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Duft, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Duft(e)s · Nominativ Plural: Düfte
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Duft‹ als Erstglied: Duftbaum · Duftbäumchen · Duftbesen · Duftbild · Duftbruch · Duftdrüse · düfteschwer / duftschwer · Duftgebilde · Duftgemisch · duftgeschwängert · Dufthauch · duftig · Duftkerze · Duftkissen · Duftkreation · Duftlampe · Duftmarke · Duftnote · Duftöl · Duftorgan · Duftprobe · duftreich / düftereich · Duftreis · Duftrose · Duftschale · Duftschleier · Duftschöpfung · Duftskala · Duftstein · Duftstoff · Duftveilchen · Duftwasser · Duftwässerchen · Duftwelle · Duftwolke
 ·  mit ›Duft‹ als Letztglied: Balsamduft · Blumenduft · Blütenduft · Bratenduft · Fliederduft · Glühweinduft · Moderduft · Morgenduft · Parfumduft / Parfümduft · Rosenduft · Veilchenduft · Zigarettenduft
 ·  mit ›Duft‹ als Grundform: duften

Bedeutungsübersicht

  1. 1. (zarter) angenehmer Geruch
    1. ● [spöttisch] unangenehmer Geruch
  2. 2. [gehoben, übertragen] eigenartiger Reiz, besondere Atmosphäre
  3. 3. [dichterisch] feiner, nebelartiger Dunst

Bedeutungen

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1.
(zarter) angenehmer Geruch
Beispiele:
ein feiner, köstlicher, zarter, süßer, erregender, betäubender, berauschender Duft
ein merkwürdiger, würziger, aromatischer Duft
die Blume strömt einen lieblichen Duft aus, verbreitet einen starken Duft
gehobendie Blüten hauchen ihren Duft aus, atmen balsamische Düfte
einen Duft (gierig) einsaugen, wittern
ein Duft verfliegt
das Parfüm hat seinen Duft verloren
gehobendie Luft, Atmosphäre war mit (leisen) Düften geschwängert, getränkt
der Duft des Haares, Körpers
der Duft von Obst, Braten, Kaffee, Wein, Brot
ein leiser Duft nach Veilchen und frischer Wäsche erfüllte das Zimmer [ Th. MannBuddenbrooks1,88]
spöttisch unangenehmer Geruch
Beispiele:
der Duft des Käses
Wenn einmal die Geschichte ihre Grüfte öffnet, kann der Despotismus noch immer an dem Duft unsrer Leichen ersticken [ BüchnerDantonIV]
2.
gehoben, übertragen eigenartiger Reiz, besondere Atmosphäre
Beispiele:
der romantische, poetische Duft seiner Verse
der süße Duft ihrer Stimme
der Duft der gelehrten Bücher … umschwebte und isolierte ihn [ FedererPapst224]
3.
dichterisch feiner, nebelartiger Dunst
Beispiele:
Ich seh’, wie ein Engel im rosigen Duft / Sich tröstend zur Seite mir stellet […] [ BeethovenFidelioII 1]
[…] still lagen die fernen Dörfer im Duft […] [ RaabeHungerpastorI 1,379]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Duft · duften · düften · verduften · duftig
Duft m. ‘angenehmer, feiner Geruch’, ahd. thuft ‘Duft, Hitze’ (um 1000), auch ‘Frost’ (eigentlich ‘gefrorener Dunst’), mhd. tuft ‘Dunst, Nebel, Tau, Reif’ stellen sich wohl mit anord. dupt, duft n. (dupti m.) ‘Staub’, schwed. doft ‘Mehlstaub, Duft’ und den außergerm. Verwandten griech. tȳ́phein (τύφειν) ‘Rauch, Dampf, Qualm machen’, tȳ́phos (τῦφος) ‘Rauch, Dampf, Qualm, Dünkel, Art Fieber’ (s. Typhus) zu ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’ (s. auch taub, toben), Erweiterung der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- ‘stieben, wirbeln’, besonders von Staub, Rauch, Dampf, daher auch ‘dampfen, ausdünsten, riechen’. Zur gleichen Wurzel gehören aind. dhūmáḥ ‘Rauch’, griech. thȳmós (θυμός) ‘Geist, Mut, Zorn, Gemütswallung, Leidenschaft’, thȳmiā́n (θυμιᾶν) ‘in Rauch aufgehen lassen, rauchen’, lat. fūmus ‘Rauch, Dampf, Qualm’, aslaw. ∂ymъ ‘Rauch, Dampf, Dunst’, russ. dym (дым) ‘Rauch’; s. auch Dunst, Düne. Weniger wahrscheinlich ist Verwandtschaft mit Dampf (s. d.). Danach wäre Duft als Verbalabstraktum zu mhd. dimpfen ‘dampfen, rauchen’ hervorgegangen aus *dumft, *dunft und in seiner Entwicklung einer Reihe mhd. frühnhd. sowie nd. Formen mit Nasalverlust (wie Vernuft neben Vernunft) vergleichbar. Die Bedeutung ‘Wohlgeruch’ entwickelt sich erst im 18. Jh., zunächst für die ‘feine Ausdünstung’ wohlriechender Pflanzen. Aber noch im 19. Jh. ist Duft in der alten Bedeutung ‘(feiner) Dunst’ gebräuchlich, sie gilt bis heute im Obd. duften, älter auch düften Vb. ‘Wohlgeruch verbreiten’ (im Gegensatz zu stinken, s. d.), mhd. tüften, tuften ‘Dunst, Nebel von sich geben, dampfen, dünsten’, seit dem 17. Jh. in heutiger Bedeutung. verduften Vb. ‘sich in Duft auflösen, Duft verlieren’ (18. Jh.), in scherzhafter Übertragung ‘ohne Aufsehen verschwinden’ (19. Jh.). duftig Adj. ‘dunstig’ (15. Jh.), ‘Wohlgeruch verbreitend’, übertragen ‘leicht, zart’ (18. Jh.).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Duft · Wohlgeruch  ●  Aroma griechisch · Bouquet (von Parfum) veraltet · Bukett (von Parfum) veraltet · Odeur franz.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • zitrisch · zitrusartig

Duft · Duftwolke

Ausdünstung · Duft · Geruch  ●  Aroma griechisch · Odeur franz. · Odor lat.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Geruchssinn · Geruchswahrnehmung · Riechfähigkeit · Riechvermögen · Riechwahrnehmung · Wahrnehmung von Gerüchen  ●  Nase ugs., fig. · olfaktorische Wahrnehmung fachspr. · olfaktorischer Sinn fachspr.
  • Duftdrüse · Stinkdrüse · apokrine Schweißdrüse

Unterbegriffe
Assoziationen

Aroma · Blume · Bukett · Duft (von Wein)  ●  Bouquet franz. · Aromatik fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Duft‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Duft‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Duft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Worein verlieben sich zwei blinde Mädchen, wenn nicht in einen Duft. [Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 35]
Nach ein paar Minuten begann der verlockende Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee den Wagen zu durchziehen. [Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 254]
An einem Tag ist man abgekämpft und braucht einen frischen Duft. [Die Zeit, 20.04.2000]
Aus jeder Ecke der Welt zieht der kalte Duft des Todes durch die Medien an uns vorbei. [Die Zeit, 28.10.1999]
Unter Tausenden würde sie dich allein schon an deinem Duft herausfinden können. [Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 177]
Zitationshilfe
„Duft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Duft>.

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