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Rollhockey

Bei der RESG Walsum währte die Freude über den ersten Platz nur kurz

Duisburg. Walsumer gewannen auch das zweite Punktduell gegen Titelverteidiger Germania Herringen, doch der Sieg war letztlich wertlos.
Von Thomas Kristaniak
Duell der Kapitäne: Am Samstagabend setzte sich Marc Coll (rechts) mit der RESG durch, doch in der Tabelle blieb Lucas Karschau mit Herringen vorn. © FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Bei der RESG Walsum herrschte am Samstagabend kurz vor 20 Uhr Festtagsstimmung. Mit einem 6:4 (3:0)-Sieg über Titelverteidiger Germania Herringen hatte sich der deutsche Rollhockey-Rekordmeister gerade Platz eins nach der Punktrunde der Bundesliga und damit vor allem perspektivisch das Heimrecht in einem möglichen dritten Play-off-Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gesichert. Das dachten zumindest die Walsumer.

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Auch für Jens Stölzel war die Sache klar. „Ich hatte in der Woche noch mit Spielleiter Torsten Flössel telefoniert, der mir bestätigte, dass bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt“, so der Abteilungsleiter der RESG. Der sprach nach dem 8:5 im Hinspiel in Hamm nun ganz eindeutig für die Roten Teufel, die sich folglich über die damit mindestens theoretisch bestehende Chance freuten, in eigener Halle den ersten deutschen Meistertitel seit 1999 feiern zu können. Die kalte Dusche kam aber schnell. „Unser Spieler Florian Keil ist dann in die Kabine zu den Schiedsrichtern gefahren, um sich das noch einmal bestätigen zu lassen“, berichtet Jens Stölzel. Der eine der beiden Unparteiischen sollte es wissen, denn es handelte sich um Thomas Ullrich, seines Zeichens Leiter der Sportkommission Rollhockey im Deutschen Rollsport- und Inlineverband (DRIV). Und der erklärte: Nö, maßgeblich seien nicht die auf die Verbandshomepage veröffentlichten Spielregeln, sondern die davon abweichenden speziellen Veranstaltungsregeln – welche zumindest in Walsum nicht bekannt waren. Dort heißt es: „Die Klassifizierung erfolgt (...) nach den erzielten Punkten [und] nach der Tordifferenz.“

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Was gleichbedeutend war mit: Aus der Traum. Dort steht Herringen nämlich final um 15 Tore besser da, was heißt, dass die RESG das direkte Duell mit zehn Treffern Unterschied hätte gewinnen müssen. „Das ist aber auch nur so, weil Herringen am ersten Spieltag mit 20:1 gegen Darmstadt gewonnen hat“, betont Jens Stölzel. Alles Hadern half nicht: Der eigene mit viel Einsatz erkämpfte Sieg durch Tore von Marc Coll (3), Gérard Leal (2) und Mattia Hackel war letztlich wertlos. Für die Walsumer gehen nach dem Überspringen des Viertelfinales die Play-offs nun erst am 2. Mai mit dem Auswärtsspiel beim Sieger des Duells RSC Cronenberg – SGR Darmstadt los, was nach menschlichem Ermessen der Wuppertaler Erzrivale sein wird. Im zweiten Halbfinale trifft Herringen entweder auf die IGR Remscheid oder den TuS Düsseldorf-Nord. Die Finalspiele steigen am 16., 30. und eventuell 31. Mai.

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