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VOOZH | about |
| C64 | |
|---|---|
| Typ | Heimcomputer |
| Hersteller | Commodore |
| Neupreis | 1495 DM (1983, entspricht etwa 1800 € heute) bzw. 595 US$[1] ca. 500 DM (1986, entspricht etwa 558 € heute) |
| Erscheinungsjahr | 1982 |
| Produktionsende | 1993 |
| Prozessor | MOS 6510/8500 @ ca. 1 MHz |
| Speicher | 64 KByte RAM, 20 KByte ROM |
| OS | BASIC V2 |
| Sonstiges | |
Dieser Artikel kann nur einen kurzen Überblick geben, über welche Möglichkeiten der Commodore 64 verfügt. Weitere Details und alle anderen Tipps und Kniffe finden sich im C64-Wiki unter den entsprechenden Begriffen.
Der Commodore 64 (kurz: C64) ist der beliebteste und meistverkaufte Heimcomputer der 1980er Jahre, der von Commodore von 1982 bis 1993 gebaut und verkauft wurde. Er wurde ebenfalls in der Anfangszeit als VC-64 (Abkürzung für VolksComputer), außerhalb der deutschsprachigen Ländern auch als VIC-64, CBM-64 oder "sixty-four" (alternativ auch C=64), sowie in Schweden als VIC=64S bezeichnet. In der C64-Szene wird er auch als CeVi bezeichnet, wobei diese Bezeichnung erst in den 1990er-Jahren gebräuchlich wurde, in den 1980ern wurde er einfach kurz "64er" genannt.
Er ist der Nachfolger des ersten farbfähigen Heimcomputers VC 20, sein Nachfolger wird als "großer Bruder" bezeichnet und ist der C128, jedoch wurde dieser eigentlich als Bürocomputer gebaut. Der C64 wurde zweimal zum Computer des Jahres in der Kategorie Home-Computer durch ein internationales Gremium von Redakteuren der Computerfachzeitschriften gewählt.
Es gibt nicht überprüfbare Aussagen, dass der C64 über 30 Millionen Mal weltweit verkauft wurde, andere Quellen sprechen von vermutlich realistischeren 17 bzw. 12,5 Millionen Exemplaren[2], wovon etwa 3,05 Millionen in Deutschland verkauft worden sind. Der Mauerfall 1989 brachte - jedenfalls in Deutschland - für den C64 eine Wende, so dass dieser in Deutschland bis zum Untergang von Commodore verkauft wurde, obwohl es in der Zwischenzeit weitere erfolgreiche Heimcomputer wie den Amiga oder den Atari ST gab.
Vorteile des C64 gegenüber seinen "Zeitgenossen" waren nicht nur, dass er den gesamten 16-Bit-Adressraum von 64 KByte ausschöpfen konnte und dass er viele Musik- und Grafikmöglichkeiten (wie Sprites, HiRes, Multicolor) mitbrachte, sondern dass der Anwender schon bestehende VC20-Peripheriegeräte sofort oder nach einem kleinen Umbau nutzen konnte. Weiterhin konnte auf einfache Commodore-BASIC-Programme bis zur Version 2.0 zurückgegriffen werden oder sogar – durch eigene Anpassung – auf fremde BASIC-Programme. Zusätzlich war es mit der Z80-Steckkarte möglich, auch auf umfangreiche Software des Betriebsystems CP/M zurückzugreifen. Mit weiteren Steckmodulen konnte ebenfalls andere Programmiersprachen wie Logo oder Pascal genutzt werden oder auf die entsprechende Software zurückgegriffen werden.
