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URL: https://www.zeit.de/2012/29/Itzstein

⇱ Adam von Itzstein: Itzstein, unser Stern | DIE ZEIT


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Kein schöner Tag, der 22. September 1844. Es regnet. Für Johann Adam Itzstein ist er dennoch einer der schönsten. In seiner Wohnung drängen sich die Gäste. Eine Delegation von Parlamentariern aus ganz Baden ist gekommen, um ihn zu ehren. Einen direkten Anlass gibt es nicht, aber der Festakt ist lange schon geplant: Eine goldene Gedenkmedaille wird überreicht, ein teures Stück, für das alle tüchtig gesammelt haben. Sie preist ihn als "Vertreter der Volksrechte", als Beschützer der Freiheit und der Verfassung. Itzstein dankt mit einer kleinen Rede, großer Jubel. Dann folgt das Festbankett im Mannheimer Theatersaal, einige Hundert Gäste sitzen an den Tischen. Plötzlich erheben sie sich und stimmen zur Melodie der polnischen Hymne "Noch ist Polen nicht verloren" ein Lied an: das Itzsteinlied. Itzsteins Freund Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat es wenige Tage zuvor gedichtet: "Vaterland, freue dich! / Deine Nacht wird immer heller: / Itzstein, unser Stern, / leuchtet nah und fern."