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Fiderisch
(Fideris)
👁 Wappe vo Fiderisch(Fideris)
Wappe vo Fiderisch
(Fideris)
Basisdate
Staat:Schwiiz
Kanton:GraubĂŒnde (GR)
Region:PrÀttigau/Davosw
BFS-Nr.:3861i1f3f4
Poschtleitzahl:7235
Koordinate:775511/19867746.9169.743897Koordinate: 46°54â€Č58″N, 9°44â€Č35″O;CH1903:775511/198677
Höchi:897mĂŒ.M.
FlĂ€chi:25.36kmÂČ
Iiwohner:613 (31. DezÀmber 2022)[1]
Website:www.fideris.ch
👁 Fiderisch
Fiderisch

Fiderisch

Charte
👁 Charte vo Fiderisch(Fideris)
Charte vo Fiderisch
(Fideris)
w

Fiderisch isch e Gmeind vom BĂŒndnerland.

Dr Oort lyt im PrĂ€ttigĂ€ und ghört zu dr BĂŒndner Regioon PrĂ€ttigĂ€/Tavaas. Dr Gmeindbann ziet sech vo unden im Tal am Fluss Lankwart, wo dr Fiderscher Baanhof vo dr RÀÀtische Baan isch, bis uf e BĂ€rgrĂŒgge vom Mattjisch Hore ufe. Wyt oben am Dorf, im Tarnutz, hĂ€nd sich im Middelalter Walser nidergloo, aber die Sidlig gits hĂŒtt nĂŒme. D Fiderscher HöibÀÀrge sind es bekants Zyl fĂŒr UusflĂŒĂŒg im Sumer und im Winter.

S Dorf Fiderisch stoot uf dr Schattsyyte vom Taal, dr Litzisite wie man im PrÀttiger DialÀkt seit,[2] und linggs vo dr Lankwart. Dr Gmeindbann isch 2532 Hektaare gross und goot vom schmalen Aueland am Fluss unde bis uf d BÀrgen im Weschte ufe, wo hindedra s Tschilfigg lyt.[3]

Bi Fiderisch mĂŒndet dr Arieschbach i d Lankwart. Är isch eine vo de wilde PrĂ€ttiger BĂ€rgbech, wo s Wasser us eme grosse Piet uf den Alpen is Taal abebringe. Dr Bach, wo öppen acht Kilometer lĂ€ng isch, samlet s Wasser uf ere Flechi vo Ă€inezwĂ€nzg Kwadratkilometer i de Fiderscher HöibÀÀrgen und vo teil Alpe nĂ€bedra. Er het zwe grösseri Kwellbech: dr BĂ€rgbach und dr Malanser Bach, und non es bar chlyneri Bechli a de BĂ€rghĂ€ng ringsume. Vo dr rĂ€chte Syte chunt wyter unde dr Raschitschbach drzue, wo sini Kwellen uf dr Alp Duranna het und dur s Schindeltobel drdĂŒr aberĂŒnnt. I sym underen Abschnitt lauft dr Arieschbach dur es stotzigs und Ă€nggs Tobel zdurabb. Dr Wildbach het d Topografy im Taal starch verĂ€nderet. D Geolooge wĂŒsse, ass bi Fiderisch am Ändi vo dr Yschzyt dr gross Taalgletscher no einisch isch blybe stoo; si sĂ€ge dĂ€m s Fiderscher Stadium vo dr letschte Veryschig. Do isch mit vil Gschtei vo de GletschermorÀÀne s Piet, wo hĂŒtt druff s Dorf mit de drĂŒ FĂ€lder ringsume und au d Fluer vo Straalig isch, ufgschĂŒttet worde. Us em höche Taal im SĂŒĂŒde vo Fiderisch isch drzue no dr Arieschgletscher cho, wo au vil Felseschutt abegfergget het. Wo denn die grosse Gletscher verschwunde sind, het dr Arieschbach vil tuusig Joor lang wyters Schteine oben abe gschwemmt und dĂ€ Bode dört unde no vergrösseret. Do het aber mit dr Zyt d Lankwart ires nöie Tobel a dr andere Taalsyten ÀÀnen usegfrĂ€sse, so dass s Boord unden a de Wiise vo Fiderisch entstanden isch, und wĂ€ge dĂ€m het au dr Arieschbach syn Graabe nodisno immer tĂŒĂŒfer chönne mache. Drum lyt s Dorf hĂŒt uf ere abheltige Terrasse, wo öppe hundert Meter höch ĂŒber dr Au stoot; d Dorfmiddi isch im obere Deil vom Schuttchegel, uf 900 Meter ĂŒber Meer.[4][5][6]

Dr Arieschbach isch es luunigs GwĂ€sser. Bi schlĂ€chtem WĂ€tter chunt vil Wasser vo de BÀÀrgen abe und rysst Felsen und DrĂ€ck mit. Dr PrĂ€ttiger Schifer und d MorÀÀne wĂ€rde vo der Erosioon agriffen und abtreit, und a de steile SytehĂ€ng rĂŒtscht dr Bode wenn s vil rÀÀgnet is Tobel abe.[7] Im Taal unde het’s mĂ€ngmol Überschwemmige ggĂ€, und d PrĂ€ttigerbaan cha denn nĂŒmme duure so wie anne 1987. Das isch nid nume fĂŒr d Fiderscher Au schlimm, sondern bis an Rhy abe, wil d Lankwart sövel Material dur d Chluus vĂŒregschwemt het, dass es bis wyt is Rhintl unde zu grosse Hochwasser cho isch und d Aue mĂ€ngsmol bis zum Bodesee use ĂŒberschwemmt worde sind. Im Bachbett vom Arieschbach het me drum e ganzi Reie vo starche Verbauige gmacht. Dr Bach und sis Tobel tĂŒend d Geografe, d Geolooge und Inscheniööre sid langem erforsche zum usefinde, wurum ass es immer wider zu höchem Wasser, MurgĂ€ng und RĂŒfene chunt, und was me drgĂ€ge cha mache. Dr Arieschbach isch eine vo de BĂ€rgbech, wo d UmwĂ€ltĂ€mter vo Kanton und Pund als Bischpiil beobachte. I dr höche PatjĂ€nia-RĂŒĂŒfi, wo fĂŒr d MaiesĂ€ss bi Valzigg und fĂŒr d HöibÀÀrgstrooss chönt gfÀÀrlech wĂ€rde, het me mit dr Technik vo dr Ingeniöörbiology dr steil Hang stabilisiert, und bim bsunders bööse WĂ€tter anne 2005 het dĂ€ Bode, wie me gmerkt het, de scho rĂ€cht guet ghept.

