VOOZH about

URL: https://www.dwds.de/wb/Au

⇱ Gold – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS


  1. Startseite
  2. Wörterbuch
  3. Gold – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
Für Ihre Abfrage nach Au gibt es mehrere Wörterbuchartikel.
  • 1Au, die
    1. 1. [besonders A, oft D-Südost, gelegentlich D-Südwest, gelegentlich CH] tiefliegendes Land entlang eines Flusses oder Baches, das gelegentlich überflutet wird
      1. ● natürlich entstandener Wald entlang eines Wasserlaufes, der von Bäumen geprägt ist, die nasse Böden gut vertragen
    2. 2. [D-Nordwest] verhältnismäßig großer Bach bzw. kleiner Fluss
    3. 3. [selten] [D-Mittelwest, D-Südwest] Insel in einem Fluss

  • 2Au, die
    1. [selten] [fachsprachlich]
      Synonym zu ²Aue, siehe auch Mutterschaf, Zibbe (2)

  • Gold, das; 3Au
    1. 1. wertvolles, in der Natur stets gediegen vorkommendes, hochgeschätztes Edelmetall, das im kompakten und geschmolzenen Zustand eine gelbe Farbe besitzt
      1. ● [bildlich] ...
    2. 2. ...
      1. a) Münze, Geldstück aus Gold (1)
      2. b) Schmuckstück aus Gold (1)
    3. 3. großer Reichtum

Au, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Au · Nominativ Plural: Auen
Aussprache [aʊ̯]

