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Bei Vollzeit-Arbeit

Mittlerer Verdienst gestiegen: Bekommen Sie mehr als die Hälfte der Deutschen?

Berlin. Das mittlere Gehalt in Deutschland ist deutlich gestiegen. Doch die Schere zwischen Top- und Geringverdienern geht weiter auseinander.
Die Lohnunterschiede zwischen Ost und West sind immer noch deutlich. © imago images/Shotshop | imago classic

Wer in Deutschland Vollzeit arbeiten geht, verdient im Mittel 54.066 Euro brutto im Jahr. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Demnach stieg der mittlere Bruttojahresverdienst der Deutschen im vergangenen Jahr deutlich: um 1907 Euro. Das heißt, wer mehr als 4505,50 Euro im Monat brutto bekommt, verdient mehr als die Hälfte der Deutschen.

Wie die Statistiker weiter mitteilten, verdienten 30 Prozent der Beschäftigten – hochgerechnet auf Vollzeit und inklusive Sonderzahlungen – rund 44.000 Euro oder weniger. Wer gut 68.000 Euro oder mehr im Jahr verdient, gehört zu den oberen 30 Prozent. Die obersten zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten erzielten sogar einen Bruttojahresverdienst von 100.719 Euro oder mehr. Das oberste Prozent verdiente 219.110 Euro oder mehr.

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Dass die Ungleichheit zwischen Top- und Geringverdienern zunimmt, zeigt eine andere Zahl. So ist der durchschnittliche Jahresverdienst noch stärker gestiegen: um 2206 auf 64.441 Euro. Dass der Durchschnittsverdienst höher liegt als der Median, zeigt, dass wenige sehr hohe Verdienste den Durchschnittsverdienst nach oben verzerren.

Eines hat sich nicht verändert. Noch immer sind im Osten die Verdienste laut der stichprobenhaften Erhebung deutlich geringer. Der mittlere Verdienst lag in den östlichen Bundesländern außer Berlin bei 46.013 Euro und war damit 9.422 Euro niedriger als im Westen. 

lro/dpa/AFP

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