Under dr Brugg vo dr Straaligstroos, wo d Schlucht chly breiter wird und dr Bach weniger steil isch, stoot s «ChiiswĂ€rk Arieschbach». Es het dört sövel Grien im Bach, ass das WĂ€rch Chiis, Sand und Splitt fĂŒr s ganze PrĂ€tiggĂ€ cha lifere, öppen au fĂŒre Beton, wo me pruucht fĂŒr die grosse und wytume bekannte Brugge wie d SunnibÚÚrgbrugg und die vom Salginatobel.[8] D Stroomfirma SN Energie vo Sanggalle möcht zĂ€me mit dr Gmeind Fiderisch am Arieschbach es ChlychraftwĂ€rch boue; d KonzĂ€ssioon fĂŒr en nöji ChraftwĂ€rchgselschaft het d Gmeind im JĂ€nner 2016 scho bewiliget, jetz tuet dr Kanton s ProjĂ€kt aluege.[9]

Ume DorfchĂ€rn ume und de FĂ€ldstroosse noo, wo wie en StĂ€rn vo dr Dorfmiddi wĂ€glaufe, wĂ€rde zu de eltere verströite PuurehĂŒĂŒser und Stadel immer meh HĂŒĂŒser bout, und z usserscht usse am Waldrand isch d Baadi. Unden am Boord goot d Lankwart under de FlĂŒe vom Putzer SchtĂ€i dure. DĂ€ BĂ€rg isch us «PrĂ€tiger Flysch», und druff obe lyt s Dorf Putz, wo zu dr Gmeind LuzĂ€in ghört. Grad ĂŒber dr hööche Flue wisawi vo Fiderisch stoot d Burg Chaschtels, wo sid em Middelalter s obrikeitliche Herrschaftssimbol vom middlere PrĂ€ttigĂ€ gsi isch. I dr schmale Schlucht vo dr Lankwart zwĂŒsche Fiderisch und Putz sind d Böde Inner Äuli, Äuli und die grossi Au, wo vom Baanhof Fiderisch bis uf Jenaz abe goot. DĂ€ Streife Land, wo nĂ€be dr Lankwart d Kantonsstrooss, d Ysebaan und dr FluerwÀÀg drduur laufe, wird im kantonale AueninvĂ€ntaar ufgfĂŒert.

Ännet em Arieschtobel lyt uf em chlynere Deil vom alte Schuttchegel d Fiderscher Frakzioon Straalig under em Chobelwald. Si het hĂŒt öppe fĂŒfzg HĂŒĂŒser.[10] Zvorderscht vornen am Egg ĂŒber em Lankwarttobel und em Arieschbach stoot d Burg Straalegg, wo dr ganz Dorfdeil von ere dr Name het; das Dörfli isch vermuetlich im Middelalter us em Puurebetriib vo de BurglĂŒĂŒt entstande. Vo dr alte Burg stoot hĂŒt no d Ruyne vom grosse Durm und vom ehemolige Huus nĂ€bedra. Am BÀÀrg oben a Straalig liggen am alten AlpwÀÀg d MĂ€iesĂ€ss Ramaidels, Underraschitsch und Oberraschitsch.

Oben am Dorf Fiderisch isch zwĂŒsch em LĂšrchwald und em Oberwald s Piet vo de MĂ€iesĂ€ss, wo vo Versals bis is Val Maladersch ine goot. S Landschaftsbild am BĂ€rg zeigt es schöns, pflegts Mosaik mit Wiise und Weide, WaldstĂŒckli, grosse Böim, Stuude, PĂŒsch und Heeg, und es het e Schuppele HĂŒĂŒser und Stadel drzwĂŒsche verströit. Dr Diego Giovanoli het zĂ€me mit es par andernen Autoore es Buech drĂŒber gschribe. No wyter oben sind am BĂ€rgrĂŒgge d Alpe Larein und Nova, wo zum Bann vo dr Nochbergmeind Jenaz ghöre. Die Gmeind het drzue ane uf em Piet vo Fiderisch no d Jenazer Alp. Die BĂ€rgwiise wĂ€rde vo dr Alp- und Sennereignosseschaft Jenaz pruucht.[11] Au s Tschilfigger Dorf Peischt het am BĂ€rg vo Fiderisch Weide.

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en alti Luftfoti vo dr Fiderscher HöibÀÀrge; linggs isch d Malanser Alp

Zhinderscht im Taal vom Arieschbach chunt me i d Fiderscher HöibÀÀrge. Das isch es wyts guets Alp- und MÀÀdergebiet mit dr Malanser Alp drnĂ€be. E Deil vo dere stillen und eigete BĂ€rgwĂ€lt isch AllmĂ€inland. Vo Weschte gĂ€gen Oschte stoot e Chranz vo BÀÀrge drum ume mit de Gipfel und BĂ€rgrĂŒgge Hinderegg, Astserhöreli, Mattjisch Hore, Zenji, Chisteschtei, Glatt BĂ€rgji und Gyrespitz. D Middi vo dere grosse Landschaft, wo vo dr Höch Stelli i zwöi Piet deilt wird, isch öppen uf 2000 Meter obe. Ussen a dr Höch Stelli lyt d Malanser Alp mit em Malanser Wald undedra. Dr underscht Deil vo dĂ€m Wiisland am Malanser Bach isch s LangsilÀÀger; dĂ€ Name chunt vom alte Mundartwort Langsi, wo FrĂŒelig bedĂŒĂŒtet, wie me bim Schwiizerischen Idiotikon cha nochelĂ€se.[12] Zoberscht oben under em StrassbĂ€rger FĂŒrggli isch dr Malanser AugschtebÀÀrg, also das Piet wo me frĂŒener bi dr SĂŒmmerig z letscht mit em Veh no hii isch. Die FluernÀÀme erinnere ganz aschaulech dra, wie dr tradizionell Alpbetriib ggangen isch. No hĂŒt chöme d LĂŒĂŒt vo Malans im Rhintl unde öppe zu de AlpfĂ€scht uf ihri Alp bi de Fiderscher HöibÀÀrge.

