VfL Bochum: Diese Entscheidung könnte bei Gegner Magdeburg neue Kräfte freisetzen
Mehr als vier Monate und fünf Auswärtsspiele sind vergangen, seit der VfL Bochum zuletzt einen Sieg in der Fremde feierte. Das möchte die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler am Samstag ändern, und auf dem Papier stehen die Vorzeichen günstig. Zum Auftakt in den Zweitliga-Endspurt geht es zum 1. FC Magdeburg (13 Uhr, Sky).
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Der Gegner steckt als Tabellenvorletzter tief im Abstiegskampf und diente in dieser Saison für beinahe alle Teams, die in der Avnet-Arena aufliefen, als Punktelieferant. Nur zwei von 13 Heimspielen hat Magdeburg gewonnen (zwei Remis, neun Niederlagen, 16:26-Tore).
VfL Bochum: Neuer Sportdirektor bei Gegner 1. FC Magdeburg
Es ist eine erschreckende Bilanz, die den FCM zudem um den Lohn einiger starker Auswärtsauftritte bringt. „Auswärts ist sensationell, was die Mannschaft spielt. Das auch mal zu Hause zu schaffen, wäre ein großer Wunsch“, sagte Trainer Petrik Sander daher vor dem Spiel gegen den VfL. Immerhin trotzte sein Team Aufstiegsaspirant Darmstadt im jüngsten Heimspiel ein 1:1 ab. Und auch der folgende Sieg im Keller-Gipfel bei Preußen Münster (3:1) wird Auftrieb geben.
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Dazu könnte eine Entscheidung in der sportlichen Führung den Magdeburgern zusätzlichen Rückenwind für Samstag verleihen. Mit Peer Jaekel stellte der Klub in dieser Woche einen neuen Sportdirektor vor. Der 43-Jährige folgte auf Otmar Schork. Er war zuletzt für Austria Klagenfurt tätig und sammelte noch keine Erfahrung in einer vergleichbaren Position für einen Klub aus den deutschen Bundesligen.
Zwar steht Jaekel nicht auf dem Rasen und trainiert die Mannschaft nicht, doch kurzfristige positive Auswirkungen seiner Ankunft scheinen möglich: Denn Jaekel positionierte sich bei seiner Vorstellung ganz klar in der Trainerfrage, sprach Sander und dessen Kollegen Pascal Ibold eindeutig das Vertrauen aus.
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„Am Ende macht das Trainerteam in der aktuellen Konstellation einen sehr, sehr guten Job“, sagte Jaekel. Auch eine Zusammenarbeit über den Sommer kann er sich vorstellen. „Dementsprechend ist es überhaupt kein Thema, das ich in den nächsten Wochen angehen will.“ Sander und Ibold hatten Anfang Oktober von Markus Fiedler übernommen, zunächst interimsweise, dann dauerhaft. Doch im Frühjahr gerieten sie in die Kritik. Nun hat der neue Sportdirektor ihnen den Rücken gestärkt.
VfL Bochum kann Magdeburger Heimkrise verschlimmern
Das bringt ihnen Klarheit, die für ihre Arbeit mit dem Team förderlich sein dürfte. Und auch bei den FCM-Profis sind positive Effekte zu erwarten: Sie wissen nun, dass sie in den Endspurt um den Klassenerhalt mit Sander und Ibold gehen – und sie wissen, dass sie sich beim neuen Sportdirektor Jaekel mit guten Leistungen anbieten müssen. Er plant schließlich die Mannschaft für die neue Saison und wird den aktuellen Kader genau unter die Lupe nehmen.
Ob der VfL Bochum in Sachsen-Anhalt trotzdem seine Auswärts-Negativserie beenden – und die Magdeburger Heimkrise verschlimmern – kann, zeigt sich am Samstagnachmittag... ea
