Sonntag die Beine absägt, wer soll ihn dann schlagen?“, fragt der pensionierte Ex-Weltmeister Sagan. Radrennenfahren sei kein Videospiel auf der PlayStation, so der Flandern-Sieger von 2016: „Nun, für Tadej ist es sogar einfacher als ein Videospiel.“

Evenepoel fehlt Erfahrung auf Kopfsteinpflaster

Den Cheatcode gegen den Superstar der Gegenwart hat noch niemand gefunden. Wenn an Ostersonntag bei der 110. Ronde van Vlaanderen einer der Höhepunkte der Klassikersaison ansteht, will es ein weiterer prominenter Herausforderer zumindest versuchen. Belgiens Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel hat sich erstmals für das Traditionsrennen angekündigt, das über rund 278 Kilometer, sechs Kopfsteinpflastersektoren und 16 giftige Anstiege ein Spektakel verspricht. „Flandern, bist du bereit?“, sagte Evenepoel, in Aalst in Ostflandern geboren, in einer Videobotschaft.

Die Antwort auf seine rhetorische Frage dürfte ein lautes Ja sein. Denn wenn einer der prominentesten Söhne Flanderns seine Premiere beim wichtigsten Eintagesrennen der Region feiert, wird der radsportverrückte Norden Belgiens in Ekstase verfallen. Ausgeheckt hat Evenepoel den Überraschungsstart gemeinsam mit seinem neuen deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe. „Die Verbindung zwischen Remco und der Flandern-Rundfahrt ist tief und emotional. Ein Plan wie dieser entsteht nicht kurzfristig“, erklärte Teamchef Ralph Denk. Er ging auf und verrückt nun zumindest ein wenig die Machtverhältnisse. Evenepoel zählt ob seiner Qualitäten automatisch zum erweiterten Favoritenkreis, wenngleich ihm in den mitentscheidenden Pflasterpassagen die Wettkampfhärte fehlt. Heißester Sieganwärter ist am Sonntag wie so oft der nimmersatte Slowene Pogacar.

Pogacar fehlt nur noch Paris-Roubaix

Nach seinem Premierentriumph bei Mailand-Sanremo fehlt dem viermaligen Toursieger inzwischen nur noch der Sieg bei Paris-Roubaix (12. April), um seine Monumente-Sammlung zu vervollständigen. In Flandern will er zuvor seinen dritten Titel nach 2023 und 2025 feiern und den großen Eddy Merckx (zwei Siege) überflügeln. „Flandern ist eine der größten Hochburgen des Radsports. Die Energie rund um dieses Rennen ist etwas ganz Besonderes – es ist eine Freude, ein Teil davon zu sein“, sagte Pogacar. Für den erneuten Sieg muss Pogacar an seinem Rivalen Mathieu van der Poel aus den Niederlanden vorbei, der bereits seinen vierten Sieg (Rekord) anpeilt. sid

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