Die nöji BĂ€rgstrooss vom Dorf id Hööchi ufe, wo d WĂ€gbougnosseschaft HöibÀÀrge drzue luegt, isch öppe zÀÀ Kilometer lĂ€ng und het vil Cheerine dur d Syten ufe. Im Winter cha si emool wĂ€ge Lawyne zue sy. NĂ€bedra gits no dr alt stotzig AlpwÀÀg, wo chĂŒrzer isch und dure LĂšrchwald uf Plattis, denn ĂŒbere Eggaschtei ob em Arieschtobel i d TĂŒĂŒrliwiis und dur Laflina zu de BĂ€rghĂŒĂŒser bi Arflina ine goot. Die beide CluunerseeĂš im Moor zoberscht am BĂ€rgbach sind schöni Ort, und me chunt mit WanderwÀÀg guet dört hii. Au ĂŒber Malanser Tarnutz het’s uf eme Bödeli e chlyses Seeli. Vo de BĂ€rgen und teil Seeli rĂŒnne Bechli dur Ruufen is Taal abe.[13][14] Über d LĂŒcke vo dr Arflinafurgge goot e BĂ€rgwÀÀg zum Faninpass derdur und uf Langwyys ĂŒbere, und vom StrassbĂ€rger FĂŒrggli chunt men im Fondei Ă€ne taaluus uf StrassbÀÀrg und SapĂŒĂŒn und taaly zum Durannapass, wo zwĂŒsche Guntersch und em Tschilfigg lyt. Über d Glattwang und d Hinderegg und bis zum Mattlischhorn goot e schöne GraatwÀÀg, wo ganz im Norde au bi de Glattwang-Seeli vrby chunt; die sind scho uf em Bode vo Jenaz.

S Mattjischhorn (oder Mattlischhorn), wo 2460 Meter hööch isch, und dr ChischteschtĂ€i mit 2473 Meter ĂŒber Meer sind die hööchschte BÀÀrge vo Fiderisch. Es sind d Höchine ganz im Oschte vo dere lĂ€nge BĂ€rgreie, wo zwĂŒschem undere PrĂ€ttigĂ€ und em Tschilfigg und em Churer Rhintl stoot und vo Chur bis zum Durannapass goot. Dr höchscht Gipfel i dere Chetti isch d Hochwang mit 2532 Meter zwĂŒsche de drĂŒĂŒ Gmeinde Arosa, Trimmis und FurnĂ€. Und wie me uf dene GĂŒpf guet id Wyti cha luege! Über Fiderisch und Ă€nnet am PrĂ€ttigĂ€ stönd d BĂ€rge vom RĂ€tikon, agfange bim Falknis und bis ĂŒbere zu dr Madrisa, und wyter ÀÀnen im Oschte isch s Silvrettagebirg; au dr Piz Buin gseht me no ĂŒber d Parsennfurgga ine. RĂ€chts drvo isch die zaggeti BĂ€rgchetti rund um s Tschilfigg ume, vo dr Wissfluo bis zu de Roothörner, und drĂŒber dĂŒre zeige sech d BĂ€rge vom Engadin. Im Weschte gseht me hinder Chur s Gebirg uf der Nordsyte vo dr Surselva und d Glarner Alpe mit em Tödi, und ĂŒber FurnĂ€ wyt im Nordweschte au es StĂŒck vo de Sanggaller Alpe.

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e Zeichnig vo dr Burgruyne Straalegg, vom Johann Rudolf Rahn anne 1892 gmoolet

S eltischte Geböide vo Fiderisch, d Burg Straalig, chunt us em 13. Joorhundert. HĂŒt stoot drvo no dr Durm und vo de andere HĂŒĂŒser no en Umfassigsmuur, wo dr Johann Rudolf Rahn im 19. Joorhundert abzeichnet het. Die Muur isch vo 2006 bis 2013 vom Burgeverein GraubĂŒnde gflickt worde; im Durm innen isch e Galery fĂŒr d SchnitzkunschtwÀÀrch und d Druck vom Marco Walli ygrichtet.[15]

S Dorf Fiderisch isch im ene DokumÀnt vo 1370 s erschte Mol gnÀnt. Es isch en Oort gsi vom Gricht Chaschtels, wo sech mit anderne am 8. Juni 1436, wo dr Graf vo Toggeburg gstorben isch, zum ZÀÀgrichtepund zÀmetoo het.

Im 14. Joorhundert sind d Walser vo Tavaas us is PrĂ€ttigĂ€ und au uf Fiderisch cho. Si hĂ€nd dr BĂ€rg wyt oben a Straalig pachtet und sich im Tarnuz nidergloo.[16] Vo de Walser i de PrĂ€ttiger Dörfer isch en entscheidende Bytrag cho, ass das Taal dĂŒĂŒtschsproochig worden isch.

1393 het sech fĂŒr d Fiderscher d GlĂ€geheit botte, die grossen Alpweide am Durannapass sĂ€lber z ĂŒbernÀÀ, wo si em frĂŒenere Grundherr, em Heinz von Sigberg, wo uf dr Burg Aspermont bi Jenins gsĂ€ssen isch, en grosse Deil vo dr Alp Duranna hinder em Chischtestei hĂ€nd chönnen abchaufe. D Schrift vo dĂ€m GschĂ€ft isch no doo, und si beschrypt d Laag vo dr Alp genau. Me vernimpt, ass au d Gunterscher scho vorhĂ€r es alts «ChessirĂ€cht» uf dr Alp, also e Sennerei gha hĂ€nd und jetz wĂ€ge dĂ€m Chouf statt em SigbĂ€rger de Fiderscher hĂ€nd mĂŒesse zeise. Anne 1475 isch es zum ene Alpstryt zwĂŒsche de beide Gmeinde cho, und es Schiidsgricht het drno d March nöi feschtgleit. Au i spötere Zyte sind d Gmeinde anenander groote, wie me i dr Alpgschicht vom Fiderscher Lehrer Hans Simmen gseht. Es muess am Ändi vom Middelalter gsi sy, ass me sech uf d GmeindgrĂ€nze geiniget het, so wie si bliben isch: D Alp «Fiderscher Duranna» lyt hĂŒt im Gmeindbann vo Guntersch. Vo Fiderisch us cha me Ă€ntwĂ€der dur Straalig dr stotzig WÀÀg ĂŒber Raschitsch oder dr alt AlpwaÀÀg ĂŒber PargĂŒtscha und dur d Rieder nÀÀ id d Duranna ĂŒbere, oder me goot dur d Alp Tarnuz. Dr ofiziel AlpwÀÀg und au die modĂ€rni Alpstrooss foot z ChĂŒblisch aa und goot ĂŒber Guntersch dört hii und au uf d Gunterscher Duranna. S erschte Mol isch öppis ufgschribe von ere AlphĂŒtte uf Duranna im Joor 1609. I dr Middi zwĂŒschem UndersĂ€ss und em ObersĂ€ss isch dr Platz Uf em alte Stafel, wo vermuetlech frĂŒener en AlphĂŒtte gsi isch, und dr Wald undedra isch dr Fiderscher Alpwald. Anne 1656 hĂ€nd d Fiderscher nöji SchÀÀrme uf dr Alp ygrichtet. Wo 1835 d HĂŒtte vom UndersĂ€ss abeprönnt isch, sind bis zum ĂŒbernöchschte Alpsummer zwoo nöji HĂŒtte bout worde; eini isch gly drufabe von ere Laui wider ygrisse worde, und es isch denn obedra es ÄÀbehöch hicho; im schwĂ€re Lawinewinter 1951 het dr Schnee das Sennhuus und e Deil vo de SchÀÀrme wider kabut gmacht. Vo 1876 isch s jĂŒngere Huus und vo 1943 die modĂ€rni AlphĂŒtte uf em Duranner ObersĂ€ss.[17]