Bedeutungen

DWDS
DWDS
1.
besonders A, oft D-Südost, gelegentlich D-Südwest, CH tiefliegendes Land entlang eines Flusses oder Baches, das gelegentlich überflutet wird
Synonym zu ¹Aue (1)
In Norddeutschland wird in dieser Bedeutung praktisch ausschließlich die Variante Aue verwendet, in Österreich Au. In der Mitte und im Südwesten Deutschlands und in der Schweiz wird überwiegend Aue verwendet, in Südostdeutschland häufiger Au. Flurnamen gibt es in allen Gebieten mit beiden Varianten. Durch die ausschließliche Verwendung von Aue in poetischen und älteren christlichen Texten wirkt Aue gehobener als Au.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: blühende, feuchte, grüne, liebliche, sumpfige Auen
Beispiele:
Donau, Pfatter und Kirchenbach bargen bei Hochwasser stets eine Bedrohung für den Mensch, jedoch boten sie auch für die Pflanzen‑ und Tierwelt den einzigartigen Lebensraum einer Au. [Mittelbayerische, 04.03.2017]
Bis zum Jahr 2010 war der Artenreichtum der Auenlandschaft jenseits der Dammstraße gefährdet, weil das üppig sprießende Rohrpfeifengras allen anderen Pflanzen das Licht nahm. […] Also wurde auf Initiative der Unteren und der Höheren Naturschutzbehörde damit begonnen, die Au mit Rindern zu beweiden. [Münchner Merkur, 11.07.2019]
Meine Befürchtung ist, dass wir statt einer Au eine Sumpflandschaft bekommen mit vielen Schnakenbrutplätzen und absterbenden Bäumen. [Reutlinger General-Anzeiger, 24.09.2013]
Nach der »Renaturierung« wird die Aare kaum mehr zugänglich sein, der Weg wird hinter der Au an den Hang verlegt. Mit Hochwasserschutz hat das nichts zu tun; die Aare kann die Au bereits heute überfluten, ohne Schäden. [Der Bund, 24.11.2005]
Aber eine Au lebt doch nicht vom Hochwasser allein, sondern auch vom Trockenfallen, der Dynamik der Wasser‑ und Grundwasserstände? [Der Standard, 03.06.1992]
Anschauungsmaterial [für Kinder] bieten die Auen in Hülle und Fülle: von Bibern gefällte Baumstämme, Frösche, Libellen oder die selten gewordene Sumpfschildkröte – bis hin zu den wohl umstrittensten Au‑Bewohnern, den Gelsen. [APA-Meldungen digital, 21.10.1996]
natürlich entstandener Wald entlang eines Wasserlaufes, der von Bäumen geprägt ist, die nasse Böden gut vertragen
Synonym zu Auwald
Beispiele:
»Was ist der Unterschied zwischen Wald und Au?« fragt der Biologe die Schulklasse und liefert die Antwort mit: »das jährliche Hochwasser«. [Neue Vorarlberger Tageszeitung, 17.09.1998]
Seit 1992[…] sei die Au unter der Bezeichnung »Parkartiger Wald im Stadtbereich Weilheim« in der Biotopkartierung Bayern eingetragen. [Münchner Merkur, 29.10.2020]
In einer Beilage legte er der Familie […] auch klar[,] dass ihr Grund mitten im Ausstellungszentrum streng unter Schutz steht – die kleine Au ist »zur Gänze Wald im Sinne des Forstrechtes«, durch die Grünland‑Deklaration geschützt und sollte auch Schutz als Teil des Landschaftsgürtels genießen. [Kronen Zeitung, 09.03.2002]
Durch eine Au von Pappeln fährt man durch ein prächtiges Tal, in welchem sich viele Eisenhämmer befinden. [Saarbrücker Zeitung, 02.09.1999]
