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Fußball

Hamborner Trainerin verspürt trotz der Niederlage viel Optimismus

Duisburg. Der abstiegsgefährdete Landesligist Hamborn 07 hält die Partie beim Topteam bis in die Schlussphase trotz Unterzahl offen.
Von Thomas Kristaniak
Luka Blazevic (2. von links) wird vom Scherpenberger Kapitän Stefan Kapuscinski kurz vor dem Kasten von Gian-Luca Reck ausgebremst. © FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

Üblicherweise sind Fußballtrainerinnen und -trainer eher nach einem Erfolgserlebnis euphorisch gestimmt. Bei Soumiya Bouhadi sah das am Freitagabend etwas anders aus. „Jetzt im Moment glaube ich gerade nicht, dass wir noch ein Heimspiel verlieren werden“, sagte die Übungsleiterin von Landesligist Hamborn 07, obwohl ihre stark abstiegsgefährdete Mannschaft gerade ein weiteres Mal in dieser Saison leer ausgegangen war. Doch aus der 2:5 (1:2)-Niederlage beim vorübergehenden neuen Spitzenreiter SV Scherpenberg schöpfte sie ungeachtet dessen eine Menge neue Hoffnung.

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Die Art und Weise, wie ihre Schützlinge dem Topteam auf dessen eigenem Platz begegnet waren, imponierte Soumiya Bouhadi gewaltig. „Ich bin übermäßig stolz auf die Jungs“, erklärte sie angesichts des Umstandes, dass die Hamborner über eine halbe Stunde lang in Unterzahl agiert hatten, dennoch das Spiel offen hielten und erst in den allerletzten Minuten, als sie alles wagten, noch zwei Treffer kassierten, die das Ergebnis deutlicher gestalteten. Generell sah sie ihre Mannschaft auf Augenhöhe mit dem eindeutigen Favoriten und etwas Zählbares keineswegs außerhalb der Reichweite.

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Vor allem war sie mit einigen Entscheidungen von Schiedsrichter Tim Schausten nicht einverstanden. Der zeigte beispielsweise in der 38. Minute wegen eines angeblichen Handspiels von Nico Kuipers auf den Elfmeterpunkt. Die Trainerin sah ihren Abwehrchef „bei einer Grätsche im Fallen angeschossen“. Ex-Löwe Vedad Music hatte dazu vermutlich keine Meinung, traf aber zum 1:0 (38.). Die Reaktion passte aber, denn nur fünf Minuten später erzielte Youngster Teoman Moustafa den Ausgleich. Dass Music mit dem Pausenpfiff seinen Doppelpack schnürte, passte logischerweise nicht in den Hamborner Matchplan.

Gelb-Rot für Kuipers

Der oft beschworene psychologisch ungünstige Zeitpunkt war dies aber für die Hamborner nicht, die vielmehr mit neuem Mut aus der Kabine kamen und durch Gökdeniz Senlik das 2:2 schafften (53.). „Da waren wir dann extrem am Drücker“, befand Soumiya Bouhadi und ärgerte sich umsomehr, dass Nico Kuipers zwei Minuten später mit Gelb-Rot vom Platz musste. „Er kriegt für sein zweites Foul die zweite Gelbe Karte“, beklagte sie eine überharte Entscheidung.

Scherpenberg nutzte die Überzahl schnell zum 3:2 durch Emirhan Karaca (61.), schaffte es aber nicht, die Partie danach vorzeitig zu entscheiden. Erst in der Schlussphase schraubten Baha Arslanboga (89.) und Tevfik Kücükarslan (90./+2) das Ergebnis in die Höhe.

Im Gegensatz zu den Löwen punkteten alle Konkurrenten im Abstiegskampf. Der Mülheimer FC 97 enteilte durch ein 3:0 gegen den SC Werden-Heidhausen, der PSV Lackhausen erstaunte durch das 2:1 gegen Blau-Weiß Mintard. Für den FC Kray reichte es nach Rückstand noch zu einem 2:2 gegen die Sportfreunde Niederwenigern. Für Hamborn geht es am Gründonnerstag um 19.30 Uhr gegen die DJK Sportfreunde Katernberg weiter.

Hamborn: Calik – Herrmann (71. Kaddouri), Kuipers, Götze – Kalpakli, Moustafa (46. Evler), Senlik, Sentürk (73. Salierno), Blazevic (73. Tzikas) – Ouro-Akpo, Werner.

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