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d Fiderscher Chile

1461 isch d Chilche z Fiderisch oben am Dorf bim Wald zue im spootgotische Styl bout worde. Im Gmeindarchyv lyt d Urkunde vom 28. Juni 1461, wo seit, dr Johannes, e Vikar vom Bischof vo Chur, em Ortlieb vo Brandis, sig uf Fiderisch cho und heig d AltÀÀr i dr nöie Chilche uf d NÀÀme vo de Chilepatroon Gallus, Maria, Baschtian, Fabian und Chlaus gweit. Scho vorhĂ€r isch a dĂ€m Platz e Gallus-Chappele gstande, wo drvo no dr alt Durm stoot. Uf eme Wandbild vom 15. Joorhundert i dr Chilche isch dr heilig Gallus z gseh. Sid öppe 1530 sind d Fiderscher refermiert. 1749 het d Chilche s erschte Durmzyt ĂŒbercho, wie dr Pfarrer Johannes Gujan denn is alte Fiderscher Chilchebuech gschribe het. Rund um d Chilche isch dr Dorffridhoof. D Chilchegmeind Fiderisch ghört zum Kollokwium IX vo dr Evangelisch-refermierte Landeschilche vom BĂŒndnerland. I dr Dorfchilche sind farbegi Wappeschyybe us dr Bouzyt gsi, wo me im 19. Joorhundert em RĂ€tische Museum z Chur verchauft het. Die einti Schyybe zeigt s Wappe vom Bischof Ortlieb vo Brandis, und die anderi mit em Schteibock das vo dr Fiderscher Familie ValĂ€r, wo vom Middelalter bis im 17. Joorhundert im Dorf es Huus und e Deil vom Baad im Tobel und no anderi GĂŒeter, e Zyt lang schynts sogar d Burg Straalig gha het.[18]

FrĂŒener het me d Strooss im Tal nid dr wilde Lankwart no pout, dr WÀÀg isch vo ChĂŒblisch es StĂŒck dure Gmeindbann vo LuzĂ€in uf Straalig und Fiderisch und s Tal uus uf Jenaz ggange. 1780 isch d Brugg vo dĂ€m alte PrĂ€ttiger WÀÀg im Arieschtobel nöi bout worde. Bi ChĂŒblisch het die Stross en intrĂ€ssanti alti Betonbrugg ĂŒber d Lankwart, wo d Marietta Kobald im ene Artikel ufzeigt het, wie wĂ€rtvoll das MonumĂ€nt vo dr Technikgschicht isch.

Öppe sid em 17. Joorhundert isch i dr Au unden e MĂŒli gstande. Us dere Zyt könnt me d NÀÀme vo de MĂŒller Peter Truogg und Martin Conrad vo Fiderisch. D AumĂŒli isch bis is 19. Joorhundert dokumĂ€ntiert, und em Hans Simmen verdanke mer au en Pricht ĂŒber d Gschicht vo dere Yrichtig.[19]

1889 isch die erschte Linie vo dr RÀÀtische Baan uufggange; das isch d Verbindig vo Landquart durs PrĂ€ttigĂ€ uf Tavaas gsi. Bout het d PrĂ€ttigerbaan die privati Gselschaft Schmalspurbahn Landquart–Davos AG, wo uf d Iniziatyve vom HollĂ€nder Willem Jan Holsboer vo Tavaas entstanden isch. D PrĂ€ttiger Gmeinde hĂ€nd sech a dĂ€m UndernÀÀme beteiliget, wo druus anne 1895 die RÀÀtisch Baan worden isch. So het Fiderisch dank em Frömdevercheer vo Tavaas scho bsunders frĂŒech au en eigete Baanhof ĂŒbercho. Das Huus im Chaletstil, wo drby im nöie Fahrplan nume no wenig ZĂŒĂŒg halte, ghört zu dene BĂŒndner Baanhofgeböid us dr GrĂŒndigszyt, wo am beschte dr ursprĂŒnglech Zuestand no erhalte isch.