2.
D-Nordwest verhältnismäßig großer Bach bzw. kleiner Fluss
Grammatik: meist als Name oder Namensbestandteil von Fließgewässern
Synonym zu ¹Aue (2)
Beispiele:
»Eine Au fließt mitten durch den Wald«, schwärmt K[…]. [Hamburger Abendblatt, 30.05.2020]
Davor fließt die Mühlenau, die nun die Kreisgrenze zwischen Pinneberg und Segeberg bildet, in Richtung Pinneberg, wo sie in die Pinnau mündet. Die alte Brücke über die Au ist so marode, dass sie seit einem Jahr gesperrt ist. [Hamburger Abendblatt, 18.05.2021]
Sie klettern auf Bäume, wühlen im Dreck, waten barfuß durch die Au, stochern in der Glut unseres Feuerkorbs, bauen ein Schnecken‑Käfer‑Terrarium. [Kieler Nachrichten, 09.05.2020]
Wer […] auf seinem Grund einem Bach, See oder einer Au viel Platz zur naturnahen Entwicklung lässt, sollte sich beim Heimatbund melden […]. [Kieler Nachrichten, 15.05.2019]
Eine Kegelrobbe, die in der vergangenen Woche in einer Au in Bad Bramstedt gesichtet wurde, ist offenbar immer noch unterwegs. [Kieler Nachrichten, 05.02.2018]
3.
selten, D-Mittelwest, D-Südwest Insel in einem Fluss
Grammatik: meist als Teil von Eigennamen
Synonym zu ¹Aue (3)
Beispiele:
Der Rheinabschnitt zwischen Mainz und Bingen ist geprägt durch zahlreiche Inseln, hier Auen genannt. [Allgemeine Zeitung, 12.02.2011]
Das Gebiet um die heute verlandete Insel »Harter Au« […] beherbergt eine Vielzahl auentypischer Lebensräume. [Allgemeine Zeitung, 08.06.2018]
Das Ziel [der Pilger] war die Insel Reichenau, von den Einheimischen kurz Au genannt. [Südkurier, 20.09.2016]
Die kleine Insel [das Judenäule] (Äule bedeutet kleine Au) diente früher Juden als Friedhof, bis die Juden auf der Schweizer Seite die Erlaubnis zu einem neuen Friedhof erhielten. [Badische Zeitung, 19.12.2011]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Au · Aue
Au Aue f. ‘flaches, feuchtes, am Wasser gelegenes Wiesenland, (Fluß)niederung’, ahd. ouwa (10. Jh.), mhd. mnl. ouwe, mnd. ouwe, ō, ōge ‘Wasser(lauf), Insel (im Fluß), feuchtes Wiesenland’, aengl. īeg, īg, anord. ey, schwed. ö ‘Insel’ setzen germ. *awjō (aus *agwjō) ‘Aue, Insel’ voraus. Die substantivierte germ. Adjektivableitung bedeutet eigentlich ‘die zum Wasser Gehörige, vom Wasser Umgebene’. Sie ist mit grammatischem Wechsel gebildet zu germ. *ahwō ‘Wasser, Gewässer’ in ahd. (8. Jh.), asächs. aha, mhd. ahe, mnd. ā, aengl. ēa, got. aƕa, das im appellativischen Wortschatz des Nhd. nur noch selten begegnet und im wesentlichen auf das Obd. beschränkt bleibt. Es ist als Ache, Ach, Aach, Aa in Flußnamen erhalten, öfter als -ach in Zusammensetzungen zahlreicher Flur-, Orts- und Flußnamen wie Aurach, Biberach, Lindach, Salzach, Urach oder -a wie Fulda, Schwarza. Außergerm. verwandt ist lat. aqua ‘Wasser’, so daß ie. *əkūā ‘Wasser, Fluß’ angesetzt werden kann. Aue, und besonders der Plural Auen, wird in jüngerer Zeit hauptsächlich in dichterischer Sprache mit der erweiterten Bedeutung ‘fruchtbare, freundliche Landschaft’ verwendet.

