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Rot-Weiss Essen

RWE: Bundesliga-Referee Braun pfeift Derby – und bringt Diskussionen mit

Essen. Mit Dr. Robin Braun ein Bundesliga-Schiedsrichter für das Revierderby: Die Ansetzung unterstreicht die Bedeutung der Partie – und setzt klare Erwartungen.
Von Julian Witzel, Sport-Redakteur
Schiedsrichter Robin Braun (2.v.r.) leitet die Partie zwischen RWE und dem MSV Duisburg. Vor wenigen Wochen stellte der Referee den Schalker Edin Dzeko (r.) vom Platz.

Die Leitung des Derbys zwischen Rot-Weiss Essen und MSV Duisburg übernimmt mit Dr. Robin Braun ein Unparteiischer, der zuletzt vor allem in der Bundesliga und 2. Liga im Einsatz war. In dieser Spielzeit war Braun bis dato achtmal in der Bundesliga und viermal in der 2. Liga aktiv. Das Derby ist seine Drittligapremiere in dieser Saison. Für RWE-Trainer Uwe Koschinat ist das ein bewusstes Signal – gerade für ein Spiel mit dieser emotionalen Wucht.

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„Ich gehe davon aus, dass der DFB sich bei der Ansetzung etwas gedacht hat“, sagte Koschinat und verwies auf die Anforderungen eines Derbys. Ein erfahrener Referee bringe genau das mit, was in solchen Spielen gefragt sei: „Jemand, der diese Atmosphäre kennt, der eine gewisse Resilienz mitbringt.“

RWE: Schiedsrichter Braun zuletzt in der Diskussion wegen Dzeko-Platzverweis

Allerdings reist Braun nicht ohne Begleitmusik nach Essen. Erst vor wenigen Wochen sorgte seine Rote Karte gegen Edin Džeko im Spiel des FC Schalke 04 gegen Hannover 96 bundesweit für Diskussionen. Der Stürmer hatte seinen Gegenspieler mit offener Sohle getroffen, Braun entschied auf Platzverweis – und begründete dies später mit einer „klar gesundheitsgefährdenden Komponente“.

Während der Schiedsrichter seine Entscheidung verteidigte, bewerteten Spieler, Verantwortliche und viele Fans die Szene als zu hart, die Diskussionen hielten auch nach Abpfiff an und sorgten für erheblichen Gesprächsstoff rund um die Spielleitung.

Grundsätzlich wollte Koschinat die Personalie nicht überhöhen. Entscheidend sei ohnehin nicht die Vita, sondern die konkrete Leistung auf dem Platz.

Rot-Weiss Essen: Koschinat hofft, dass nach dem Derby „keiner über den Schiedsrichter redet“

Der Wunsch des Essener Trainers ist klar formuliert – und passt zu einem Spiel dieser Kategorie: „Am Ende hoffen wir, dass nach dem Spiel niemand über den Schiedsrichter sprechen muss.“ Gerade in engen Duellen könnten einzelne Entscheidungen schnell zum dominierenden Thema werden.

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Mit Blick auf die bisherige Saison zeigte sich Koschinat insgesamt zufrieden mit den Leistungen der Unparteiischen. „Wir haben viele Leitungen gehabt, bei denen wir die Schuld für eine Niederlage nicht beim Schiedsrichter gesucht haben – aber auch nicht den Erfolg darauf zurückgeführt haben.“

Für das Derby bedeutet das: maximale Aufmerksamkeit, aber kein Fokus auf den Mann in Schwarz. Oder, wie es Koschinat zusammenfasst: „Dann hat er eine hervorragende Leistung gebracht.“

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