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Jugendfußball

RWO-U17 gewinnt Derby gegen MSV Duisburg und bleibt eine Klasse für sich

Oberhausen. Rot Weiß Oberhausen bleibt mit der U17 punktverlustfrei an der Spitze der DFB-Nachwuchsliga. 2:1-Heimerfolg über den MSV Duisburg.
Von Geronimo Köllner
RWO-Trainer Ken Asaeda (Mitte) freute sich nach Abpfiff mit seiner Mannschaft über den Heimerfolg gegen den MSV. © FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Es hört nicht auf! Rot Weiß Oberhausen bleibt mit der U17 punktverlustfrei an der Spitze der DFB-Nachwuchsliga. Das 2:1 (2:1) gegen den MSV Duisburg war dabei absolut verdient, am Ende aber auch eine Frage der Nerven. Doch auch diese Qualität bewiesen die Kleeblätter von Trainer Ken Asaeda. „Das war insgesamt verdient. Duisburg hatte nicht viele Chancen“, findet der Linienchef.

Dabei begann es zunächst durchaus holprig. Michel Kasche hatte einen Stockfehler nach dem Anstoß und die Meidericher wirkten durchaus angefeuert. Der Abwehrchef der Oberhausener schüttelte das aber direkt ab und verlagerte überragend auf Ivan Melesh. Der schickte Marek Große Wilde auf die Reise und es gab nach zwei Minuten die erste Ecke der Partie. Die trat Dennis Byczkowski von der linken Seite in die Mitte auf Louis Wechter, der förmlich in der Luft stand und das Leder mit dem Kopf in eine Rakete verwandelte. „Viel Training“, grinste sein Vater am Seitenrand. 

RWO-Trainer Ken Asaeda ärgert sich über den Gegentreffer zum 1:1

RWO-Kapitän Ivan Melesh erzielte den 2:1-Siegtreffer. © FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Das scheint auch RWO-Keeper Finn Herziger investiert zu haben, als er nur zwei Minuten später im Eins-gegen-Eins gegen Darren Kowalska parierte. Osadolor Nwarimoya hatte den Steckpass nicht abfangen können. Dann war‘s das aber auch erst mal von den Zebras. Nwarimoya hatte nach der nächsten Ecke die gute Chance zu verdoppeln, bekam den Ball aber nicht gedrückt (16.). RWO spielte es nun ruhig und geduldig im Aufbau, während die Gäste scheinbar keinen richtigen Plan für ein hohes Pressing hatten. Also stand auch der MSV geduldig und ruhig - bis auf Diego Sciacca, der völlig unerklärlich bis zu seiner Auswechslung in der 85. Minute ohne Gelbe Karte auskam - deutlich tiefer.

Lange passierte so zwischen den beiden Strafräumen nichts, bis der MSV in der 42. Minute zum Ausgleich kam. Mika Bukowski ging gleich zwei Mal zu zögerlich zu Werke und auch Andrea Sangermano hätte so ziemlich jede andere Entscheidung treffen können. Also schnappte sich Edonit Koca die Kugel und netzte aus der zweiten Reihe. „Das Gegentor nervt mich. Wir sind da viel zu passiv“, ärgert sich Asaeda im Anschluss. So ganz platziert schien der Ausgleich auch nicht gewesen zu sein. 

Kurz vor der Pause bringt Kapitän Ivan Melesh die Kleeblätter wieder in Fürhung

Das war insgesamt verdient. Duisburg hatte nicht viele Chancen.

Ken Asaeda, RWO-Trainer

Hatte man den Eindruck, die Kleeblätter ließen in der Szene etwas schleifen, so schalteten sie gleich nach dem Ausgleich wieder einen Gang hoch. Wechter machte einen langen Ball fest und wurde unmotiviert umgerannt. Der Freistoß von Byczkowski kam wieder scharf rein, die Gäste klärten jedoch zu kurz. Kapitän Ivan Melesh nahm den zweiten Ball auf, dribbelte in den Strafraum und versenkte im langen Eck. Ein Wirkungstreffer: Kurz darauf in der Nachspielzeit gewann Melesh den Ball und schickte Große Wilde auf die Reise. Dessen halbhohe Hereingabe verpasste Wechter und damit wohl auch die Vorentscheidung. 

Denn auch im zweiten Durchgang hatte RWO die Kontrolle über das Spiel. Nicht unbedingt mehr mit den enorm langen Ballbesitzphasen, jedoch lösten sie sich immer wieder herausragend aus dem Druck und ließen die Bemühungen der Meidericher im Keim ersticken. Auch die dickste Möglichkeit der zweiten Halbzeit hatte Wechter. Wieder war es Große Wilde über die linke Seite, der seinen Mittelstürmer bediente. Anders als zu Beginn des Spiels bekam Wechter nicht genug Dampf in seine Abschlüsse. Gleich doppelt durfte er es in dieser Szene versuchen, der MSV klärte im Kollektiv vor der Linie.

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Das insgesamt stärkere Kollektiv trug jedoch Rot und verteidigte konsequent bis zum Schluss. Kowalskas Fernschuss setzte noch einmal auf die Latte auf (79.) und auch einige Eckbälle erarbeiteten sich die Gäste, doch den unmittelbaren Druck konnten sie nicht aufbauen. Mit Kian Arslan und Djo Mavuba brachte Asaeda noch einmal Physis, mit Kerem Onur noch Mal frische Beine. Die brauchte er dann aber nur noch für den Jubel im Kreis. „Spitzenreiter, Spitzenreiter...“, schallt es mit zehn Punkten Vorsprung an der Lindnerstraße. 

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