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Erfinder, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Erfinders · Nominativ Plural: Erfinder
Aussprache  [ɛɐ̯ˈfɪndɐ]
Worttrennung Er | fin | der
Wortzerlegung erfinden 1-er
Wortbildung  mit ›Erfinder‹ als Erstglied: Erfindergeist · Erfinderin · erfinderisch · Erfinderkollektiv · Erfinderschutz

Bedeutung

eWDG , DWDS
eWDG , DWDS
jmd., der eine neue Methode, Technik o. Ä. erfunden hat
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein genialer, verrückter Erfinder
mit Genitivattribut: der Erfinder des Begriffs, der Methode
in Präpositionalgruppe/-objekt: nach dem Erfinder benannt [sein]
in Koordination: Erfinder und Forscher
als Prädikativ: als Erfinder gelten, bezeichnen
Beispiele:
er ist der Erfinder dieser neuen MaschineeWDG, 1967
Gutenberg war der Erfinder der BuchdruckerkunsteWDG, 1967
Tabata ist ein kurzes und intensives Cardio‑Kraft‑Programm, benannt nach dem japanischen Erfinder Izumi Tabata. ade [Hamburger Abendblatt, 17.12.2019]
Schon 1933 bekam der amerikanische Wissenschaftler und Erfinder Edwin Land ein Patent für Polarisationsfolien. 1947 stellte er dann die erste Kamera vor, der man unmittelbar nach der Aufnahme ein fertiges Bild entnehmen konnte. [Die Welt, 26.09.2016]
Chaplin gehört zu den genialsten, elegantesten Erfindern der Grammatik des Kinos, also seiner Bildsprache, die heute so selbstverständlich erscheint. [Süddeutsche Zeitung, 13.10.2015]
Der erste Browser trug den Namen WorldWideWeb und wurde von Tim Berners‑Lee entwickelt, der dadurch als Erfinder des WWW in die Geschichte eingehen sollte. [Der Standard, 17.06.2008]
Der bald 76 Jahre alte Reinhard Selten, Erfinder des spieltheoretischen Konzepts des »teilspielperfekten Gleichgewichts« […], hat schon 1984 an der Universität Bonn ein Laboratorium für experimentelle Ökonomie eingerichtet und sich selbst diesem deskriptiven Forschungszweig verschrieben. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2006]
a)
allgemeiner ein Unternehmen, Land o. Ä., das eine neue Technik, ein neues Produkt o. Ä. erfunden hat, eine Idee erstmalig umsetzt
Beispiele:
Wir können handeln – wenn der politische Rahmen gesetzt wird. Wir erleben weltweit, wie die Wirtschaft auf grüne Technologie baut. Wenn Deutschland, Erfinder der Energiewende, da den Anschluss verliert, verspielt es seine Wettbewerbsfähigkeit. [Welt am Sonntag, 16.06.2019]
Die »Bee Gees« sind die erfolgreichste Familien‑Band aller Zeiten: Sie verkauften mehr als 200 Millionen Alben, gelten als Erfinder und Könige der Disco‑Ära. [Bild, 22.05.2012]
Allzu gerne wäre Daimler als Erster durchs Ziel gefahren. Aber Peugeot und Citroën, die Erfinder der Partikelfiltertechnik, waren schneller und brachten die Symbiose aus Dieselmotor und Elektromodul als Erste in Serie. [Die Zeit, 07.04.2012]
CNN ist der Erfinder einer Branche, der Cable News 24/7, wie es im amerikanischen Kürzel‑Slang heißt: Fernsehnachrichten rund um die Uhr, 24 Stunden an sieben Tagen der Woche. [Die Zeit, 31.05.2010]
Konservierungsmittel, Farbstoffe und Bindemittel stehen hier nicht auf dem Speiseplan. Als Erfinder und Marktführer der neu entstandenen Branche gilt die amerikanische Kette »Daily Soup« in New York. [Rhein-Zeitung, 31.03.2003]
b)
Phraseme:
etw. ist im Sinne des Erfinders (= etw. ist so wie beabsichtigt, wie vorgesehen)👁 Image
etw. ist nicht im Sinne des Erfinders (= etw. ist nicht so wie beabsichtigt, wie vorgesehen oder gewünscht)👁 Image