Die RÀÀtisch Baan dĂ€nkt drĂŒber noo, bi Fiderisch d Gleis in es DunĂ€ll z verlegge; das wĂ€r s gröschte nöie BouprojĂ€kt vo dr Baan im BĂŒndnerland.[20][21]

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s Baad Fiderisch am Arieschbach, vo linggs chunt s Raschitschertobel; obedra isch dr Baadwald und drĂŒber gseht me dr Spitz vom Mattlisch Horn
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s Fiderscher Wasser

1464 ghöört me s erschte Mol öppis vom Fiderscher Baad, wo fasch föifhundert Joor lang gstanden isch und wo zytewys s wichtigschte HĂ€ilbaad vom BĂŒndnerland gsi sig.[22][23] 1497 het dr Heinrich Mathis vo SchiĂ€rsch s Baad gleitet. E gueti Zyt het s Baad under em BaadmĂ€ischter Johann Luzi Donau gha, wo s anne 1817 gchauft het. S Raschitscherwasser het aber e Deil vo de HĂŒĂŒser im Joor 1825 furtgrisse. Me het alles wider gflickt, und es het denn e Trinkhallen und es ChĂ€ppeli im Badgarte gha. Es sind vil und au ganz bekanti LĂŒĂŒt i das Talbaad cho, öppe dr Conrad Gessner, dr Jörg Jenatsch, dr Simon Bavier und d Johanna Spyri, und au LĂŒĂŒt us em Ussland. Me het drĂŒĂŒ Kwelle mit Mineralwasser gfunde, wo us em Schiferfelse uselaufe. S Wasser us dr obere Kwelle hinder em Baad het me au zum Trinke pruucht. Im 20. Joorhundert isch d Zyt au fĂŒrs Baad am Arieschbach schwirig worde, und anne 1939 het me s zuetoo; nach em Zwöite WĂ€ltchrieg isch d Baadgselschaft vo dr BĂŒndner Kantonalbank likwidiert worde. Dr Peter Lietha vo Straalig het d Ligeschaft mit emene Partner gchauft, s Mobiliar isch wĂ€ggcho, und vom Lietha het denn d Gmeind s Baad ĂŒbernoo. Es het sech aber zeigt, ass doch kei Baadbetriib me möglech isch, und drno me het d HĂŒĂŒser id Luft gjagt. Im 1967i het e RĂŒĂŒfi d Ruyne vom Baad furtgrisse, so dass me nĂŒt me drvo gseht.[24] Die alte Schrifte us em Archyv vo dr Baadgselschaft vom nĂŒnzÀÀte und em Afang vom zwĂ€nzigschte Joorhundert wĂ€rde hĂŒt im BĂŒndner Staatsarchyv ufbewahrt; me list drin öppis vo de Baadpsitzer, vo de Kurgescht, vom FidĂ€rscher Mineralwasser[25] und au vo de Liferante us dr Region. Sogar dr Vertrag vom 21. DezĂ€mber 1567 git’s no, wo d Gmeind FidĂ€risch em BadmĂ€ischter Walther DĂ€scher erloupt het, Holz us em Bannwald z nÀÀ und s Veh uf d Alp z trybe, wenn er drfĂŒĂŒr d LĂŒĂŒt vo Fiderisch gĂŒnschtig loot lo baade; no hĂŒt heisst dr BĂ€rg zwĂŒschem Arieschbach und am Raschitscherbach Badwald.[26]

S Wappezeiche vo Fiderisch zeigt en Adler, wo e “rooti Bewehrig” het, wie d Heraldiker sĂ€ge. Dr Vogel isch blau gmoolet vor em guldige Hindergrund, das sind die tradizionelle Farbe vom ZĂ€grichtepund gsi. S Adlerwappe chunt schynts scho uf ere Fiderscher Sigelpetschaft us em 18. Joorhundert vor.

Im Middelalter het s PrĂ€ttigĂ€ no zum Piet ghört, wo me Romanisch gredt het. S Dorf Fiderisch het i dere Sprooch Fadrein gheisse; vo welem Wort dĂ€ Naamen am Afang cho isch, wĂŒsse d Nameforscher nit gnau. Die dĂŒĂŒtschsproochige Walser sind wie gseit bi Fiderisch s erschte Mol 1389 uf Tarnuz erwÀÀnt. Ofebar isch scho im 15. Jaarhundert, also nach es bar Generazioone, ganz Fiderisch under em Yfluss vo de Walser germanisiert gsi und me het nume no die walserdĂŒĂŒtschi Ortsmundart gredt.[27] Aber no hĂŒtt bruucht me im Dorf vil alti FluernÀÀme us em Middelalter, wo me no ghört, ass si us dr romanische Zyt chöme so wie jo au dr Name vom Dorf sĂ€lber.

Fiderscher Bischpiil fĂŒr so uralti romanischi Landschaftswörter sind: Raschitsch, Caschnaus, Parmartsch, Versals, Fataunis, Runggalia, Travischina, PardĂ€tsch, Prafieb, Cadieris, Clun, Padels, Val Maladersch und SchanĂ€nn.[28][29] Alli FluernĂ€me vo Fiderisch sind i dr Lischte vom ProjĂ€kt ortsnamen.ch zĂ€megstelt, wo men im Internet cha nochelĂ€se.[30]

D Gmeindverwaltig seit uf irere Website, z Fiderisch lĂ€be grad öppe 600 Persoone.[31] Bi dr VolchszÀÀlig vo anne 1850 sind 460 LĂŒĂŒt i dr Gmeind gsi, anne 1910 denn nume no 354, und sider het d Zaal vo de Ywooner im lĂ€nge Schnitt wider zuegnoo bis hĂŒt.

Die alte FamilienÀÀme vo de Fiderscher GschlĂ€chter chame in ere andere Schrift vom Hans Simmen vo anne 1952 aluege. Bsunders hĂŒffig chöme i dere Lischte d NÀÀme vo de BĂŒrgerfamilene Gujan, Auer, Walli, Boner, Janett und Niggli vor. Dr Simmen schrypt au, es heig scho zu sĂ€ber Zyt meh Bysasse als FidĂ€rscher DorfbĂŒrger gha.[32]

Dr grösser Deil vo de LĂŒĂŒt im Dorf, meh als achzg ProzĂ€nt, isch refermiert. Sid em Bou vo dr PrĂ€ttigerbaan sind wĂ€ge de ArbetsplĂ€tz im Turismus und im GwĂ€rb meh und meh Katolike is Taal cho. Zerscht sind si dr katolische Pfarrei Zizers agschlose gsi, wo anne 1900 d Josef- und Fidelis-Chilche z Pardisla bout het. 1963 isch d Pfarrei Heilige Josef / Heilige Brueder Chlaus Vorder- und MiddelprĂ€ttigau grĂŒndet worde, wo au d Fiderscher Katolike drzue ghöre; 1965 het die Pfarrei no d Brueder-Chlause-Chilche z SchiĂ€rsch bout.[33]

Im Dorf wohne öppe sibe ProzÀnt UsslÀnder.

