Nur noch ein Schritt: Schweden-Rückkehrerin bringt Mülheim nah ans Bundesliga-Finale
Zwischen 2022 und 2024 waren die Frauen der Dümptener Füchse als dreifacher Deutscher Meister das Nonplusultra im deutschen Floorball. Nach dem titellosen letzten Jahr wollen die Mülheimerinnen diesmal wieder angreifen – und sind seit Sonntag nur noch einen Schritt vom Finale um die Deutsche Meisterschaft entfernt.
Denn im ersten Spiel der Best-of-three-Serie im Halbfinale setzten sich die Füchsinnen daheim gegen die ETV Lady Piranhhas aus Hamburg mit 6:4 durch. Spiel zwei und drei finden am kommenden Wochenende in Hamburg statt. Schon mit einem Sieg am Samstag könnten die Mülheimerinnen die Serie für sich entscheiden.
Nach einem Jahr ohne Titel: Mülheimerinnen wollen wieder angreifen
Im vergangenen Jahr war die Dümptener Mannschaft noch ohne ihre Kapitänin Lena Best und Torhüterin Lena Baccus, die zu dem Zeitpunkt beide in Skandinavien spielten, im Play-off-Halbfinale gescheitert und hatte die Saison genutzt, um einige jüngere Spielerinnen mit Einsatzzeiten in wichtigen Spielen an die Bundesliga heranzuführen. „In dieser Saison wollten wir wieder angreifen und mindestens einen Titel gewinnen“, sagt Trainer Kevin Buckermann. Schließlich ist seine Mannschaft auch noch am Wochenende nach Ostern im Final Four um den Deutschen Pokal vertreten.
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Vor dem Meisterschaftshalbfinale mussten die Füchse aber neben Charlotta Bayer (Kreuzbandriss) auch noch die am Fuß verletzte Nuria Guerbouj ersetzen. Kapitänin Lena Best konnte nach einer im Viertelfinale erlittenen Gehirnerschütterung in dieser Woche nicht trainieren.
Dümptener Füchse liegen im Halbfinale immer vorne
Dennoch dominierten die Mülheimerinnen das erste Spiel der Serie und lagen von Beginn an in Führung. Beste Spielerin war Torfrau Lena Baccus, die seit Saisonbeginn aus Schweden zurückgekehrt ist und die mit mehreren Paraden die Führung ihrer Mannschaft verteidigte. „Bei der zweiten Reihe hatten wir bis zum zweiten Drittel noch Probleme, das haben wir hinterher aber deutlich besser gemacht“, analysierte der Coach. Dreimal gelang den Hamburgerinnen der Anschlusstreffer, die Dümptenerinnen konnten aber jeweils wieder erhöhen.
Am kommenden Wochenende wird die Personaldecke der Mülheimerinnen aufgrund der Osterferien noch dünner. „Trotzdem haben wir genügend Qualität und wir wollen alle Spiel drei vermeiden“, betont Buckermann. Zumal seine Mannschaft noch kein Spiel in den Play-offs gegen Hamburg verloren hat.
Im anderen Halbfinale hat Titelverteidiger MFBC Leipzig sein erstes Spiel gegen Bonn überraschend verloren. „Wir gehen aber davon aus, dass sie zu Hause die Serie noch drehen werden“, sagt Buckermann. Ein Finale Mülheim gegen Leipzig könnte ein 50:50-Spiel werden. Der Mülheimer Coach warnt aber: „Wir sind gut beraten, wenn wir erstmal auf unser Halbfinale gucken.“