Zum Originalartikel des eWDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
finden · abfinden · Abfindung · erfinden · Erfindung · Erfinder · erfinderisch · unerfindlich · Fund · Fundgrube · Findelkind · Findling · findig · spitzfindig · ausfindig · fündig
finden Vb. ‘durch Zufall, durch Suchen, durch Nachdenken auf etw. stoßen’, ahd. findan (8. Jh.), mhd. vinden, asächs. fīðan, findan, mnd. mnl. nl. vinden, aengl. findan, engl. to find, anord. schwed. finna, got. finþan. Herkunft ungewiß. Vielleicht mit griech. paté͞in (πατεῖν) ‘auf etw. treten’ und lat. pōns (Genitiv pontis) ‘Knüppelweg, Brücke’ zur Wurzel ie. *pent(h)- ‘treten, gehen, worauf treten, antreffen, finden’ (s. auch fahnden). – abfinden Vb. ‘Ansprüche befriedigen’, reflexiv ‘sich zufriedengeben’ (16. Jh.); zuerst (14. Jh.) in der nd. Rechtssprache belegt mit der Bedeutung ‘durch Gerichtsurteil absprechen, aberkennen’. Abfindung f. ‘Befriedigung von Ansprüchen, Entschädigung’ (16. Jh.). erfinden Vb. ‘bisher noch nicht Vorhandenes ersinnen, erschaffen’, ahd. irfindan ‘erfahren, erkennen, erfassen’ (9. Jh.), mhd. ervinden ‘ausfindig machen, bemerken, erfahren’. Erfindung f. ‘das Ersonnene, Erschaffene’ (15. Jh.). Erfinder m. ‘wer bisher nicht Vorhandenes ersinnt, erschafft’ (15. Jh.), heute besonders im technischen Bereich. erfinderisch Adj. ‘einfallsreich’ (18. Jh.). unerfindlich Adj. ‘unerklärlich’, spätmhd. unervindelich. Fund m. ‘das Finden, das Gefundene’, in der Schwundstufe des Verbs, mhd. vunt, auch bergmannssprachlich ‘neuentdeckte Lagerstätte von Erzen’, dafür auch Fundgrube f. (14. Jh.), übertragen ‘Ort, wo eine Fülle von Erkenntnissen, Belehrungen anzutreffen ist’ (Ende 15. Jh.). Ursprünglich wohl zu ablautendem Fund gebildet und nachträglich (meist im 16. Jh.) an finden angelehnt sind: Findelkind n. ‘ausgesetztes, von Fremden gefundenes Kind’, vgl. mhd. vuntkint, dann auch frühnhd. vündelkint, zu frühnhd. vündel, vindel ‘Findelkind’, Deminutivum zu vunt. Findling m. ‘Findelkind’, mhd. vundelinc; seit dem 19. Jh. auch ‘ein durch Gletscher transportierter Gesteinsblock’. findig Adj. ‘erfinderisch, schlau’, mhd. vündec, vündic ‘erfinderisch, findbar’, seit dem 16. Jh. in der Form findig, s. aber unten fündig. spitzfindig Adj., älter spitzfündig, ‘listig, überklug’ (16. Jh.), vgl. auch spitzer Fund (Luther) und Spitzfund m. (16. Jh.) ‘überklug, trügerisch Erdachtes’. ausfindig Adj., älter ausfündig, meist in festen Wendungen ausfindig machen, werden ‘bekanntmachen, bekannt werden, herausfinden, erforschen’ (15. Jh.). fündig Adj. ‘Bodenschätze aufweisend, ergiebig’, seit dem 16. Jh. bedeutungsdifferenzierend die alte Form gegenüber findig (s. oben) bewahrend.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Erfinder  ●  Mächler schweiz., elsässisch · Tüftler ugs.

Typische Verbindungen zu ›Erfinder‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erfinder‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Erfinder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erfinder>.

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