Es bar Persoone vo Fiderisch:

Fiderisch het en Ywonergmeind und e BĂŒrgergmeind. FĂŒr d Schuel het d Ywoonergmeind anne 2013 zĂ€me mit FurnĂ€, Jenaz und SchiĂ€rsch en Schuelverband bildet. En Chindergarte het’s in alne Dörfer ussert z FurnĂ€, d PrimarschĂŒeler gönd i alne Gmeinde i die eigete SchuelhĂŒĂŒser, d Sek und d Realschuel sind dĂ€nn z SchiĂ€rsch und im FĂ€ld z Pragg-Jenaz. Dr Chindergarte vo Fiderisch isch a dr HöibÀÀrgstrooss, s Schuelhuus a dr Dorfstrooss.[39]

Was die politische VerhĂ€ltniss agoot, cha me luege, wie s bi de Ă€ignössische Waale anne 2015 usgseh het; dört sind öppe 32 ProzĂ€nt fĂŒr d SVP, öppe 18 ProzĂ€nt fĂŒr d FDP, öppe 17 ProzĂ€nt fĂŒr d BDP uund fĂŒfzĂ€nehalb ProzĂ€nt fĂŒr d SP gsi.

Dr Wald tuet d Gmeind Fiderisch nĂŒmme sĂ€lber bewirtschafte. Si isch bim 2016 im hindere PrĂ€ttigĂ€ grĂŒndete Gmeindverband Forschtbetriib Madrisa drby, wo au Guntersch, ChĂŒblisch, LuzĂ€in und Chlooschters-Sernöis derzue ghöre. Die Organisazioon isch z ChĂŒblisch dehei; si luegt im Uuftrag vo de Gmeinde fĂŒrs Holze, und si bout d Waldstroosse und d Bachspeerine.

D Arbet und d Ornig uf dr AllmĂ€nd und de BĂ€rgmatten isch Sach vo der Alpgnosseschaft Fiderisch. Si isch drfĂŒr dr Gmeind, wo dr Bode ghört, verantwortlich. Die beide Parteie hĂ€nd wĂ€gedĂ€m en Alpvertrag gmacht, wo fĂŒr d Alpe Duranna, Fondei, Tarnutz und Steiner gilt. Was men uf em öffentleche und private Land im Gmeindbann darf machen und was nit, wo me dure darf und wenn d Matte gspeert sind, wie me muess haage und wie me s Gmeindwasser cha bruuche, das als stoot im bsundere Fluergsetz vo dr Gmeind.

Bim Wasser zeigt sech wider, wie dr Arieschbach dr Gmeindbann verschnydet. Fiderisch het zwöi Wassernetz uf de beide Syte vom Tobel. Bim Dorf sind d Wasserreservoir im Rözawald und bi Runinieb und s dritten isch ob Straalig mit ere eigete Kwellfassig. FĂŒr s Abwasser macht d Gmeind bi zwe ZwĂ€ckverbĂ€nd mit: em Abwasserverband Vorders PrĂ€ttigĂ€ und em Abwasserverband MiddelprĂ€ttigĂ€. S Abwasser vo Straalig goot id d KlĂ€raalag grad undedra bi Dalvazza, das vom Dorf Ă€nnet em Tobel goot s Taal uus zu dr ARA vom Vodere PrĂ€ttigĂ€ bi Seewis.

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s Plantahuus
  • d Ruyne vo dr Burg Straalegg, wo dr Marco Walli nöi ygrichtet het[40]
  • s Huus vo Planta vo 1566
  • s Huus Gujan
  • die refermierti Chilche
  • s Huus ValĂ€r us em 17. Joorhundert[41]
  • s TĂŒrmlihuus
  • dr Baanhof

Kultur und Organisazioone

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  • d Stiftig Chinderhuus Straalig[42]
  • dr Schy- und Sportklub Fiderisch, grĂŒndet 1942 und nomol 1963[43]
  • d Alpgnosseschaft Fiderisch
  • die Landwirtschaftlichi Konsumgnosseschaft, wo dr VOLG-Lade het[44]
  • d WĂ€gbougnosseschaft HöibĂ€rge
  • dr VerĂ€in Pro HeubĂ€rg

Wirtschaft und Frömdevercheer

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Z Fiderisch gĂ€nd d Landwirtschaft mit em Alpbetriib und dr Turismus vil z tue. Es het no fasch zwĂ€nzg Puurebetriib im Dorf. I dr jĂŒngere Zyt tuet dr nöi PrĂ€ttiger Puureverband d Struktur vo dr Landwirtschaft mit gstalte. Ussert de Alpe Tarnutz und Duranna bruuche d Fiderscher au d Alp Steiner ob Langwys im Fondei; vo Fiderisch chunt me ĂŒber d Duranna oder ĂŒbers StraassbĂ€rger FĂŒrggli dörthi.[45] 1939 sind d Milchgnosseschaft und d Schoofzuchtgnosseschaft vo Fiderisch grĂŒndet worde.

Im Taalboden unde isch d GwĂ€rbzone Sand/Rauber vo Fiderisch und Jenaz, wo d «Standortförderig Induschtry» vom Kanton GraubĂŒnde aktyv WĂ€rbig macht drfĂŒr. Anne 2002 isch s SpanplattewĂ€rch zueggange, wo zerscht mit Holz vom aprochene Fiderscher Baad bout worden isch; dank dere Fabrigg hĂ€nd z Fiderisch und au z Jenaz meh LĂŒĂŒt i dr Induschtry gschaffet als i anderne PrĂ€ttiger Gmeinde.[46][47] S GwĂ€rbverzeichnis vo dr Gmeind isch e Lischte mit fasch drĂŒĂŒ Dotze UndernÀÀme.[48]

Uf den Alpen oben isch 1932 s BĂ€rghuus HöibÀÀrge bout worde; es isch e HĂŒtte vom SAC gsi. 1935 het s BĂ€rghuus Arflina uuftoo, wo me 1979 nöi gmacht hat. D HöibĂ€rge sind zum Schyfahre und fĂŒr Schy- und Schneeschuetuure bekant und anne 1957 het me s erscht mol mit eme Schylift uf e BĂ€rg chönne; i de 1960er Joore het’s au en Schylift vo dr andere Syte hÀÀr, vo Barga im Fondei uf s StrassbĂ€rger FĂŒrggli ggĂ€; s HĂŒĂŒsli bi dr ehemolige BĂ€rgstazioon isch hĂŒt e SchĂ€rme fĂŒr d Wanderer, wenn s WĂ€tter umschloot. En Atrakzioon vom Wintersport isch die zwölf Kilometer lĂ€ngi Schlittelbaan vo Arflina bis is Taal abe, wo als dr lengscht SchlittelwÀÀg vo dr Schwiiz gilt.[49] D HöibÀÀrgstrooss isch zytewys fĂŒr e Privatvercheer zue, und im Summer chame druff mit Trottinett is Dorf abe fahre. FĂŒr d Psuecher het d Höibeerg AG BĂŒss, wo vom Parkplatz im Taal id Höchi ufe fahre, und si luegt fĂŒrs Schlittle und d Trotti.