zum Abkürzungsverzeichnis …

Typische Verbindungen zu ›Au‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Au‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Au“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Au#1>.

Weitere Informationen …

Diesen Artikel teilen:

Au, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Au · Nominativ Plural: Auen
Aussprache [aʊ̯]

Bedeutung

DWDS
DWDS
selten, fachsprachlich Synonym zu ²Aue, siehe auch Mutterschaf, Zibbe (2)
Beispiel:
Das männliche Tier nennt man Bock oder Widder, das weibliche Mutterschaf, Au, Aue oder Zibbe. [Mittelbayerische, 05.11.2015]

Typische Verbindungen zu ›Au‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Au‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Au“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Au#2>.

Weitere Informationen …

Diesen Artikel teilen:

Gold, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gold(e)s · wird nur im Singular verwendet
Symbol Au
Aussprache  [gɔlt]
formal verwandt mitdurchgoldet
Wortbildung  mit ›Gold‹/›Au‹ als Erstglied: gold-grün · Goldader · Goldadler · Goldafter · goldähnlich · Goldalge · Goldamalgam · Goldammer · Goldanstrich · Goldarbeit · goldartig · Goldatom · Goldauflage · Goldaugenbremse · Goldausbeute · Goldbarbe · Goldbarren · Goldbarsch · Goldbatzen · Goldbergwerk · Goldbeschlag · goldbeschlagen · goldbesetzt · Goldbestand · goldbestickt · goldbetresst · goldblank · Goldblättchen · Goldblech · goldblond · Goldbörse · Goldborte · Goldbrasse · Goldbrassen · goldbraun · Goldbraut · Goldbrille · Goldbroiler · Goldbrokat · Goldbronze · Goldbrosche · Goldbuchstabe · Golddeckung · Golddevisen · Golddistel · Golddoublé · Golddraht · Golddruck · golddurchwirkt · goldecht · goldehrlich · Goldehrlichkeit · golden · Goldengel · Goldesel · Goldfaden · goldfalb · goldfarben · goldfarbig · Goldfasan · Goldfeder · Goldfeld · Goldfieber · Goldfinger · Goldfisch · Goldfliege · Goldfolie · Goldförderer · Goldfranse · Goldfuchs · goldführend / Gold führend · Goldfüllung · Goldgefäß · goldgefasst · Goldgehalt · goldgelb · Goldgeld · goldgelockt · goldgerahmt · goldgerändert · Goldgeschirr · Goldgeschmeide · goldgestickt · Goldgewinnung · Goldgier · goldgierig · Goldglanz · goldglänzend · Goldglas · Goldgräber · Goldgrube · goldgrün · Goldgrund · Goldgulden · Goldhaar · goldhaarig · Goldhähnchen · goldhaltig · Goldhamster · Goldhase · goldhell · Goldhort · goldhungrig · goldig · Goldjunge · Goldkäfer · Goldkehlchen · Goldkehle · Goldkettchen · Goldkette · Goldkind · Goldklausel · Goldklumpen · Goldknopf · Goldkorn · Goldkrone · Goldkurs · Goldküste · Goldlack · Goldlager · Goldland · Goldleder · Goldlegierung · Goldleiste · Goldlitze · goldlockig · Goldmacher · Goldmacherei · Goldmädchen · Goldmakrele · Goldmark · Goldmarkt · Goldmedaille · Goldmine · Goldmull · Goldmundstück · Goldmünze · Goldnessel · Goldorfe · Goldpapier · Goldparität · Goldparmäne · Goldpferd · Goldplakette · Goldplättchen · Goldplattierung · Goldplombe · Goldpokal · Goldpool · Goldpreis · Goldprobe · Goldproduzent · Goldpunkt · Goldrahmen · Goldrand · Goldrausch · Goldraute · Goldregen · Goldreichtum · Goldreif · Goldrenette / Goldreinette · Goldreserve · goldrichtig · Goldring · Goldröhrling · Goldröschen · Goldrute · Goldsand · Goldschakal · Goldschatz · Goldschaum · goldschimmernd · Goldschläger · Goldschmied · Goldschmiede · Goldschmuck · Goldschnitt · Goldschnur · Goldschrift · goldschuppig · Goldschürfer · Goldsegen · Goldseife · Goldsohn · Goldspecht · Goldspitze · Goldstandard · Goldstaub · Goldstern · Goldstickerei · Goldstoff · Goldstück · Goldsucher · Goldtochter · Goldton · Goldtopas · Goldtresse · goldtreu · Goldtriumph · Goldtropfen · Goldüberzug · goldumrändert · goldumrandet · Goldverkauf · goldverziert · Goldvorkommen · Goldvorrat · Goldwaage · Goldwährung · Goldware · Goldwäsche · Goldwäscher · Goldwäscherei · Goldwasser · goldwert · Goldwert · Goldzahn · gülden
 ·  mit ›Gold‹/›Au‹ als Letztglied: Abendgold · Altgold · Barrengold · Berggold · Betongold · Blattgold · Doublégold · Dukatengold · EM-Gold · Falschgold · Feingold · Flittergold · Halbgold · Hüftgold · Katzengold · Knittergold · Kronengold · Mattgold · Münzgold · Muschelgold · Musivgold · Nazigold · Neugold · Olympiagold · Plattgold · Raubgold · Rauschgold · Reingold · Rotgold · Schaumgold · Sonnengold · Talmigold · übergolden · umgolden · vergolden · Währungsgold · Waschgold · Weißgold · WM-Gold · Zahngold

