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- Anken – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
Anken, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ankens · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Anke
Aussprache [ˈaŋkn̩][ˈaŋkə]
Worttrennung An | ken · An | ke
Bedeutung
DWDS
DWDS
CH-Zentral, CH-West, sonst veraltet Synonym zu Butter
Beispiele:
Die Hauptarbeit für die Lehrtochter beginnt […] nach dem Frühstück, weil dann die Rohmilch zu
Anken, Weich‑, Frisch‑, Halbhart‑ und Hartkäse
verarbeitet wird. [Luzerner Zeitung, 07.11.2014]
Rund eine Tonne Brot, Zopf, Mutschli und sonstige Backwaren entstehen
hier [in der Backfabrik] an einem normalen Tag.
So auch Zöpfe. Den Teig dafür hat eine Maschine aus Salz, Hefe,
Anken, Milchpulver, Mehl, Wasser und weiteren
Zutaten geknetet. [Luzerner Zeitung, 12.04.2022]
Viele Male erzählte sie [die Seniorin]
uns vom beschwerlichen Schulweg, insbesondere im Winter, wenn ihr Vater mit
einer Kuh den Weg pfaden musste und […] wie sie während der Kriegszeit
selbst gemachten »Anken« ins Dorf brachten und diesen
gegen Brotmarken tauschen konnten […]. [Luzerner Zeitung, 18.12.2019]
Arbeiten war für Toni das volle Leben[…]. Die Milch von seinen Kühen wurde zu
Anke verarbeitet und verkauft. [Bote der Urschweiz, 16.05.2019]
»Man ist ein ganz anderer Mensch, wenn man frühmorgens etwas
Anken aufs Brot streichen kann«[…]. [Der Bund, 30.08.2006]
Butter wurde früher auch als Anken
bezeichnet. Meist wurde zwischen den beiden Begriffen so unterschieden, dass
die industriell hergestellte »die Butter« war – und die vom Bauern in
besonderen Formen angebotene Butter war eben »der
Anken«. [Badische Zeitung, 25.09.2003]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Butter · Anke(n) · buttern · Buttermilch · Butterbrot
Butter f. aus Milch erzeugtes ‘Speisefett’, ahd. butira (11. Jh.), mhd. buter, mnd. bot(t)er, mnl. boter, botter, butter, nl. boter, afries. butera, botera, aengl. butere, engl. butter bezeugen westgerm. Verbreitung. Sie sind Entlehnungen aus vlat. *butira, *butura (Vokalquantitäten unsicher), dem als Fem. Sing. aufgefaßten Kollektivplural des Neutr. lat. būtȳrum (mit zahlreichen spätlat. Nebenformen, z. B. buturum). Ausgangswort ist griech. bū́tȳron (βούτυρον) ‘Butter’, eigentlich ‘Kuhkäse’, zu bū́s (βοῦς) ‘Rind, Kuh’ und tȳrós (τυρός) ‘Käse’. Die Antike benutzte als Speisefett Olivenöl, kannte Butter aber als Speise nördlicher Völker (auch der Germanen), verwandte sie selbst jedoch nur zu medizinischen und kultischen Zwecken. Alte dt. Wörter für ‘Butter’ sind ahd. kuosmero (s. Schmer) und ahd. anko (8. Jh.), anksmero, mhd. anke, nhd. (westobd.) Anke(n) m. ‘Butter, Fett’, wohl zu ie. *ongʷen- ‘Salbe, Fett, Butter’ gehörig, wozu auch lat. unguen n. ‘Fett, Salbe’ und lat. ungere ‘salben’. – buttern Vb. ‘Butter herstellen’ (16. Jh.). Buttermilch f. (15. Jh.). Butterbrot n. (16. Jh.).
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
Gastronomie/Kulinarik
Butter ·
Streichfett ●
Schmalz alemannisch, ostalemannisch ·
Anke ugs., oberrheinisch ·
Anken ugs., schweiz., alemannisch
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