U21 des VfL Bochum vor dem Lotte-Spiel: Ein Talent droht weiter auszufallen
Sie träumen davon, irgendwann vor ausverkauftem Ruhrstadion im blau-weißen Trikot des VfL Bochum aufzulaufen. Doch am Mittwoch ging es für Niklas Jahn, Alessandro Crimaldi, Mohammed Tolba, Lars Holtkamp, Aurel Wagbe, Louis Köster und Jamil Najjar erst einmal um ganz andere Dinge: Die sieben U21-Spieler komplettierten den Profi-Kader des VfL Bochum – eine Unterstützung in der Länderspielpause.
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Derzeit heißt das Tagesgeschäft der sieben Akteure noch Abstiegskampf in der Regionalliga West. Und da geht es am Samstag, 4. April, ab 14 Uhr gegen den Tabellenneunten, die Sportfreunde Lotte. Auch Kacper Koscierski, so er denn nicht bei den Profis in den Kader rückt, und Darnell Keumo können dort wieder wichtige Minuten sammeln – und eigentlich auch Alessandro Crimaldi. Für ihn könnte das Lotte-Spiel aber noch zu früh kommen. Ihn stoppte zuletzt zum zweiten Mal eine Verletzung. Er ist noch in der Wieder-Eingliederungsphase.
Winter-Zugänge stabilisieren Bochums U21 nach schwierigem Herbst
Keumo, Koscierski und auch Crimaldi bleiben die aktuellen Musterbeispiele der Bochumer Ausbildungsphilosophie. Alle drei könnten noch U19 spielen, haben sich aber längst im Männerfußball behauptet. Während Crimaldi allerdings zuletzt verletzt fehlte, haben die beiden anderen Eigengewächse geholfen, die U21 nach einem schwierigen Herbst zu stabilisieren.
Es gab vier Siege in Serie, dazu zwei weitere Unentschieden gegen Siegen und Bonn und verbunden damit Auftritten auf Augenhöhe mit Teams aus dem oberen Mittelfeld. Sechs Spile ohne Niederlage haben dafür gesorgt, dass sich die Mannschaft von Trainer Heiko Butscher in der Regionalliga West freigeschwommen hat.
Klar zeigte sich in den vergangenen Wochen, dass die Winter-Zugänge Aurel Wagbe, Dominic Volkmer, Louis Köster und nicht zu vergessen Rückkehrer Mo Tolba dem Team wie erhofft geholfen haben. Koscierski und Keumo stehen darüber hinaus sinnbildlich für die neue Widerstandsfähigkeit der jungen Truppe
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VfL Bochum U21: Punktabzug droht, Stadionfrage ist geklärt
Während es sportlich im Kampf um den Klassenerhalt immer besser aussieht, sind auch die Rahmenbedingungen für die kommende Saison weitgehend geklärt: Die Stadionfrage ist entschieden, die U21 wird, den Klassenerhalt vorausgesetzt, in der Saison 2026/27 ihre Heimspiele in der Mondpalast-Arena in Wanne-Eickel austragen. Ganz ruhig ist es trotzdem nicht – dem VfL droht noch ein Punktabzug, weil der Bonner SC juristisch nachgelegt hat und gegen die Wertung des direkten Duells vorgegangen ist.
Davon unabhängig soll jeder weitere Punktgewinn der Regionalliga Substanz schaffen – für die nächste Saison und für die Umsetzung der Idee, dass möglichst viele Spieler aus dem Talentwerk den Weg zu den Profis schaffen. Und das dauerhaft.