Ebenfalls produzierten auch relativ schnell die Medienkonzerne (Markt & Technik, Data Becker, Heise Verlag) durch ihre Vorerfahrung mit dem VC20 Bücher und Zeitschriften für den C64. Insbesondere waren Computerzeitschriften mit dem Schwerpunkt C64 beliebt, wie Computer Persönlich, P.M. Computerheft, Homecomputer, Computer Kontakt, Happy Computer, HC, Commodore Welt, 64'er, Datawelt, Computronic oder RUN, da diese für relativ wenig Geld viele recht gute Programme zum Abtippen (Listings) enthielten. Allerdings konnten sich auch professionelle Computermagazine wie die MC, CHIP oder c't nicht der Heimcomputerwelle entziehen und brachten entsprechende Listings zum C64/128 oder VC20 heraus.
Die teurere Software gab es auch für Datasette und auf Diskette, nicht nur von Commodore, wobei eine preiswerte Lösung entweder die Programmservicedisketten der o.g. Computerzeitschriften waren oder ab 1985 das erste Computermagazin mit Datenträger, namens INPUT 64. Nachfolgend erschienen zahlreiche mehr oder weniger bekannte Diskettenmagazine wie Magic Disk 64, Game On oder Golden Disk 64 an den Zeitschriftenkiosken. Diese waren etwas teurer als die normalen Computerzeitschriften, boten aber auch in digitaler Form interessante Reportagen und Berichte an.
Im November 1981 stellte die zu Commodore gehörende Commodore Semiconductor Group (vormals MOS) die Designs des Video-Chips VIC-II und des Audio-Chips SID fertig.
Daraufhin begann Commodore Japan mit der Entwicklung der darauf aufbauenden Spielkonsole Max Machine (4k statisches RAM, keine ROMs).
Jack Tramiel ließ sich währenddessen von den Ingenieuren der Chips davon überzeugen, einen Heimcomputer auf der Basis der Chips zu entwickeln, zuerst unter dem Codenamen VC-40. Tramiel setzte eine Frist zur Consumer Electronics Show (CES) Anfang 1982 und verlangte ein Design mit 64k RAM - er ging davon aus, dass das 1981 noch teure RAM rasch im Preis fallen würde.
Prototypen des C64 wurden gerade rechtzeitig zur CES fertig, nach nur etwa zwei Monaten Entwicklungszeit.
Die Entwickler des VIC-II (Albert Charpentier) und des SID (Robert Yannes) verließen Commodore kurze Zeit später.
Den C64 gibt es in mehreren Modellversionen (siehe Tastatur und Hauptplatine). Die Urform ist ein graues in Brotkastenform designtes Gehäuse, mit schwarzen Tasten und etwas heller hervorgehobenen Funktionstasten. Daher wird dieses Modell auch in der C64-Szene als Brotkasten bezeichnet. Auch wenn nachfolgende Versionen etwas moderner, heller oder flacher daherkommen, bleibt er ein Tastencomputer (ausgenommen SX64 und C64 Games System).
Er besitzt eine Tastatur mit 66 Tasten (zusätzlich Grafiksymbole) und besitzt folgende Anschlüsse, Schalter und Schnittstellen:
Rechte Seite
Rückseite
Auf den genauen technischen Aufbau des C64 wird im Artikel Hardware-Aufbau des C64 eingegangen.
Von der Hauptplatine gibt es diverse Varianten mit leicht unterschiedlicher Bestückung.
Es gibt zahlreiche Zusatzgeräte für den C64.
Weitere Peripheriegeräte wie Modem oder Drucker lassen sich ebenso nutzen.
Obwohl Commodore 1994 untergegangen ist, existiert immer noch eine recht lebendige C64-Szene. Daraus gehen öfters private Projekte hervor, die es schaffen, aktuelle Computertechnologie auch für den C64 nutzbar zu machen. So gibt es mittlerweile die Möglichkeiten z.B. Speicherkarten zu beschreiben, MP3-Dateien abzuspielen, das Internet zu nutzen, IDE-Festplatten und CD/DVD-Laufwerke anzuschließen.