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
wertvolles, in der Natur stets gediegen vorkommendes, hochgeschätztes Edelmetall, das im kompakten und geschmolzenen Zustand eine gelbe Farbe besitzt
Beispiele:
Gold suchen, finden
(nach) Gold graben, schürfen
Gold (aus dem Flusssand) waschen
historisch Gold machen (= chemisch herzustellen versuchen)
Gold und Silber, Platin
Gold mit Silber, Kupfer legieren
gelbes, rotes, glänzendes, leuchtendes, gediegenes, reines, massives Gold
gehobengleißendes Gold
Schmuck, Geräte aus echtem Gold
unechtes Gold
den Feingehalt des Goldes berechnete man früher in Karat
etw. mit Gold überziehen
ein mit Gold überzogener Löffel
der Anhänger zu der Kette war aus, in Gold gearbeitet
ein in Gold gefasster Smaragd
etw. glänzt wie Gold
etw., jmd. ist jmdm. so kostbar, teuer wie Gold
jmd. ist treu, zuverlässig wie Gold
gehobener war lauter wie Gold
sprichwörtliches ist nicht alles Gold, was glänzt 👁 Image
DWDS, 30.09.2024
sprichwörtlicheigner Herd ist Goldes wert 👁 Image
DWDS, 18.02.2021
Ich war nicht in der Absicht nach Johannesburg gegangen, mich am Run nach dem Golde zu beteiligen […] [ SchomburgkAfrika110]
Laß mir den besten Becher Weins / In purem Golde reichen […] [ GoetheSänger]
Bitten wir ihn zu Gevatter, so schenkt er dem Kinde ein ganzes Service aus schwerem Golde […] [ Th. MannBuddenbrooks1,408]
Es ist noch lang’ nicht alles Gold gemünzt […] [ SchillerPiccolominiI 2]
bildlich
Beispiele:
das schwarze Gold (= Kohle) 👁 Image
DWDS, 14.12.2020
das flüssige Gold (= Erdöl)
gehobendas Gold der untergehenden Sonne
gehobenIhr Haar sonnt sich […] in dem mächtigeren Gold des Lichtes […] [ H. Mann8,63]
gehobenUnd luft und land in lautrem golde schwamm […] [ St. GeorgeSiebenter Ring133]
gehoben[…] nun war der Äther nichts als wehendes Gold und Klarheit […] [ Hausm.Lampioon93]
2.
a)
Münze, Geldstück aus Gold
Beispiele:
er hat noch Gold von früher
er bezahlt in Gold
jmd., etw. ist nicht in, mit Gold zu bezahlen
umgangssprachlichjmd., etw. ist nicht in, mit Gold aufzuwiegen 👁 Image
DWDS, 21.01.2025
umgangssprachlichdiese Arbeiten wurden ihm mit Gold aufgewogen (= für diese Arbeiten wurde er sehr hoch bezahlt)
Gold fließt in die Kassen
jmd. scheffelt das Gold, verdient eine Stange Gold
das olympische Gold (= die olympische Goldmedaille)
salopp, scherzhaftmein Gold! (= mein Goldstück!)
jmd. hat Gold in der Kehle (= kann mit seiner schönen Singstimme viel Geld verdienen)
von Gold und Silber (= von goldenem und silbernem Tafelgeschirr) speisen
umgangssprachlichSolch ein Mieter ist nicht mit Gold aufzuwiegen […] [ BrechtGuter Mensch2]
Er wirbt nicht lange, er zeiget nicht Gold […] [ SchillerWallenst. Lager11]
b)
Schmuckstück aus Gold
Beispiele:
er schmückte sie mit Gold und Edelsteinen
umgangssprachlich, abwertendvon Gold strotzen
umgangssprachlich, abwertendsie war mit Gold und Juwelen behängt
3.
großer Reichtum
Beispiele:
im Gold schwimmen
dem Gold nachjagen
Hätte er […] riesige Schwindelgeschäfte getätigt und Amerika und die Menschheit sich selber überlassen, dann säße er jetzt dick in Gold und Ehren […] [ Feuchtw.Füchse758]
Nach Golde drängt, / Am Golde hängt / Doch alles […] [ GoetheFaustI 2802]