Am Ändi vom 20. Joorhundert het’s PlÀÀn ggĂ€ zum s Schygebiet vo Parsenn z vergrössere und e nöji SĂ€ilbaan vo Fiderisch Stazioon is Fondei z boue. Me hĂ€tt ghofft, esoo en Deil vo de Gescht scho ĂŒber Fiderisch i s Schygebiet vo Parsenn chöne bringe, zum d Vercheersprobleem deet z lööse. S Naturschutzpiet uf Duranna und im Fondei, wo als Riet vo nazionaler BedĂŒĂŒtig gilt, wÀÀr do drby vrĂ€nderet worde, und drum het’s Ysprooche vom SAC, vo dr Pro Natura und em WWF ggĂ€, und vil LĂŒĂŒt us dr GĂ€gend hĂ€nd sech mit ere Petizioon fĂŒr die schöni Landschaft gweert. Drno het s BĂŒndner Verwaltigsgricht entschide, ass us dĂ€m Plaan nĂŒĂŒt wĂ€rdi.[50]

Am BÀÀrg obe und bim Dorf und bi Straalig sind WanderwÀÀg marggiert, wo vo dr Gruppe @tfidrisch pflĂ€gt wĂ€rde, und es git e Mountainbike-Ruute, wo em Glattwang no, dur Tarnutz und Duranna goot. Vil Joor lang isch die spektakulÀÀri Abfahrt vom BĂ€rgrönne Swiss Bike Masters vo Parsenn dur d Duranna und Tarnuz is Taal abe ggange. 2012 het dĂ€ gross Bike-Event, wo frĂŒener grosse internazionale Erfolg und meh als viertuusig DeilnÀÀmer gha het und fĂŒrs Schwiizer Langstrecke-Rönnprogramm vom IXS-Swiss-Bike-Classic zelt het, s letschte Mol stattgfunde.[51] D Gmeind Fiderisch het ghulfe d Abfahrtsstrecki guet zwÀÀg zmache.

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es alts Bild vom Fiderscher Baanhof, us dr Samlig vo dr Stiftig SBB historic

Ab dr PrĂ€ttiger Nazionalstroos Nummere 28 chunt me vo dr ChrĂŒĂŒzig bim Baanhof i dr Au der Stutz bim Schelmerain z duruff oder vo ChĂŒblisch uff dr alte Strooss dur d Straalig uf Fiderisch. D Fiderscher Stazioon vo dr RĂ€tische Baan us em 1889i isch ganz im Noorde vom Gmeindbann a dr Landquart unde. Vo dr Stazioon goot au no dr alt FuesswÀÀg s «Boord» uf und ĂŒber s FĂ€ld grad uf Fiderisch; das sind öppen anderthalb Kilometer.

We mer mit em Bus uf Fiderisch wott, muess me mit de RÀtische bis SchiÀrsch faare und deet is Poschtauto umstyge.

Öppis vo dr modĂ€rne technische Infrastruktur isch die grossi StroomlĂ€itig vo dr repower, wo ĂŒber s Fiderscher GrossfĂ€ld lauft. I dr Au wird drvo Stroom fĂŒrs UnderwĂ€rch bim Baanhof Fiderisch und bi dr GwĂ€rbzone gnoo.

und no öppis Psunderigs

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E feini Sach isch d Fiderschertuurte, wo me derfĂŒĂŒr tradizionell zur Houptsach MÀÀl, Eier, HaselnĂŒss und Himbeerigumpfi pruucht. Si stoot scho im Buech «Koch-Rezepte bĂŒndnerischer Frauen», wo d BĂŒndner Sekzioon vom Schwiizerische GmeinnĂŒtzige FroueverĂ€in anne 1905 z Chur useggĂ€ het.[52] Die Tuurte, wo dr Beck Gujan im Dorf macht, isch i die nazionali Lischte vom «Kulinarische Eerb vo dr Schwiiz» ufgnoo worde![53] S RezĂ€pt vo hĂŒtt sig es Gheimnis, list me i dr Reportaasch vo dr Straaliger Jurnalischtin zum hundertjeerige Jubileeum vo dr Beckerei.

