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Fahrer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fahrers · Nominativ Plural: Fahrer
Aussprache 
Worttrennung Fah | rer
Wortzerlegung fahren 1-er
Wortbildung  mit ›Fahrer‹ als Erstglied: Fahrerassistenzsystem · Fahrerbesprechung · Fahrerduo · Fahrereigenschaft · Fahrerflucht · Fahrerhaus · Fahrerhäuschen · Fahrerin · fahrerisch · Fahrerkabine · Fahrerkorb · Fahrerlager · fahrerlos · Fahrersitz · Fahrerstand · Fahrertür · Fahrerwertung
 ·  mit ›Fahrer‹ als Letztglied: Amokfahrer · Ausnahmefahrer · Ausweisfahrer · Autofahrer · Bahnfahrer · Ballonfahrer · Beifahrer · Beiwagenfahrer · Berufsfahrer · Blaufahrer · Bobfahrer · Bootsfahrer · Brummifahrer · Busfahrer · Cheffahrer · Dauerfahrer · DDR-Fahrer · Einzelfahrer · Elitefahrer · Ersatzfahrer · Fabrikfahrer · Fahrradfahrer · Falschfahrer · Fernfahrer · Fernlastfahrer · Formel-1-Fahrer · Friedensfahrer · Gabelstaplerfahrer · Geisterfahrer · Geschicklichkeitsfahrer · Grasskifahrer · Grönlandfahrer · Herrenfahrer · Hinterradfahrer · Kahnfahrer · Kanufahrer · Kauffahrer · Klingelfahrer · Kombinefahrer · Kradfahrer · Kraftfahrer · Kranfahrer · Kreuzfahrer · Landfahrer · Langstreckenfahrer · Lastfahrer · Lastkraftwagenfahrer · Lastwagenfahrer · Lastzugfahrer · Linienfahrer · Lizenzfahrer · Lkw-Fahrer / LKW-Fahrer · Luftfahrer · Marktfahrer · Meldefahrer · Mofafahrer · Mondfahrer · Mopedfahrer · Motorradfahrer · Müllfahrer · Nachwuchsfahrer · Omnibusfahrer · Paddelbootfahrer · Pistenfahrer · Pkw-Fahrer / PKW-Fahrer · Radfahrer · Rallyefahrer · Raumfahrer · Rennfahrer · Rikschafahrer · Rollifahrer · Rollstuhlfahrer · Romfahrer · S-Bahn-Fahrer · Sandbahnfahrer · Schichtfahrer · Schnellfahrer · Seefahrer · Segelfahrer · Selbstfahrer · Skeletonfahrer · Skifahrer / Schifahrer · Slalomfahrer · Sonntagsfahrer · Soziusfahrer · Spitzenfahrer · Staplerfahrer · Steilwandfahrer · Straßenbahnfahrer · Straßenfahrer · Tandemfahrer · Taxifahrer · Testfahrer · Teufelsfahrer · Töfffahrer / Töff-Fahrer · Töfflifahrer · Traktorfahrer · Tramfahrer · Treckerfahrer · Triebwagenfahrer · Trittbrettfahrer · Truckerfahrer · Truckfahrer · U-Bahn-Fahrer · Unfallfahrer · Unglücksfahrer · Velofahrer · Verkaufsfahrer · Vielfahrer · Weltklassefahrer · Weltraumfahrer · Werksfahrer / Werkfahrer · Wettfahrer · WM-Fahrer · Zeitfahrer · Zweiradfahrer

Bedeutung

eWDG
eWDG
jmd., der (beruflich) ein Fahrzeug, besonders ein Kraftfahrzeug, führt
Beispiele:
der Fahrer eines Lastkraftwagens, Personenwagens, Autobusses, Motorrads, Ballons
der Fahrer der Straßenbahn, U-Bahn
er war Fahrer von Fernlastzügen
er ist Fahrer bei einem Betrieb
ein sicherer, zuverlässiger, verantwortungsvoller, umsichtiger, tüchtiger Fahrer
der Fahrer fuhr unfallfrei
den Fahrer während der Fahrt nicht stören, ablenken
während der Fahrt ist die Unterhaltung mit dem Fahrer verboten

