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Begabung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Begabung · Nominativ Plural: Begabungen
Aussprache 
Worttrennung Be | ga | bung
Wortzerlegung begaben -ung

Bedeutungsübersicht

  1. 1. Befähigung, Anlage, Talent
  2. 2. begabter Mensch
  3. 3. [veraltet] Schenkung

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
Befähigung, Anlage, Talent
Beispiele:
eine bedeutende, außerordentliche, hohe, überdurchschnittliche Begabung für etw. haben
eine einseitige, mittelmäßige, natürliche Begabung zeigen
eine musikalische, dichterische, künstlerische, diplomatische Begabung
er hat Begabung zum Lehrer
seine Begabung entwickeln, entfalten
ein Urteil über die Begabung des Autors abgeben
wegen mangelnder Begabung versagen
2.
begabter Mensch
Beispiel:
er ist eine der stärksten Begabungen der modernen deutschen Lyrik
3.
veraltet Schenkung
Beispiel:
Viele erhielten auch eine Begabung mit Land [ StifterWitiko3,331]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Gabe · begabt · hochbegabt · Begabung
Gabe f. ‘Geschenk, bestimmte Menge, Begabung, Talent’, ahd. gāba (9. Jh.), mhd. gābe, mnd. mnl. gāve, nl. gave, anord. gāfa gehören wie die Vertreter der im Nhd. untergegangenen Bildung ahd. geba (8. Jh.), mhd. gebe, asächs. geƀa, aengl. giefu, anord. gjǫf, got. giba (germ. *gebō) zu dem unter geben (s. d.) behandelten Verb. Beide Formen sind jedoch in ihrer Bedeutung unterschieden, indem mhd. gābe vorwiegend das Ergebnis des Schenkens, das ‘Geschenk’ bezeichnet, mhd. gebe dagegen die Handlung des Gebens, das ‘Schenken’ hervorhebt. Schon mhd. gābe bezeichnet auch die Eigenschaft, womit einer ausgestattet (begabt, s. unten) ist, also ‘Begabung, Talent’. Gabe als ‘das, was gegeben wird’ steht schließlich im Sinne von milde Gabe für ‘Almosen, Spende’, in Wendungen wie die gewohnte Gabe (an Medikamenten) verabreichen für ‘Portion, Dosis’. – begabt Part.adj. ‘talentiert, mit guten Anlagen, Geistesgaben ausgestattet’; eigentlich Part. Prät. zu heute unüblichem begaben ‘mit Gaben ausstatten, beschenken’, dem mhd. begāben vorangeht, das im 13. Jh. zuerst in der Rechtssprache (‘letztwillig bedenken, mit Vorrechten ausstatten’) auftritt, im 14. Jh. von der Mystik auf die Gnadengaben Gottes bezogen wird, wohl unter Einfluß von kirchenlat. dōtātus (vgl. frz. doué, engl. gifted, nl. begaaft, dän. begavet). Über den religiösen Bereich hinaus entwickelt sich begabt zum Ausdruck für jede Ausstattung mit Geistesgaben oder sonstigen guten Anlagen; dazu hochbegabt Adj. (16. Jh.). Begabung f. ‘Befähigung, Anlage, Talent’, vom 14. Jh. an vor allem ein Ausdruck der Rechtssprache für ‘Schenkung, Stiftung, Beschenkung, Vorrechte’, seit dem 18. Jh., der Bedeutung des Adjektivs folgend, auf geistige und gute körperliche Anlagen übertragen.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Anlage · Begabung · Fähigkeit · Gabe · Talent
Oberbegriffe
  • psychologische Eigenschaft
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Begabung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Begabung‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Begabung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hoffentlich nehmen sie uns unsere Begabung nicht eines Tages noch übel. [Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 444]
Nicht einmal die Gegner, meinte er, wagten es, den Bayern ihre eminente bildnerische Begabung abzustreiten. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 155]
Daß er offenbar nur einen Ton schuf, mag auf mangelnde kompositorische Begabung deuten. [Aarburg, Ursula: Reinmar von Zweter. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia 2001 [1963]]
Auch bei den okkultistischen Kräften handelt es sich um eine schöpfungsmäßige Begabung, die sogar vererbt werden kann. [Köberle, A.: Okkultismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia 2000 [1960]]
Daß es jetzt ausgerechnet der ist, ist wirklich überraschend, bei seinen minderen Begabungen. [konkret, 2000 [1998]]
Zitationshilfe
„Begabung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Begabung>.

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