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Gold · golden · vergolden · goldig · Goldfisch · Goldkäfer · Goldlack · Goldwaage
Gold n. Die gemeingerm. Bezeichnung des gelbglänzenden, in der Natur stets gediegen vorkommenden Edelmetalls ahd. gold (8. Jh.), mhd. mnd. golt, asächs. afries. aengl. engl. gold, mnl. gout, nl. goud, anord. gull, goll, schwed. dän. guld, got. gulþ (germ. *gulþa-) führt auf schwundstufiges ie. *g̑hḷtom, während die verwandten Formen lett. zelts, aslaw. zlato, russ. zóloto (золото), poln. złoto ‘Gold’, ostlit. žel̃tas ‘golden, goldgelb, blond’ ie. *g̑heltom, *g̑holtom voraussetzen, sämtlich Bildungen zu der unter gelb (s. d.) aufgeführten, weitverzweigten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’, in Farbbezeichnungen besonders ‘gelb, grün’, zu der auch aind. híraṇyam, awest. zaranya- ‘Gold’ gehören. Die Bezeichnung ist daher als ‘das Gelbschimmernde’ zu deuten. – golden Adj. ‘aus Gold bestehend, hergestellt, goldfarben, schön, wertvoll’. Neben dieser heute allein üblichen, doch vereinzelt schon spätmhd. bezeugten und an das Substantiv Gold angeglichenen Form steht (bis Anfang 19. Jh.) älteres gulden und umgelautetes gülden; vgl. ahd. (um 800), mhd. asächs. mnd. guldīn. vergolden Vb. ‘mit einer dünnen Schicht Gold überziehen, verschönen, angenehm, glücklich machen’; entsprechend dem Adjektiv golden setzt sich auch beim Verb die an das Substantiv angeglichene Form vergolden erst spät durch; mhd. vergulden, daneben vereinzelt auch schon vergolden; lange miteinander konkurrierend vergulden und vergülden. goldig Adj. ‘wie Gold glänzend’, heute vor allem in übertragenem Sinne ‘reizend, lieb, nett’ (um 1700), in der älteren Bergmannssprache ‘goldhaltig’ (16. Jh.). Goldfisch m. goldglänzender Zierfisch, ‘Goldkarausche’, in Wörterbüchern seit dem 15. Jh. gebucht. Goldkäfer m. goldgrüner, metallisch glänzender Käfer (15. Jh.). Goldlack m. halbstrauchartiger Kreuzblütler mit wohlriechenden goldgelben bis dunkelbraunen Blüten (18. Jh.). Goldwaage f. ‘Feinwaage für Edelmetall’ (14. Jh.), oft in der Wendung ein Wort, Worte auf die Goldwaage legen ‘das Gesagte genau prüfen, übergenau nehmen’ (seit frühnhd. Zeit).

zum Abkürzungsverzeichnis …

Typische Verbindungen zu ›Gold‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gold‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Gold‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die werden auch vor dreitausend Jahren ihr Gold nicht fortgeworfen haben. [Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 264]
Das Gold, das Ihre Männer da zusammenschaufeln, reicht für mindestens zwei Leben. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 189]
Eine besondere Fertigkeit war das Bekleiden von Bein mit Gold. [Trimborn, Hermann: Das präkolumbische Amerika. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia 2000 [1964]]
Nach einer Unterbrechung von fünf Jahrhunderten begann man wieder Gold zu prägen. [Ganshof, François Louis: Das Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia 2000 [1963]]
Hier verschifften sie das Gold, das sie weiter oben in den Bergen gefördert hatten. [Die Zeit, 29.12.1999]
Zitationshilfe
„Gold“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Au#3>.

Weitere Informationen …

Diesen Artikel teilen:

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Gogo
Goi
Goiserer
Gokart
Gokelei
Gold führend
gold-grün
Gold wert
Goldader
Goldadler

Worthäufigkeit Was ist das?

Nicht genügend Daten in der DWDS-Textbasis vorhanden.

Geografische Verteilung Was ist das?

👁 Image
👁 Image

Bitte beachten Sie, dass diese Karten nicht redaktionell, sondern automatisch erstellt sind. Klicken Sie auf die Karte, um in der vergrößerten Ansicht mehr Details zu sehen.

Verteilung über Areale

👁 Image
👁 Image

Bitte beachten Sie, dass diese Karten nicht redaktionell, sondern automatisch erstellt sind. Klicken Sie auf die Karte, um in der vergrößerten Ansicht mehr Details zu sehen.

Weitere Wörterbücher

Belege in Korpora Was ist das?

Metakorpora

Referenzkorpora

Zeitungskorpora

Webkorpora

Spezialkorpora

👁 Lesezeichen für diesen Artikel anlegen
👁 Lesezeichen für diesen Artikel entfernen
👁 Lesezeichen für diesen Artikel anlegen
👁 Lesezeichen für diesen Artikel entfernen
👁 Lesezeichen für diesen Artikel anlegen
👁 Lesezeichen für diesen Artikel entfernen
👁 nach oben scrollen