  • Otto Clavuot:Fideris.. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
  • Ferdinand Sprecher: Die Pfarrerfamilie Gujan. In: BĂŒndnerisches Monatsblatt: Zeitschrift fĂŒr bĂŒndnerische Geschichte, Landes- und Volkskunde, 1934, S. 289–304, 321–342.
  • Hans Simmen: Aus der Geschichte der Familie ValĂ€r. In: BĂŒndnerisches Monatsblatt: Zeitschrift fĂŒr bĂŒndnerische Geschichte, Landes- und Volkskunde, 1997, S. 415–431.
  • F. Jecklin, R. A. NĂŒscheler: Die GlasgemĂ€lde aus der Kirche von Fideris. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von GraubĂŒnden, 29, 1899, S. 41–51.
  • Hans Simmen: Stammbaum der Beeli von Belfort in Fideris. In: BĂŒndner Monatsblatt: Zeitschrift fĂŒr bĂŒndnerische Geschichte, Landes- und Volkskunde, 1996, S. 140–142.
  • Hans Simmen: Bad Fideris. In: BĂŒndner Kalender, 145, 1986, S. 35–47.
  • Hans Simmen: Flurnamen der Gemeinde Fideris. Die Sammlung des RĂ€tischen Namenbuches ergĂ€nzt, entsprechend unserem Dialekt aufgeschrieben und in der Karte eingetragen. Fideris 1992.
  • Hans Simmen: Die Kirche von Fideris. Geschichte und Baugeschichte. 1958.
  • Diego Giovanoli (u.a.): Die MaiensĂ€sse auf dem Gemeindegebiete von Fideris mit einem Beitrag zum Heuberg von Fideris und Jenaz. Chur 1992.
  • Regionaler! Richtplan PrĂ€ttigau, Siedlung und Ausstattung. Chur 2012.
  • Monika Martin (u.a.): Projektbericht LandschaftsqualitĂ€t PrĂ€ttigau. Basel ZĂŒrich 2016.
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Commons: Fideris– Sammlig vo Multimediadateie
  1. ↑ StĂ€ndige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2022. Bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2022 zusammengefasst. Abruf am 5. September 2023
  2. ↑ Litzisiite bim Schwiizerischen Idiotikon
  3. ↑ Gemeinde in Zahlen uf fideris.ch
  4. ↑ Peter Zwahlen: Geologische Karte des QuartĂ€rs im PrĂ€ttigau (GraubĂŒnden, Schweiz). In: Geografica Helvetica 63, 2008, S. 193–205, S. 198.
  5. ↑ F. Kobler: Die spĂ€teiszeitlichen GletscherstĂ€nde im PrĂ€ttigau. In: Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft GraubĂŒnden, 107, 1994, S. 45–128.
  6. ↑ O. Keller, E. Krayss: Zur letzteiszeitlichen Vergletscherung im PrĂ€ttigau. In: Berichte der St. Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft, 91, 2008, S. 55–75.
  7. ↑ Karl Böhi: Die Verschotterung des Rheines oberhalb des Bodensees: Die BĂŒndner WildbĂ€che, ihre Verbauung und deren Finanzierung. In: Schweizerische Bauzeitungm 1943, S. 122–439.
  8. ↑ Website vom ChiiswĂ€rk Arieschbach
  9. ↑ Kleinwasserkraftprojekt am Arieschbach in Fideris uf snenergie.ch
  10. ↑ zu Straalig uf fideris.ch
  11. ↑ Informazioone vo dr Gmeind Jenaz ĂŒber s AlpwÀÀse uf jenaz.ch
  12. ↑ Christoph Landolt: Uustag, Huustage & Langsi, Lanzig, 2012, uf idiotikon.ch
  13. ↑ Informazioone zum undere Clunersee uf schweizersee.ch
  14. ↑ Informazioone zum obere Clunersee uf schweizersee.ch
  15. ↑ d Burg Straalig uf praettigau.info
  16. ↑ Lorenz Joos: Die Walserwanderungen vom 13. bis 16. Jahrhundert und ihre Siedlungsgebiete, Einzelhöfe und Niederlassung in schon bestehenden romanischen Siedlungen gegen Ende des 15. Jahrhunderts auf dem Gebiet von GraubĂŒnden, St. Gallen und Liechtenstein. In: Zeitschrift fĂŒr Schweizerische Geschichte», 26, 1946, S. 289–344.
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  18. ↑ F. Jecklin, R. A. NĂŒscheler: Die GlasgemĂ€lde aus der Kirche von Fideris. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von GraubĂŒnden, 29, 1899, S. 47.
  19. ↑ Alfred Götz: Genealogische Geschichte der Familie Gritti von St. Antönien. Die Geschichte einer MĂŒllersfamilie, vom MĂŒller bis zum Hotelier. 2017. ISBN 978-3743136700, S. 91.
  20. ↑ Stefanie HablĂŒtzel: Die RhĂ€tische Bahn reicht beim Bund elf Projekte ein, 1. April 2016, uf srf.ch
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  22. ↑ Hans Simmen: Bad Fideris. In: BĂŒndner Kalender. 145, 1986, S. 35–47.
  23. ↑ Johann Anton Kaiser: Die Mineralquellen zu St. Moritz, Schuls, Tarasp, Fideris, St. Bernhardin, Peiden, Vals und Belvedere. 1826.
  24. ↑ Christian Gillardon-Beck: Die letzten Tage Bad Fideris, 1952, uf fideris.ch
  25. ↑ G. Nussberger, H. His: Neue Analysen bĂŒndnerischer Mineralquellen. In: Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft GraubĂŒnden, 54, 1912–1913, S. 46–66. Zum FidĂ€rscher Wasser: S. 56–59.
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  28. ↑ Hans Simmen-Hartmann: Flurnamen der Gemeinde Fideris. Fideris 1992.
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  30. ↑ ortsnamen.ch, Kanton GraubĂŒnden, Gemeinde Fideris uf ortsnamen.ch
  31. ↑ Gemeinde in Zahlen uf fideris.ch
  32. ↑ Überblick ĂŒber die Bevölkerung von Fideris uf fideris.ch
  33. ↑ Geschichte uf dr Website vo dr katolische Pfarrei Vorder- und MiddelprĂ€ttigau (kath-vmp.ch)
  34. ↑ Zum Andenken an Peter Ulrich Gujan. Bischofberger & Hotzenköcherle, Chur 1916.
  35. ↑ Karin Marti-Weissenbach:Lucius Pol.. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
  36. ↑ Holger Finze-Michaelsen: Pioniergeist im PrĂ€ttigau. Luzius Pol 1754-1828. 2004.
  37. ↑ Christian Gillardon: Das Inventar des Podestaten Conrad Janett von Fideris. In: BĂŒndner Monatsblatt, 1951.
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  41. ↑ ehemaliges Haus ValĂ€r uf graubuendenkultur.ch
  42. ↑ d Stiftig Chinderhuus Straalig
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  45. ↑ Alpwirtschaftliches aus der Gemeinde Fideris uf fideris.ch
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  47. ↑ Spanplattenwerk Fideris wird geschlossen. uf nzz.ch, 11 April 2002
  48. ↑ Gewerbeverzeichnis uf fideris.ch
  49. ↑ 12 km Schlittelgenuss – Der lĂ€ngste Schlitterweg der Schweiz uf heuberge.ch
  50. ↑ Fall Fondei und die Moorlandschaft Duranna uf verbandsbeschwerde.ch
  51. ↑ Kapitulation im PrĂ€ttigau: Swiss Bike Masters eingestellt uf suedostschweiz.ch
  52. ↑ Silke Margherita Redolfi: KochkĂŒnste zu Papier gebracht. Über KochbĂŒcher und Rezepte von BĂŒndnerinnen. In: BĂŒndner Kalender, 2008, S. 78–85.
  53. ↑ e Websyte zue dr Fiderschertuurte uf patrimoineculinaire.ch
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