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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Zandt (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten
Koordinaten: 49°9′N, 12°43′O49.15390312.724973472Koordinaten: 49°9′N, 12°43′O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 472m ü.NHN
Fläche: 21,61km²
Einwohner: 2057(31.Dez.2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 95Einwohner je km²
Postleitzahl: 93499
Vorwahl: 09944
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09372177
Gemeindegliederung: 29 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
93499 Zandt
Website: www.gemeinde-zandt.de
Erster Bürgermeister: Hans-Jürgen Laumer(Freie Wähler, Ortsverband Zandt)
Lage der Gemeinde Zandt im Landkreis Cham
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Karte
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Der Rathausplatz mit dem Rathaus
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Die Filialkirche Mariä Himmelfahrt

Zandt ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern.

Geografische Lage

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Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Regensburg. Schwandorf, Regen, Straubing-Bogen, Regensburg und Pilsen (CZ) sind angrenzende Landkreise.

Gemeindegliederung

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Es gibt 29 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Grub, Harrling, Wolfersdorf und Zandt.

In einer Urkunde des Klosters Reichenbach aus dem Jahr 1122 erscheint der Ort als „Zande“. Es kann mittelhochdeutsch zant zugrunde liegen, das auf eine zahnförmige Geländeform (Kellerberg?) hinweist. Möglich ist aber auch ein vorrömischer Gewässername mit -nd-Ableitung unbekannter Bedeutung.[4] Seit dem 11. beziehungsweise 12. Jahrhundert lassen sich Wolfersdorf und Harrling urkundlich nachweisen.[5]

Zandt war schon im 13. Jahrhundert Sitz des Ministerialengeschlechts Liebenau, das auf der gleichnamigen Wasserburg ansässig war. Im Jahr 1382 empfingen Johann Sattelboger und sein Vetter Friedruch die Hofmark „ze Sant“ vom Hochstift Regensburg zum Lehen. Später war der Ort Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Zandt war und die zuletzt den Freiherren von Gleißenthal gehörte.[6]

Aus dem Jahr 1527 stammt Nachricht über ein gemauertes Schloss, eine Kapelle, eine Taferne, eine Schmiede und ein Backhaus.[7] Kirchlich gehörte Zandt zum 7 km südöstlich gelegenen Moosbach; ein erster Schlosskaplan ist 1695 nachgewiesen.[8]

Im Jahre 1818 entstanden mit dem zweiten Gemeindeedikt die Gemeinden Zandt, Harrling und Wolfersdorf.

Das Schloss in Zandt dient seit 1949 als Alten- und Pflegewohnheim, das vom Bayerischen Roten Kreuz betrieben wird.

Eingemeindungen

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Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 die Gemeinden Harrling und Wolfersdorf eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam ein Teil der aufgelösten Gemeinde Grub hinzu.[9] Die 1978 eingegangene Verwaltungsgemeinschaft mit Miltach wurde 1998 aufgelöst.

Einwohnerentwicklung

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Zwischen 1987 und 2020 wuchs die Gemeinde von 1578 auf 2031 um 28,7%.

  • 1961: 1324 Einwohner
  • 1970: 1380 Einwohner
  • 1987: 1578 Einwohner
  • 1991: 1732 Einwohner
  • 1995: 1776 Einwohner
  • 2000: 1847 Einwohner
  • 2005: 1861 Einwohner
  • 2010: 1848 Einwohner
  • 2015: 1864 Einwohner
  • 2020: 2031 Einwohner
  • 2022: 2084 Einwohner[10]

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Hans-Jürgen Laumer (Freie Wähler Zandt); bei einer Wahlbeteiligung von 65,6% erhielt er 90,9% der gültigen Stimmen. Er wurde 2026 mit 83,3% der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

Laumers Vorgänger war seit 1. Mai 1984 Ludwig Klement (CSU/Freie Wählergemeinschaft), der sechs Wahlperioden (36 Jahre) die Gemeinde leitete.