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
fahren · 1zerfahren · 2zerfahren · Fahrer · fahrend · fahrig · fahrlässig · Fahrlässigkeit · Vorfahr · Nachfahr · Fahrgast · Fahrkarte · Fahrschein · Fahrplan · Fahrrad · Fahrstuhl · Fahrzeug
fahren Vb. ‘sich mit einem Fahrzeug fortbewegen, es lenken, steuern’. Ahd. faran (8. Jh.), mhd. varn, varen, asächs. aengl. faran (engl. to fare ‘ergehen, leben’), mnd. mnl. vāren, nl. varen, anord. fara, schwed. fara, got. faran ist ursprünglich die allgemeinste Bezeichnung für jede Art der Fortbewegung (‘gehen, reiten, fahren, schwimmen, fliegen’ in sich einschließend) und wird erst allmählich auf die Fortbewegung mit Wagen, Schiffen, Fahrzeugen aller Art eingeschränkt; doch vgl. noch fahrendes (‘umherziehendes’) Volk, den Abschiedsgruß fahr wohl sowie Schlittschuh, Ballon fahren. Das gemeingerm. Verb gehört mit griech. perā́n (περᾶν) ‘hinüberbringen, durchdringen, hindurchkommen’, póros (πόρος) ‘Durch-, Zu-, Übergang’, poré͞uesthai (πορεύεσθαι) ‘reisen’, lat. portāre ‘tragen, bringen’, aslaw. pьrati ‘emporfliegen, sich erheben’, russ. (derb) perét’ (переть) ‘gehen’ zur Wurzel ie. *per(ə)- ‘hinüberführen, -bringen, -kommen, übersetzen, durchdringen, fliegen’; s. auch Fähre, Fahrt, Fjord, Furt, führen. 1zerfahren Vb. ‘zerfallen, vergehen, durch Fahren beschädigen’, ahd. zirfaran ‘zergehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. zervarn ‘auseinander, in Stücke gehen’. 2zerfahren Part.adj. ‘ausgefahren, durch Fahren beschädigt’, meist übertragen ‘auseinander gefallen, nicht festen Sinnes, unkonzentriert, unbeständig, gedankenlos’ (19. Jh.). – Fahrer m. ‘Lenker eines Fuhrwerks’ (18. Jh.), Nomen agentis zu fahren, in der Bedeutung ‘Lenker eines Kraftwagens, Chauffeur’ um 1900 wohl aus Kraftwagenfahrer verkürzt. Früher bezeugt als Grundwort von Komposita, vgl. mhd. lantvarære, nhd. Landfahrer ‘Reisender, Pilger, Landstreicher’, See-, Wallfahrer (17. Jh.). fahrend Part.adj. ‘ohne festen Aufenthaltsort’, ahd. faranti substantiviert ‘Reisender’ (8./9. Jh.), adjektivisch in der Wendung (10. Jh.) farantēr scaz, mhd. varndeʒ guot, nhd. fahrende Habe ‘beweglicher Besitz’; mhd. varnde ‘wandernd, umherziehend’ (von Spielleuten u. dgl., varndiu diet ‘umherziehendes, nicht seßhaftes Volk’). fahrig Adj. ‘unruhig, hastig, unkonzentriert’, spätmhd. verec, veric ‘zur Ausfahrt bereit’, nhd. ferig ‘behende, rasch’ (16. Jh.), danach erst wieder in der heutigen Bedeutung seit dem 18. Jh. durchgehend gebräuchlich. fahrlässig Adj. ‘unachtsam, nachlässig’ (15. Jh.), aus der verbalen Wendung mhd. varn lāʒen ‘geschehen lassen, nachlässig sein, ungestraft lassen’ weitergebildet (nicht zu lässig Adj., s. d.); häufig in der Rechtssprache; Fahrlässigkeit f. ‘(strafbare) Unachtsamkeit’ (15. Jh.). Vorfahr m. ‘Ahne’, mhd. vorvar(e), mnd. vorvāre, eigentlich ‘Vorangehender’. Nachfahr m. ‘Nachkomme’, mhd. nāchvar. – Fahrgast m. (2. Hälfte 19. Jh.), Verdeutschung für Passagier (s. d.), Fahrkarte f., auch Fahrschein m. (Ende 19. Jh.), Verdeutschung für Billett (s. d.), und Fahrplan m. ‘Verzeichnis der Fahrzeiten öffentlicher Verkehrsmittel’ (2. Hälfte 19. Jh.) sind mit der Entwicklung des Eisenbahnwesens entstanden. – Fahrrad n. ‘einspuriges zweirädriges Tretfahrzeug’ (Ende 19. Jh.), Verdeutschung für Veloziped (von frz. vélocipède, zu lat. vēlōx ‘schnell’ und pēs ‘Fuß’ gebildet), modern meist verkürzt zu Rad (s. d.). Fahrstuhl m. ‘Lift’ (17. Jh.), daneben anfangs auch Fahrsessel m., zuerst in mittelalterlichen Bergwerken und in der Kriegsbaukunst verwendet und Aufzug (vgl. spätmhd. ūfzuc ‘Vorrichtung zum Aufziehen’, s. ziehen) genannt; seit der 2. Hälfte des 19. Jhs. für den elektrischen Lift (s. d.). Fahrzeug n. ‘fahrbare Einrichtung zur Beförderung von Personen und Gütern’; zum zweiten Kompositionsglied s. Zeug. Mnd. vārtǖch ‘Fahrzeug, Wagen’, nl. vaartuig ‘Schiff, Boot, Wagen’ (17. Jh.), seit dem 17. Jh. in hd. Texten (zuerst z. B. in Reisebeschreibungen) als Bezeichnung für ‘Schiff’ belegt (so bis zum Anfang des 20. Jhs.), erst im 19. Jh. wird die Verwendung ‘Wagen’ häufiger, modern vielfach für Auto.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Fahrer · persönlicher Fahrer  ●  Chauffeur franz. · Chauffeurin weibl. · Chauffeuse weibl. · Lenker österr.
Oberbegriffe

Autofahrer · Frau am Steuer (des Fahrzeugs) · Mann am Steuer (des Fahrzeugs)  ●  Autolenker schweiz. · Automobilist schweiz. · Fahrzeuglenker österr., schweiz. · Wagenlenker österr., schweiz., süddt. · Fahrer ugs. · Fahrzeugführer fachspr., Amtsdeutsch · Kraftfahrer fachspr., Amtsdeutsch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Amokfahrer · Amoklenker
  • Elektroautofahrer · Elektromobilist
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Fahrer‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fahrer‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Fahrer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer dagegen grundsätzlich schaltfaul ist, wird nie ein guter Fahrer werden! [Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 73]
Grundsätzlich sollte man also der Dame den Platz neben dem Fahrer anbieten. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 238]
So glaubt der Fahrer eines Wagens sich mit bestem Können nach der Situation zu richten. [Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 299]
Oft entschuldigen die langsameren Fahrer ihre Leistung mit ihrem schlechten Auto. [Der Spiegel, 10.07.1989]
Wahrscheinlich war das Signal nicht gut sichtbar – darüber hatten sich schon früher Fahrer beschwert. [Die Zeit, 14.10.1999]
Zitationshilfe
„Fahrer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fahrer>.

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