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⇱ Pflanzen überwintern: So überleben Ihre Pflanzen die kalte Jahreszeit


Pflege im Winter

Bloß kein Dünger: So überleben Ihre Pflanzen den Winter

Essen. Auch im Winter benötigen Pflanzen besondere Pflege. Wie auch die empfindlichsten Gewächse die Frostmonate überstehen.
Von Sarah Schlüter, Volontärin (Schwerpunkt Klima & Umwelt)
Einige Pflanzen müssen im Winter vor Frost geschützt und ins Haus geholt werden. Zu warm darf es aber trotzdem nicht sein. (Archivbild) © iStock

Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler: Für Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse ist es draußen schon bald zu kalt. Wann Sie welche Pflanzen reinholen müssen und wie sie den Winter unbeschadet überstehen, erfahren Sie hier.

Der Winter naht: Welche Pflanzen müssen rein?

Grundsätzlich sollten Kübelpflanzen so lange wie möglich draußen bleiben, aber noch vor dem ersten Frost reingeholt werden. Das gilt vor allem für tropische Gewächse, denn sie sind schon beim ersten Frost sehr nachtragend. Dazu gehören etwa Hibiskus, Fuchsien und Geranien. Olive, Zitrone und Oleander können immerhin für kurze Zeit mit Minusgraden umgehen.

Kübelpflanzen überwintern am besten an einem hellen Ort bei fünf bis zehn Grad. Ideal sind dafür Treppenhäuser, wer hat, kann sie aber auch in einen unbeheizten Wintergarten oder ein kleines Gewächshaus stellen. Laufabwerfende Pflanzen, zum Beispiel Feigen, können auch dunkel und kühl gelagert überwintern.

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Heimische Arten kommen in der Regel gut mit Frost klar und können draußen bleiben, sofern sie schon gut verwurzelt sind. Strohmatten oder Mulchdecken können sie vor Dauerfrost schützen. Außerdem sollten die Pflanzen nicht direkt in der Sonne stehen. Blumenkästen auf dem Balkon können Sie mit etwas Mulch oder Fichtenzweigen abdecken. Immergrüne Pflanzen wie Bambus oder Rhododendron müssen Sie nur bei langanhaltendem Frost oder intensiver Wintersonne schützen. Dafür reichen Stroh- oder Schilfmatten aus.

Ist der richtige Standort für die Überwinterung gefunden, gibt es nicht mehr viel zu beachten: Weil die Pflanzen in eine Art Winterruhe gehen, gibt es auch nur wenig bis kein Wachstum. Deswegen gilt in der kalten Jahreszeit: möglichst wenig gießen. Auf Dünger können Sie vollständig verzichten.

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Zimmerpflanzen im Winter: Die richtige Pflege

Auch Pflanzen, die sowieso dauerhaft drinnen im Wohnzimmer stehen, brauchen im Winter besondere Pflege. Denn warme Heizungsluft macht sie anfälliger für Schädlinge. Sprühen Sie die Blätter von Monstera und Calathea regelmäßig ein, um für etwas Feuchtigkeit zu sorgen. Kontrollieren Sie die Blätter außerdem regelmäßig auf Schädlinge: kleine, schwarze Punkte etwa deuten auf Thrispe hin, die man lieber früher als später bekämpft. Auch Zimmerpflanzen benötigen im Winter keinen Dünger.

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Trotz Winterruhe brauchen auch Zimmerpflanzen im Winter besondere Pflege. (Symbolbild) © Shutterstock

Zimmerpflanzen und Kübelpflanzen: Die richtige Pflege auf einen Blick

  1. Kontrollen Sie die Pflanzen auf Schädlinge, bevor Sie sie reinholen. Sollten Sie welche entdecken, stellen Sie befallene und gesunde Pflanzen in unterschiedliche Räume, damit am Ende nicht alle Gewächse betroffen sind.
  2. Achten Sie auf die richtige Temperatur – für die meisten Pflanzen sind fünf bis zehn Grad im Winter ideal. Ein Platz direkt an der Heizung kann den Pflanzen schaden.
  3. Entfernen Sie welke Blätter und Triebe.
  4. Im Winter benötigen alle Pflanzen weniger Wasser. Einmal pro Woche gießen reicht normalerweise. Kontrollieren Sie vor dem Gießen am besten, ob die Erde noch feucht ist. Insbesondere tropische Zimmerpflanzen freuen sich aber, wenn Sie ihre Blätter ab und zu mit Wasser besprühen.
  5. Verzichten Sie auf Dünger – Zimmer- und Kübelpflanzen gehen in eine Art Winterruhe und legen eine Wachstumspause ein.

Wann dürfen die Kübelpflanzen wieder raus?

Und wann können die Pflanzen wieder auf den Balkon oder in den Garten? Im besten Fall ist die Zeit im Winterquartier so kurz wie möglich. Robuste Pflanzen können schon im März oder April wieder an die frische Luft – zum Beispiel Oleander und Olive. Empfindliche Gewächse wie Geranien und Zitruspflanzen sollten noch bis Mai drinnen warten. Und noch ein Tipp: Stellen Sie die Pflanzen im Frühjahr am besten nicht direkt in die Sonne, damit sie sich nach und nach wieder an das helle Licht gewöhnen können.

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