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Für Ihre Abfrage nach Diele gibt es mehrere Wörterbuchartikel.
  • 1Diele, die
    1. 1. langes Brett, das als Fußbodenbelag verwendet wird
    2. 2. Fußboden

  • 2Diele, die
    1. 1. großer Flur, Vorraum
    2. 2. Vergnügungsstätte mit kleiner Tanzfläche

Diele, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Diele · Nominativ Plural: Dielen
Aussprache 
Worttrennung Die | le
Wortbildung  mit ›Diele‹ als Erstglied: Dielenboden · Dielenbrett · Dielenfuge · Dielenfußboden · Dielenholz · Dielenkopf · Dielenritze
 ·  mit ›Diele‹ als Letztglied: Gipsdiele · Holzdiele  ·  mit ›Diele‹ als Grundform: dielen

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
langes Brett, das als Fußbodenbelag verwendet wird
Beispiele:
die alte Diele knarrt
Dielen schneiden, legen, erneuern
seine Kleine, die immer auf den Dielen herumrutschte [ G. HermannWordelmann111]
2.
Fußboden
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
eine blanke, gestrichene, weißgescheuerte Diele
das Buch lag auf der Diele
er rutschte auf der Diele aus
sie schliefen auf der bloßen Diele
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Diele · dielen
Diele f. ‘Fußboden(brett), Vorraum’. Das Wort ist in alter Zeit in vielen Form- und Bedeutungsvarianten vertreten; ahd. thil m. (8. Jh.), thilo m., thilla f. ‘starkes Brett, Bretterwand, -boden’ (11. Jh.), mhd. dil f. m., dille f. ‘Brett, Bretterwand, bretterne Seitenwand eines Schiffes, Verdeck, Bretterfußboden, oberer Boden des Hauses’, asächs. thili f. ‘Diele, Brett, Pult’, mnd. dēle f. ‘Brett, Fußboden, Hausflur’, mnl. dēle, nl. deel ‘Tenne, Brett’, aengl. þille n. ‘dünnes Brett, Planke, Flurbelag’, þel n. ‘Planke, Platte’, þelu f. in buruhþelu ‘Burgflur’, anord. þil(i) n. ‘Bretterwand, Bretterboden’, þilja f. ‘Brett im Schiffsboden, Ruderbank’, þel n. ‘Grund, Boden’, schwed. tilja ‘Diele, Bühne’. Die germ. Formen *þil- (zum Teil mit Gemination verursachendem j-Suffix *þieljō-) stellen sich mit aind. talam ‘Fläche, Ebene, Handfläche’, griech. tēlía (τηλία) ‘Tisch oder Brett mit erhöhtem Rand, Würfel-, Küchenbrett’, lat. tellūs ‘Erde’, lit. tìlės Plur. ‘Bodenbretter im Kahn, Bodenbelag’, tìltas ‘Brücke’ zur Wurzel ie. *tel(ə)- ‘flach, flacher Boden, Brett’. Die im Nhd. üblichen Bedeutungen sind zum Teil vom Nd. beeinflußt; Diele ist der aus Brettern hergestellte oder (in Norddeutschland) der aus Lehm gestampfte Fußboden, dann auch der ebenerdige große Raum des niedersächsischen Bauernhauses, der als Tenne und ursprünglich auch als Herdraum dient, dann der ‘Vorraum’. Diele in Eis- und Tanzdiele erklärt sich aus ‘große Fußbodenfläche, großer Raum’. Die literatursprachliche Form ist wohl von mnd. nd. (im 14. bis. 16. Jh. auch md.) dēle f. beeinflußt. – dielen Vb. ‘Fußboden mit Brettern belegen’, mhd. dillen ‘mit Brettern decken, aus Brettern machen’, vgl. ahd. githillōn ‘bedecken’ (11. Jh.).

zum Abkürzungsverzeichnis …

Typische Verbindungen zu ›Diele‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diele‹.

abgeschliffen abgetreten abgewetzt abgezogen abschleifen Altbauwohnung ausberger ausgetreten Bauernhaus durchgetreten gebeizt gebohnert geräumig gescheuert gestrichen geölt Haupthaus Heimathaus herausreißen Knarren knarren knarrend Knarzen knarzen knarzend knarzende morsch quietschen Stuck
Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiel für ›Diele‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach der Schule saßen wir auf den Dielen in meinem Zimmer. [Der Tagesspiegel, 26.08.2001]
Zitationshilfe
„Diele“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diele#1>.

