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- asten – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
asten
GrammatikVerb · astet, astete, hat/ist geastet
Aussprache
Worttrennung as | ten
Wortbildung
mit ›asten‹ als Letztglied:
abasten
Bedeutungsübersicht
- [besonders D-Mittelost] ...
- a) ⟨jmd., etw. astet⟩ sich sehr anstrengen
- b) ⟨jmd. astet etw.⟩ etwas Schweres irgendwohin tragen, schleppen
- c) ⟨jmd. astet⟩ mit Mühe eine Strecke zurücklegen
- d) [Schülersprache] ⟨jmd. astet⟩ angestrengt lernen, büffeln
Bedeutung
Duden, GWDS, 1999, DWDS
Duden, GWDS, 1999, DWDS
besonders D-Mittelost
a)
⟨jmd., etw. astet⟩sich sehr anstrengen
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘haben’
Beispiele:
Das Resort […] ist nur über eine ziemlich steile
Bergstraße zu erreichen. Da die Steigung z. T. 12 % betrug,
astete unser kleiner
[Wagen]
[…] doch ziemlich […]! [einhalbesjahrschulfrei.wordpress.com, 16.09.2013]
[…] allweil
astet ein Jüngling am Kamerakran: Der wird
von Hand bewegt, tonnenschwer, Schwenk hin über die Massen – und
bremsen, Schwenk her über die Massen – und bremsen, Schwenk hin. Der
junge Mann ist ganz rot im Gesicht[…]. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2002]
In vielen freiwilligen Stunden hat er diese […] morsche Linde vor seinem Wohnhaus durch
sorgfältiges Füllen aller Löcher, Ritzen und Spalten mit einer
Spezial‑Zement‑Vitamin‑ Aufbaumischung wieder wetterfest gemacht.
[…] sicher
nachahmenswert für viele Bürger, in ihrer Freizeit auch mal vor dem
eigenen Haus zu asten. [Berliner Zeitung, 15.05.1982]
b)
⟨jmd. astet etw.⟩etwas Schweres irgendwohin tragen, schleppen
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘haben’
Beispiele:
Drei Gruppen mit je einem Dutzend Trägern
asten auf ihren Schultern je eine gigantische
Sänfte mit einer kerzenartigen, sieben Meter hohen Holzsäule, gekrönt
von einem Heiligen. [Berliner Zeitung, 26.04.2003]
Ich aste
[…] den Wäschekorb Richtung
Bügelbrett[…]! [Bild, 16.11.2000]
Die Abfahrt bleibt […] auf jeden
Fall geschlossen. Gondel‑ wie Zahnradbahn auf den Wendelstein laufen
zwar weiter, aber Skier braucht in diesem Winter wohl keiner mit hoch zu
asten. [die tageszeitung, 31.01.1995]
[…]
Medien, die es gewöhnt sind, Bodybuilder nur in Affenposen darzustellen
und sich jene Riesenbabys heraussuchen, die ächzend, schwitzend den
tonnalen Inhalt von Güterwaggons in die Höhe
asten. [Die Zeit, 17.02.1989]
Die größte Freude wird […] mit einer 20 Zentner schweren Lore
(= Transportwagen) erlebt, die in anstrengender
Gemeinschaftsarbeit bergauf geastet wurde. [Berliner Zeitung, 27.01.1952]
c)
⟨jmd. astet⟩mit Mühe eine Strecke zurücklegen
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘sein’
Beispiele:
[…] vorbereitet hatte Beckmann
sich ganz anders. In Frankreich astete er
selbstquälerisch den Mont Montoux hinauf, einen Tour‑de‑France‑Berg der
ersten Kategorie. [Die Welt, 05.08.2002]
Man astet aufwärts, grüßt am Hang die
Schafe und wird stimmenfroh zurückgegrüßt. [Die Zeit, 28.06.1996]
Kurz hinter der Mine begannen die Steilstrecken, auf denen
teilweise kaum noch der Trail zu erkennen war. Mike fuhr mit seinem
breiten Arbeits‑Snowmobil voraus und spurte einen Pfad. Dann hieß es
Anlauf nehmen, Gas und Spur halten, durchfahren. Wer hängen blieb, mußte
warten, bis die Helfer bergan geastet
waren. [Die Zeit, 14.01.1983]
d)
Schülersprache ⟨jmd. astet⟩angestrengt lernen, büffeln
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘haben’
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Ast · asten
Ast m. ‘stärkerer Zweig eines Baumes, Strauches’, ahd. ast ‘Ast, Zweig’ (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. mnl. ast, got. asts und die dehnstufigen Formen mnd. aengl. ōst, nl. oest ‘Knorren, Baumstumpf’ sind (wie ähnlich gebildetes Nest, s. d.) ihrem Ursprung nach Komposita. Sie führen mit griech. ózos (ὄζος), armen. ost ‘Ast, Zweig’ auf eine Form ie. *ō̌zdos (z = stimmhaftes s), die das Präfix ō̌- ‘nahe an’ und die Schwundstufe der Wurzel *sed- (s. sitzen) enthält, also wörtlich ‘was (am Stamm) ansitzt’ bedeutet. An die Vorstellung des aus dem Stamm herauswachsenden Astes oder an die spezielle Bedeutung ‘Knorren, Auswuchs im Holz’ anknüpfend, findet sich Ast seit etwa 1800 auch in der Bedeutung ‘Buckel’, daher die Wendung sich einen Ast lachen ‘sich vor Lachen krümmen’ (Mitte 19. Jh.), vgl. sich bucklig lachen. – asten Vb. ‘etw. Schweres (auf der Schulter, dem Rücken) tragen’ (Ende 19. Jh.), vgl. buckeln.
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
(sich) vorbereiten (auf) ·
intensiv lernen (für) ·
studieren ●
(sich) präparieren geh. ·
asten ugs., jugendsprachlich ·
büffeln (für) ugs. ·
in die Bücher kucken ugs., fig., norddeutsch ·
in die Bücher schauen ugs., süddt. ·
pauken (für) ugs. ·
sich auf den Hintern setzen und lernen ugs., salopp ·
sich auf den Hosenboden setzen und lernen ugs. ·
strebern ugs., österr. ·
stucken ugs., bayr., österr.
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