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Pudding, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puddings · Nominativ Plural: Puddings/Puddinge
Aussprache  [ˈpʊdɪŋ]
Worttrennung Pud | ding

Bedeutungen

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1.
umgangssprachlich weiche, halbfeste Süßspeise, die aus Milch, Stärkemehl und verschiedenen Zutaten (z. B. Gewürzen, Schokolade oder Fruchtsaft) hergestellt und meist kalt gegessen wird
Synonym zu Flammeri, siehe auch Götterspeise, Wackelpudding
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: Pudding kochen, essen
Beispiele:
Zur Stärkung gab es für die Kinder eine Brotzeit aus hofeigenen Produkten: Milch, Käse, Brote und als Nachspeise Pudding. [Landshuter Zeitung, 26.05.2023]
Zum Kaffee wurde Käsekuchen, Buttercremetorte und mit Pudding gefüllter Streuselkuchen serviert. [Saarbrücker Zeitung, 30.05.2023]
Gewöhnen sich Kinder an völlig übersüßte Tees, Puddings, an fette Speisen und Fertiggerichte mit vielen künstlichen Zusätzen, werden sie kaum einen »gesunden« Geschmack entwickeln. [Mittelbayerische, 22.12.2022]
[…] Supermarktketten bieten ihre Puddinge nun in drei unterschiedlichen Varianten mit unterschiedlich viel oder eben gar keinem Raffinade‑Zucker an. [Die Welt, 23.02.2018]
In vielen Frucht‑ und Naturjoghurts steckt fast so viel Zucker wie in Pudding, Milchreis oder Eis. Durchschnittlich maßen Ernährungswissenschaftler der deutschen Universität Hohenheim beim Test von insgesamt 600 Fruchtjoghurts gängiger Marken 14,1 Gramm Zucker in 100 Gramm Fruchtjoghurt. [Wie man versteckte Zuckerfallen umgeht, 13.09.2016, aufgerufen 24.04.2022]
Beim nächsten Nachtessen im Kreis enger Freunde bekommen alle Gäste Pudding zum Dessert[…]. [Basler Zeitung, 28.10.2015]
a)
Phrasem:
(schwabbelig, weich, wackelig) wie Pudding (= ohne Kraft oder nicht sehr stabil)
Beispiele:
Meine Knie sind weich wie Pudding[…]. [Die Zeit, 21.01.2016]
»Der Deich war weich wie Pudding«, sagten Neustädter über den Zustand des Donaudeichs unmittelbar vor dem Dammbruch. [Mittelbayerische, 28.04.2023]
Mein Körper reagierte nicht, und die Beine fühlten sich an wie Pudding, das machte mir Angst. [Neue Osnabrücker Zeitung, 30.09.2022]
Nichts ist schöner, als auf den Pisten mit Freunden in Bewegung zu sein, bis sich die Schenkel wie Pudding anfühlen. [Salzburger Nachrichten, 12.02.2022]
Heute gehts [sic!] mir besser, ich fühle mich aber wackelig wie Pudding […]. [Basler Zeitung, 09.05.2019]
b)
Phrasem:
dick wie Pudding (= zähflüssig wie Gel)
Beispiele:
In einer separaten Schüssel mischen Sie 100 Milliliter Fruchtsaft mit dem Stärkemehl. Gut verrühren, am besten mit einem Schneebesen – es dürfen sich keine Klümpchen bilden! Wenn der Fruchtsaft kocht, die Stärke‑Saft‑Mischung mit einem Schneebesen einrühren und alles noch einmal aufkochen lassen. Dann etwas köcheln lassen, bis es dick wie Pudding ist. [Rote Grütze mit Vanillesoße wie in der DDR, 03.10.2021, aufgerufen 06.06.2023]
Sepp fügt die Kulturen (Milchsäurebakterien) der Milch bei und beschliesst: »Jetzt gibts erst mal Zmorge.« Nach einer halben Stunde, den Wecker immer in Blicknähe, folgt bei 32 Grad das Einlaben, und eine weitere halbe Stunde später ist die Milch dick wie Pudding. [Luzerner Zeitung, 12.08.2015]
Die Gurken‑Béchamel ist nicht mehr dick wie Pudding und gelingt klümpchenfrei, angenehm geschärft mit Senf und Kresse. [Rezept: Schmorgurke mit Eiern und Frühlingszwiebelreis, 04.05.2012, aufgerufen 01.09.2020]
2.