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Diele, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Diele · Nominativ Plural: Dielen
Aussprache 
Worttrennung Die | le
Wortbildung  mit ›Diele‹ als Erstglied: Dielenfenster · Dielengarnitur · Dielenlampe · Dielenschrank
 ·  mit ›Diele‹ als Letztglied: Eisdiele · Essdiele · Hausdiele · Tanzdiele

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
großer Flur, Vorraum
Beispiele:
eine geräumige Diele
auf, durch die Diele gehen
wir haben in der Diele abgelegt
2.
Vergnügungsstätte mit kleiner Tanzfläche
Beispiele:
in der Diele wird getanzt
Robert […] sah sich aber vergeblich nach einer Diele oder einem Café um [ KasackStadt43]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Diele · dielen
Diele f. ‘Fußboden(brett), Vorraum’. Das Wort ist in alter Zeit in vielen Form- und Bedeutungsvarianten vertreten; ahd. thil m. (8. Jh.), thilo m., thilla f. ‘starkes Brett, Bretterwand, -boden’ (11. Jh.), mhd. dil f. m., dille f. ‘Brett, Bretterwand, bretterne Seitenwand eines Schiffes, Verdeck, Bretterfußboden, oberer Boden des Hauses’, asächs. thili f. ‘Diele, Brett, Pult’, mnd. dēle f. ‘Brett, Fußboden, Hausflur’, mnl. dēle, nl. deel ‘Tenne, Brett’, aengl. þille n. ‘dünnes Brett, Planke, Flurbelag’, þel n. ‘Planke, Platte’, þelu f. in buruhþelu ‘Burgflur’, anord. þil(i) n. ‘Bretterwand, Bretterboden’, þilja f. ‘Brett im Schiffsboden, Ruderbank’, þel n. ‘Grund, Boden’, schwed. tilja ‘Diele, Bühne’. Die germ. Formen *þil- (zum Teil mit Gemination verursachendem j-Suffix *þieljō-) stellen sich mit aind. talam ‘Fläche, Ebene, Handfläche’, griech. tēlía (τηλία) ‘Tisch oder Brett mit erhöhtem Rand, Würfel-, Küchenbrett’, lat. tellūs ‘Erde’, lit. tìlės Plur. ‘Bodenbretter im Kahn, Bodenbelag’, tìltas ‘Brücke’ zur Wurzel ie. *tel(ə)- ‘flach, flacher Boden, Brett’. Die im Nhd. üblichen Bedeutungen sind zum Teil vom Nd. beeinflußt; Diele ist der aus Brettern hergestellte oder (in Norddeutschland) der aus Lehm gestampfte Fußboden, dann auch der ebenerdige große Raum des niedersächsischen Bauernhauses, der als Tenne und ursprünglich auch als Herdraum dient, dann der ‘Vorraum’. Diele in Eis- und Tanzdiele erklärt sich aus ‘große Fußbodenfläche, großer Raum’. Die literatursprachliche Form ist wohl von mnd. nd. (im 14. bis. 16. Jh. auch md.) dēle f. beeinflußt. – dielen Vb. ‘Fußboden mit Brettern belegen’, mhd. dillen ‘mit Brettern decken, aus Brettern machen’, vgl. ahd. githillōn ‘bedecken’ (11. Jh.).

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Typische Verbindungen zu ›Diele‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diele‹.

abgeschliffen abgetreten abgewetzt abgezogen abschleifen Altbauwohnung ausberger ausgetreten Bauernhaus durchgetreten gebeizt gebohnert geräumig gescheuert gestrichen geölt Haupthaus Heimathaus herausreißen Knarren knarren knarrend Knarzen knarzen knarzend knarzende morsch quietschen Stuck
Legende: Adjektive Substantive Verben
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„Diele“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diele#2>.

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