Die Wahlen vom 16. März 2014, vom 15. März 2020 und vom 8. März 2026 brachten folgende Ergebnisse:[11][12]

Partei/Liste Anteil 2026 Sitze 2026 Anteil 2020 Sitze 2020 Sitze 2014
CSU-FWG 17,5% 2 18,93% 2 3
Freie Wähler Zandt 33,2% 5 37,90% 5 4
Wählergemeinschaft Harrling und Umgebung 25,2% 4 27,96% 3 3
Wählergemeinschaft Wolfersdorf und Umgebung 13,2% 2 15,22% 2 2
Junge Wähler Zandt 10,6% 1
Gesamt 100,00% 14 100,00% 12 12
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Blasonierung: „In Rot auf grünem Dreiberg das silberne Schloss Zandt, im rechten oberen Eck ein schwarzes Schildchen, darin ein silberner rechter Kantenbalken.“[13]
Wappenbegründung: Das silberne Schloss ist das Zandter Schloss, das noch heute das Ortsbild beherrscht, das auch im Wappen zum Ausdruck kommt. Schon im 13. Jahrhundert nannte sich ein Ministerialengeschlecht nach Zandt. 1382 vergab das Hochstift Regensburg die Hofmark Zandt an die Sattelboger als Lehen; diesen folgten verschiedene weitere Besitzer. Das schwarze Schildchen mit den silbernen Kantenbalken zeigt das Familienwappen der Herren von Gleißenthal aus Windischeschenbach, die über den langen Zeitraum von 1536 bis 1851 Inhaber von Zandt waren. Die Tingierung Silber und Rot leitet sich von den Farben des Hochstifts Regensburg her. Der grüne Dreiberg im Schildfuß verweist auf die Lage der Gemeinde im Bayerischen Wald.

Das Wappen wurde am 12. August 1982 genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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  • Schloss Zandt, ursprünglich 13. Jahrhundert, im 16. Jahrhundert Neubau, heute BRK Seniorenheim
  • Die Filialkirche Mariä Himmelfahrt von 1880 besitzt ein gotisches Granittaufbecken und eine Mondsichelmadonna aus der Zeit um 1500. Die übrige Ausstattung ist neuromanisch.

Bodendenkmäler

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Der FC Zandt[14] hat eine Fußball-, Ski-, Stock-, Kletter-, Gymnastik-, Judo- und Jugendabteilung. Der Verein hat 832 Mitglieder.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier und im Bereich Handel und Verkehr 33 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 19 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 923. Im verarbeitenden Gewerbe bestanden zwei und im Bauhauptgewerbe acht Betriebe.

Land- und Forstwirtschaft

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Im Jahr 2020 gab es 49 landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt eine Fläche von 1.044 Hektar bewirtschafteten. Von der Gemeindefläche waren 612 Hektar Wald.

Ansässige Unternehmen

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Die Kindertageseinrichtung hat 89 Plätze; am 1. März 2022 betreute sie 98 Kinder.

  • Manfred Zollner (* 1940), Aufsichtsratsvorsitzender und Gründer der Zollner Elektronik AG
Commons: Zandt– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024.(PDF; 4,1MB)Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022.In:statistik.bayern.de.Bayerisches Landesamt für Statistik,Juni 2025,abgerufen am 15.August 2025(Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Zandt in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5.Januar 2018.
  3. Gemeinde Zandt, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20.Dezember 2021.
  4. Wolf-Armin von Reitzenstein:Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. C.H.Beck, München 2006, ISBN 3-406-55206-4, S.312.
  5. Geschichte von Zandt, Harrling und Wolfersdorf, abgerufen am 25. August 2020
  6. Kommission für bayerische Landesgeschichte: Historischer Atlas von Bayern - Das Landgericht Kötzting, Altbayern Reihe I Heft 5, 1953
  7. Gemeinde Zandt: Ortsgeschichte.
  8. Matricula online: Moosbach.
  9. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S.499.
  10. Bayerisches Landesamt für Statistik: Statistik kommunal 2021. Gemeinde Zandt 09 372 177, S. 6 (PDF 2,1 MB, abgerufen am 16. Dezember 2022)
  11. Wahl des Gemeinderats – Gemeinde Zandt.Abgerufen am 31.März 2020.
  12. Ergebnisse Wahl zum Gemeinderat in Gemeinde Zandt.Abgerufen am 28.März 2026.
  13. Wappen von Zandtin der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  14. FC Zandt, abgerufen am 13. Januar 2024.
Normdaten(Geografikum): GND: 4494664-8 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS) | VIAF: 242282315