besonders in Großbritannien beliebte Speise aus Mehl, Milch, Eiern, Butter und wahlweise Brot, Fleisch, Fisch oder Gemüse, die in einer besonderen Form im Dampf oder im Backofen gegart, danach aus der Form gestürzt und meist warm gegessen wird
siehe auch Auflauf (2)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: versalzener Pudding
Beispiele:
Während hierzulande die Augen von Kindern und Naschkatzen zu leuchten beginnen, wenn Pudding angekündigt ist, freuen sich jenseits des Ärmelkanals [in Großbritannien] die hungrigen Mäuler auf deftige Mittagskost. Denn der Begriff »Pudding« bezieht sich dort lediglich auf die Tatsache, dass die Speise – zumindest ursprünglich – in einer speziellen Form über dem kochenden Wasserbad gegart und danach gestürzt wird. [Thüringer Allgemeine, 30.01.2020]
Zweifellos führen die Briten die Kontinentaleuropäer mit ihren Pudding‑Variationen auf eine falsche Fährte. Eine Begriffsklärung scheint angebracht. »Puddinge enthalten meist einen relativ hohen Ei‑Anteil, währendessen der Mehl‑Anteil geringer ist«[…]. Die Puddinge, von denen hier die Rede ist, ähneln im Grunde Aufläufen, werden zudem meist warm serviert. [Kurier, 08.02.2022]
In alten Kochbüchern finde ich nicht nur Plumpudding und Obstpudding, sondern auch Puddings mit Kalbsbraten, mit Kohl, mit Stockfisch und mit Krebsschwänzen. [Aachener Zeitung, 25.04.2020]
Der Große Hans war ein Pudding aus Brotresten, an guten Tagen mit Rosinen, der in einer speziellen gewellten, konischen Pufferform mit einem Rohr in der Mitte im Wasserbad gegart und mit Fruchtsoße serviert wurde. [Hamburger Abendblatt, 18.05.2018]
Frankfurter Pudding besteht aus Weißbrot oder Brötchen. Sie werden mit Royalmasse, einer Mischung aus Ei und Sahne zu gleichen Teilen, sowie Milch übergossen. Zucker und Zimt nach Belieben, Mandeln, Rosinen und Apfelstücke dazu geben und ab in den Backofen. [Rhein-Zeitung, 10.01.2005]
Manche englische Puddings werden noch heute in Servietten gewickelt und darin gegart. [Basler Zeitung, 25.11.2000]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Pudding m. ‘(im Wasserbad gekochtes) Gericht aus Mehl, Fleisch, Fisch oder Gemüse’, auch ‘eine Art Serviettenkloß’, dann ‘Kuchen, Süßspeise mit Früchten und Mandeln’, in neuerer Zeit vornehmlich ‘(kalt servierte) Mehlsüßspeise’, Übernahme (Ende 17. Jh.) von gleichbed. engl. pudding, auch ‘Wurst’ (vgl. black pudding ‘Blutwurst’); vorauf geht mengl. poding, puddyng ‘Wurst, Magen, Eingeweide’. Herleitung aus afrz. bodin ‘Wurst’ (frz. boudin ‘Blutwurst, Wulst’), das nach FEW 1, 420 ff. ein lautmalendes bod- ‘Aufgedunsenes, Wulstiges’ zur Grundlage hat, vgl. afrz. bodine ‘Nabel, Bauch’, frz. bedaine ‘Bauch, Wanst’, mfrz. frz. bouder ‘schmollen’ u. a., ist nicht gesichert. Zahlreiche frühe Varianten wie Püdding, Poding, Potting, Boding lassen auf mündliche Übernahme schließen. Die heute übliche Form tritt seit 1720 auf und bezeichnet zunächst einen in einem Leinentuch gekochten Mehlkloß.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Brei · Creme · Mus · Pudding · breiige Masse  ●  Pampe derb
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Konditorcreme · Vanillecreme  ●  Creme patissiere franz.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Pudding‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pudding‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Pudding“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pudding>.

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