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Zeitliche, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Zeitlichen · wird nur im Singular verwendet
Aussprache [ˈʦaɪ̯tlɪçə]
Worttrennung Zeit | li | che
Grundformzeitlich
Mehrwortausdrücke  das Zeitliche segnen

Bedeutung

DWDS
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gehoben auf die Zeit, den Zeitlauf Bezogenes, von der Zeit Bestimmtes
Beispiele:
Zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen, dem Zeitlichen und dem Ewigen, gibt es keine Kommensurabilität und daher auch keine sinnvolle Korrelation (das heißt weder einen qualitativen noch rechnerischen Sinn, in dem das eine dem andern vorzuziehen ist)[…]. [Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung. Frankfurt a. M.: Insel 1979, S. 7]
Man nannte es Prophetie. Die drei uns geläufigen Dimensionen des Zeitlichen waren in ihr verschlossen: Aus den Fragen des Hier‑und‑Jetzt entwarf sie sich eine Zukunft, die gleichsam Flucht‑ und Konstellationspunkt ihrer Geschichtlichkeit wurde. [Die Welt, 29.09.2018]
Die eigentliche Entgrenzung […] vollzieht sich im Zeitlichen, da in sämtlichen Definitionen von Nachhaltigkeit die Interessen, Bedürfnisse und Wünsche zukünftiger Generationen explizit einbezogen werden. [Süddeutsche Zeitung, 22.03.2010]
Das Ewige sollte [bei Hölderlin] mit dem Zeitlichen […] versöhnt werden, genauso wie Vernunft und Sinnlichkeit, Theologie und Wissenschaft. [Die Zeit, 18.12.2007]
Dante bestritt den Anspruch des Papstes auf Allzuständigkeit und alleinige Führung des Christentums und berief sich sowohl auf kanonisches Recht und allegorische Auslegungen der Heiligen Schrift als auch auf die scholastische Unterscheidung der beiden Zwecke des menschlichen Daseins, Frieden im Zeitlichen und Heil in der Ewigkeit, mit ihren voneinander unabhängigen Lenkungsorganen, Kaisertum und Papsttum. [Myers, A. R.: Europa im 14. Jahrhundert. In: [o. A.]: Propyläen Weltgeschichte. Berlin: Directmedia 2000 [1963]]
Sobald es gelingt die Elemente der Ereignisse durch meßbare Größen zu charakterisieren, was bei Räumlichem und Zeitlichem sich unmittelbar, bei anderen sinnlichen Elementen aber doch auf Umwegen ergibt, läßt sich die Abhängigkeit der Elemente voneinander durch den Funktionsbegriff viel vollständiger und präziser darstellen, als durch so wenig bestimmte Begriffe, wie Ursache und Wirkung. [Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. Berlin: Directmedia 2000 [1905]]

Typische Verbindungen zu ›Zeitliche‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zeitliche‹.

Legende: Substantive Verben
Zitationshilfe
„Zeitliche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zeitliche>.

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