Der C64 wurde relativ lange produziert, daher existieren nicht nur verschiedenfarbige (braun, weiß) Gehäuseformen (Brotkasten, flache Tastatur), sondern auch verschiedene Computersysteme auf der Technologie des C64 (siehe auch C64 Baureihe). Neben einem Lerncomputer mit eingebautem Monitor, der als PET 64 (ab Ende 1982) bezeichnet wurde, gab es eine mobile Version mit eingebautem Mini-Monitor und Diskettenlaufwerk, der als SX64 (ab 1983) erschien. Weiterhin wurde im Jahre 1990 zeitweise eine Spielekonsole namens C64 Games System verkauft. Ebenfalls basierte der in Japan entwickelte Spielecomputer VC 10 (1982) auf C64-Technologie.
Nach dem Einschalten des C64 kann unter BASIC V2 entweder ein Programm von einem Datenträger geladen werden, um es auszuführen oder zu bearbeiten, oder selber via Tastatur eingetippt werden, um es anschließend abzuspeichern und dann zu starten. Weiterhin kann der Datenträger wie eine Diskette bearbeitet werden oder das Programmlisting ausgedruckt werden. Einen Überblick über die Möglichkeiten mit BASIC zeigt der Artikel C64-Befehle.
Über Software oder Steckmodule können natürlich auch noch andere BASIC-Dialekte und -Erweiterungen, aber auch völlig andere Programmiersprachen wie Logo und Pascal oder Software für das Betriebssystem CP/M genutzt werden.
Nachdem all diese genannten Computer Commodore BASIC V2 beinhalten, sind sie bezogen auf BASIC-Programme einigermaßen kompatibel zueinander. Dabei ist der C128 im vorgesehenen C64-Modus erheblich kompatibler zum C64 als andere Modelle. Der VC 20, dessen Speicheradressräume allein schon wegen des geringeren Arbeitsspeichers anders belegt sind, kann mit wenigen Anpassungen auch einfache Basicprogramme des C64 ausführen. Komplexere Anwendungen sind nicht ohne weiteres portabel, so kann der VC 20 wegen der Hardwareunterschiede z.B. keine Sprites darstellen. Bestimmte BASIC-Programme des PET oder der PC-CBM-Serie (3000/4000/8000) können nach Anpassung ebenfalls auf dem C64 genutzt werden, aber auch umgekehrt solche vom C64 auf dem PET (z.B. mit diesem Trick vor dem Laden des Programms in einen CBM: POKE 40,1: POKE 41,8: POKE 8*256,0: NEW), wenn diese z.B. keine Speicheradressen über POKEs, PEEKs ansprechen und auf modellabhängige Grafikdarstellungen verzichten. Software, die in höherer BASIC-Version als der des C64 geschrieben wurde, kann ohne Anpassungen nicht genutzt werden.
Im Lieferumfang des C64 war ein umfangreiches Bedienungshandbuch (ca. 178 Seiten stark), indem nicht nur gezeigt wurde, wie der C64 und seine Peripheriegeräte richtig angeschlossen und eingeschaltet werden (siehe C64-Wiki:Einsteigerkurs), sondern es wird auch Schritt für Schritt erklärt, wie die integrierte Kommando- bzw. Programmiersprache BASIC V2 sinnvoll genutzt werden kann (siehe C64-Befehle). Weitere Literatur ist in der Kategorie Buch zu finden.
