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Fußball-Bezirksliga

Nach 2:0- und 3:1-Führung: SF Königshardt lassen Sieg im Sechs-Punkte-Spiel liegen

Oberhausen. Die Sportfreunde Königshardt müssen sich mit einem 3:3 gegen Fatihspor Essen begnügen. Spitzenreiter Arminia Klosterhardt feiert 15:0-Schützenfest.
Von Stefan Schweigert und Sebastian Stachowiak
Die SF Königshardt rund um Tristan Joel Müller (Mitte) verpassten es im Duell gegen Fatihspor Essen einen wichtigen Heimsieg einzufahren. © FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

2:0 und 3:1 geführt – doch am Ende gab es für die Sportfreunde Königshardt in dem im Vorfeld betitelten Sechs-Punkte-Spiel daheim gegen Fatihspor Essen nur eine 3:3 (3:1)-Punkteteilung. Entsprechend groß war nach Abpfiff die Enttäuschung bei Kenan Hodzic. „Nicht nur, was das Ergebnis selbst angeht, sondern was die Art und Weise betrifft. Wir haben die ersten 20 Minuten klar dominiert, da war es eigentlich nur eine Frage der Höhe. Doch danach haben wir das Fußballspielen komplett eingestellt“, berichtet der SFK-Trainer. „Wir haben uns fußballerisch deren Niveau angepasst und die selbst stark gemacht. Deshalb muss man auch ehrlich sein und sagen, dass die sich den Punkt verdient haben.“

In der Tat legten die Sportfreunde am Pfälzer Graben los wie die Feuerwehr. Denn durch die Treffer von Denis Karic (4.) und Laurenz Hübinger (9.) lagen die Hausherren nach nicht einmal zehn Minuten mit 2:0 in Front, ehe Tolga Yigit für die Gäste der Anschluss gelang (19.). Königshardt fand aber nur 180 Sekunden später durch Silas Baffour (22.) die passende Antwort, wobei Fatihspor noch in Halbzeit eins durch einen verwandelten Foulelfmeter durch Tolga Yigit den erneuten Anschlusstreffer markierten (31.). „Nach dem 3:1 haben wir es zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Das ist dann sicherlich eine Sache der Mentalität. Statt nachzulegen haben wir aufgehört und zwei Gänge runtergeschaltet. Warum auch immer. Denn eigentlich sind wir nicht in der Lage, uns solche Nachlässigkeiten zu erlauben. Wir haben es aber gemacht und ganz blöde Gegentore gekriegt“, so Hodzic.

Am kommenden Donnerstag sind die SF Königshardt zu Gast bei Fortuna Bottrop

Ich zolle unserem Gegner großen Respekt. Überruhr zieht es Woche für Woche gnadenlos durch, verhält sich trotz krasser Unterlegenheit fair und sehr anständig.

Marcel Landers, Arminia-Trainer

Essens Kaan Kazim Karakus erzielte in Minute 70 das 3:3, wobei sich die Gäste in den Schlussminuten nach Gelb-Rot für Orhan Dombayci selbst dezimierten (85.). Doch auch in Überzahl konnten die Königshardter nicht mehr zurückkommen. „Es sind sicherlich zwei verlorene Punkte für uns, gerade gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf“, bilanziert Hodzic, der mit seinem Team bereits am kommenden Donnerstagabend (19.30 Uhr) bei Fortuna Bottrop gefordert ist. „Fortuna ist ja sowas wie die Mannschaft der Stunde. Das wird natürlich ein ganz anderes Spiel als heute. Fortuna wird mehr Spielanteile haben, wodurch das für uns noch mehr Kampf sein wird, weil wir mehr gegen den Ball arbeiten werden.“

„Über fußballerische Ansätze oder Feinheiten muss man jetzt nicht sprechen. Wir wissen das schon ganz genau einzuordnen“, wollte Marcel Landers das ungleiche Duell in der Fußball-Bezirksliga zwischen Blau-Gelb Überruhr und Arminia Klosterhardt schnell abhaken. Der Spitzenreiter feierte in Essen ein Schützenfest und setzte sich mehr als deutlich mit 15:0 (8:0) durch. „Ich zolle unserem Gegner großen Respekt. Überruhr zieht es Woche für Woche gnadenlos durch, verhält sich trotz krasser Unterlegenheit fair und sehr anständig“, lobte Arminias Trainer den Sportsgeist der Hausherren.

Arminia Klosterhardt feiert gegen BG Überruhr einen 15:0-Kantersieg

Klosterhardts Jan-Niklas Pia erzielte gegen Überruhr einen Viererpack © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz

Die waren letzte Saison zusammen mit der Arminia aus der Landesliga abgestiegen – und in die neue mit völlig anderen Vorzeichen gestartet. Während sich die Klosterhardter direkt wieder zu einem ambitionierten Spitzenteam und ernsthaften Aufstiegskandidaten entwickelt haben, musste Blau-Gelb aufgrund von akutem Personalmangel kurz vor dem Meisterschaftsauftakt Mitte August vergangenen Jahres überwiegend auf Kicker der eigenen Reserve (Kreisliga B) zurückgreifen, um überhaupt am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

„Wir sind nach jedem Tor weiter fokussiert geblieben, haben dabei aber ebenso Fairness walten lassen und unseren Gegner nicht verhöhnt.“, betonte Landers ausdrücklich. „Vor uns liegen jetzt noch neun Endspiele. Darauf bereiten wir die Jungs gewissenhaft und zielgerichtet vor.“

Jan-Niklas Pia (4), Samuel Zegadlo (3), Hamza Velic (2), Melvin Glogic (2), Aiman-Mohammed Faraj (2), Phil Wolff und Max Langerbein beteiligten sich am munteren Scheibenschießen.

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