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Flut, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Flut · Nominativ Plural: Fluten
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Flut‹ als Erstglied: Flutdeich · Fluteinbruch · Fluteinsatz · Flutgraben · Fluthafen · Fluthöhe · Flutkanal · Flutkatastrophe · Flutkraftwerk · Flutlicht · Flutopfer · Flutpolder · flutsicher · Flutstaubecken · Flutstrom · Flutwarnung · Flutwasser · Flutwelle · Flutzeit
 ·  mit ›Flut‹ als Letztglied: Ausgabenflut · Bilderflut · Briefflut · Bücherflut / Buchflut · Datenflut · Farbenflut · Flüchtlingsflut · Haarflut · Hochflut · Informationsflut · Jahrhundertflut · Jahrtausendflut · Lichtflut · Lockenflut · Lügenflut · Meeresflut · Menschenflut · Nippflut · Papierflut · Regenflut · Schichtflut · Schlammflut · Schmutzflut · Sintflut · Springflut · Sturmflut · Sturzflut · Sündflut · Tränenflut · Umflut · Verpackungsflut · Vorflut · Wasserflut · Wortflut
 ·  mit ›Flut‹ als Grundform: fluten

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
täglich zweimal erfolgendes Ansteigen des Meeresspiegels, dem jedes Mal die Ebbe folgt
Beispiele:
bei Eintritt der Flut
Ebbe und Flut (= die Gezeiten)
mit der Flut auslaufen, in See gehen
2.
strömende, stark bewegte Wassermasse
Beispiele:
die aufgewühlte, tosende, gelbe Flut
die Fluten des Rheines
die Flut des Hochwassers drang in die Keller
die Flut hatte Schlamm und Trümmer angespült
Menschen und Tiere waren in den Fluten umgekommen
von der Flut war die Brücke, waren die Ufer schwer beschädigt worden
3.
übertragen eine Flut von etw.eine (plötzlich vorhandene) große Menge von etw.
Beispiele:
eine Flut von Beschwerdebriefen traf ein
eine Flut von Telegrammen, Glückwünschen, Protesten, Verwünschungen, Beleidigungen
eine Flut von Tränen stürzte aus ihren Augen
eine Flut von Schimpfwörtern ergoss sich über ihn
ich musste mir eine Flut von Schmähungen anhören
eine Flut von Farben, Tönen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Flut · fluten · Flutlicht
Flut f. ‘Strömung, Überschwemmung’, ahd. fluot (8. Jh.), mhd. vluot ‘fließendes Wasser, überströmende Wassermasse’, asächs. aengl. flōd, mnl. vloet, nl. vloed, engl. flood, anord. flōð, schwed. flod, got. flōdus. Die Abstraktbildung germ. *flōdu- führt mit griech. plṓein (πλώειν) ‘schwimmen’, plōtós (πλωτός) ‘schwimmend’, aslaw. plavati, russ. plávat’ (плавать) ‘schwimmen’ auf ie. *plō(u)-, eine Erweiterung der Wurzel ie. *pel(ə)-, die, anders als ie. *pleu- (s. fließen), Langdiphthong bzw. Langvokal aufweist. Ein dieser Wurzelerweiterung folgendes Verb ist im Nhd. nicht erhalten, doch vgl. aengl. flōwan, anord. flōa ‘fließen’. Als Gegenwort zu Ebbe (s. d.) begegnet mnd. vlōt im 15. Jh., nhd. Flut gegen Ende des 16. Jhs. – fluten Vb. ‘strömen, sich ergießen, unter Wasser setzen’, mhd. vluoten ‘fließen, strömen’. Flutlicht n. ‘große Plätze überflutendes, beleuchtendes künstliches Licht’ (20. Jh.).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Fülle · Masse · Meer · Myriade · Unmenge · Vielzahl · unübersehbare Menge  ●  Flut ugs. · Wust ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Flut  ●  Tsunami (nach Seebeben) japanisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Geografie
Flut · Hochwasser
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Gezeit  ●  Tide norddeutsch
  • Gezeiten Plural · Tiden Plural, norddeutsch · Ebbe und Flut ugs.
  • Brandungsrückstrom · Rippstrom · Rippströmung · Trecker
  • Flutmulde · Flutrinne
Antonyme

Haufen · Legion · Myriade · Reihe · Schar · Schwall · Unmenge · Unzahl · Vielzahl  ●  Heer fig. · Armee ugs., fig. · Flut ugs., fig. · Latte ugs., salopp
Unterbegriffe
Assoziationen

Erguss · Explosion · Flut · Schwall  ●  Ausbruch fig.

Typische Verbindungen zu ›Flut‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flut‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Flut‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Gast versenkt, nachdem er sich bedient hat, das kostbare Naß wieder in den Fluten. [Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 279]
In der Tat stieg die Flut im Raum beängstigend schnell. [Wissen und Leben, 1959, Nr. 12]
Rund dreißig Häuser aber hat sich die Flut auch in diesem Dorf gepackt. [Die Zeit, 14.08.1997]
Erst von oben offenbart sich die ganze barbarische Schönheit der Flut. [Die Zeit, 08.08.1997]
Diese maßlos untertriebenen Darstellungen – als wären die Götter gerade eiskalten Fluten entstiegen. [Brussig, Thomas: Helden wie wir, Berlin: Verl. Volk und Welt 1996 [1995], S. 50]
Zitationshilfe
„Flut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flut>.

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