Typische Maßnahmen bei Wiederinbetriebnahme eines lange Zeit eingelagerten C64:
Empfohlene Umbauten:
Seite 1:
0 "COMMODORE 64 " 64 2A 27 "FROSCH" PRG (Spiel* Frosch (Commodore): Ein Frosch muss Mücken fangen) 8 "M1 MUSIK" PRG (1. Musikdemo*: 3 Stimmiges Adventslied) 9 "M2 SYNTHESIZER" PRG (2. Musikdemo*: Synthesizer) 71 "SPRITES" PRG (Hauptprogramm* für Sprite-Demo) 3 "MUSIC" PRG (Musik-Daten für Sprite-Demo) 6 "SPRITE.BOOT" PRG (Ladeprogramm* für Sprite-Demo, Demoprogramm C64) 7 "POLLY" PRG (Daten für Sprite-Demo) 2 "1540DEMO.BOOT" PRG (Ladeprogramm*: Floppydisk 1540; genau wie DEMO.BOOT) 1 "3000.EMU.BOOT" PRG (Ladeprogramm*: Emulator PET-/CBM-3000 - PET Emulator V0.5 und DOS-Manager V5.1) 7 "M3 DIXIE" PRG (3. Musikdemo*: Lied) 17 "EMULATOR" PRG (Maschinenspracheprogramm für Emulator) 3 "GRAFIK" PRG (Sinuskurve* in HiRes, langsam) 1 "DOS BOOT" PRG (Startprogramm* für DOS-Wedge 5.1) 4 "DOS 5.1" PRG (Maschinenspracheprogramm: DOS-Wedge 5.1) 3 "CHANGE 1541" PRG (Gerätenummerwechsel der Floppy*) 7 "PIANO" PRG (Musikdemo*: Klavier) 6 "M4 YANKEE" PRG (4. Musikdemo*: Lied Yankee) 1 "FARBTEST" PRG (Farbtest*) 1 "M5 GONG" PRG (5. Musikdemo*: Gong) 2 "M6 BOMBE" PRG (6. Musikdemo*: Bombe) 2 "M7 SCHUSS" PRG (7. Musikdemo*: Geräusch Schuss) 2 "M8 SOUND" PRG (8. Musikdemo*: Geräusch Laserstrahl) 37 "IRRGARTEN" PRG (Spiel*: Irrgarten aka Labyrinth (Commodore)) 47 "BITS AND BYTES" PRG (englischer Lernkurs* für Bits und Bytes, sowie PEEK und POKE) 5 "BYTSPRITES" PRG (Spritedaten) 2 "UHR-DEMO" PRG (Demo*: Einfache Digital-Uhr mit Zeichen) 26 "BLACKJACK" PRG (Kartenspiel*: Black Jack (Commodore)) 6 "G1 FARBDEMO" PRG (1. Grafikdemo*: Farben) 4 "G2 HIRESDEMO" PRG (2. Grafikdemo*: Kreis in HiRes, langsam) 3 "G3 GRAFIK" PRG (3. Grafikdemo*: Sinuskurve in HiRes, langsam) 2 "G4 FARBDEMO" PRG (4. Grafikdemo*: Kaleidoskop) 2 "G5 HIRES LOADER" PRG (5. Grafikdemo*: Lader) 32 " HIRES.DEMO" PRG (Daten für 5. Hires-Demo: HiRes-Bild: Frau) 4 "S1 DEMO 1" PRG (1. Spritedemo*: Zwei Vögel) 4 "S2 DEMO 2" PRG (2. Spritedemo*: Ufo - Steuerung Joystick in Port 1) 2 "S3 DEMO 3" PRG (3. Spritedemo*: 4 Luftballons) 2 "DEMO.BOOT" PRG (Lader* für Demonstrationsprogramm für C64 mit digitalen Countdown, Schreibmaschine, Intro mit dem Sprite Erich und Geräusche, Grafik-/Zeichendemo weiter mit RETURN, Digital-Uhr, Diagramm Verkaufsgrafik, Sprites: Pac-Man und Fisch, Hard- und Softwarespezifikation, Neustart; Abbruch mit Taste RUN/STOP) 8 "CCC1" PRG (Daten für Demo) 17 "DEMO.C000" PRG (Daten für Demo im Speicherbereich $C000) 82 "DEMO9" PRG (Hauptprogramm* für Demo) 96 BLOCKS FREE.
Anmerkungen: Je nach Modell und Baujahr kann der Inhalt bzw. können die Programme auf der Test-/Demodiskette unterschiedlich sein oder auch nur andere Dateinamen tragen. Im Laufe der Zeit wurden aber oft nur Programme hinzugefügt.
Die mit einem Stern * gekennzeichneten Dateien, sind BASIC-Programme!
Lieferumfang des Commodore 64 (1984):
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Wikipedia: Commodore 64 |