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husten

GrammatikVerb · hustet, hustete, hat gehustet
Aussprache 
Worttrennung hus | ten
Wortbildung  mit ›husten‹ als Erstglied: hüsteln · Hustenetikette / Hustetikette · Hustenregel / Hustregel · Huster
 ·  mit ›husten‹ als Letztglied: abhusten · anhusten · aushusten · Gehuste · heraushusten · verhusten
 ·  mit ›husten‹ als Grundform: Husten

Bedeutung

eWDG
eWDG
die eingeatmete Luft infolge einer Reizung der Atemwege krampfhaft und geräuschvoll ausstoßen
Beispiele:
dumpf, laut, stark, dröhnend, keuchend husten
er muss immerzu husten
das Kind hatte sich erkältet und hustete
im Publikum wurde gelacht und gehustet
der alte Mann konnte nur hustend und stockend antworten
die rauchige Luft brachte die Leute zum Husten
man hörte das hohle, trockene Husten des Kranken
Blut husten (= blutigen Schleim auswerfen)
saloppjmdm. die Ohren voll husten
saloppsich halbtot husten
bildlichder Motor hustet
übertragen, umgangssprachlich, abwertenddie Flöhe husten hören (= sich sehr klug vorkommen)
[sie] hustet blechern [ StrittmatterOchsenkutscher154]
bildlichdas gedämpfte Bellen und Husten der Geschütze [ ApitzNackt447]
a)
übertragen, salopp jmdm. was, eins husten (= nicht nach jmds. Wunsch handeln, eine Zumutung zurückweisen)👁 Image
DWDS, 27.06.2025
Beispiele:
dir werde ich eins husten
Euch hust’ ich was! Lieber dreh’ ich noch mit Batzke ein großes Ding […] [ FalladaBlechnapf8]
b)
übertragen auf etw. hustenauf etw. keinen Wert legen, etw. geringschätzen
Beispiel:
sobald der Weihrauch aus den Öfen / ihm derart in die Nase steigt, / daß er auf seinen Glauben hustet [ HochhuthStellvertreterV 3]

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Husten · husten · hüsteln
Husten m. ‘lautes Ausstoßen, Auspressen der Luft durch den Mund’ (besonders bei Reizung bzw. Erkrankung der Atemwege), ahd. huosto, huosta (9. Jh.), mhd. huoste, mnd. hōst(e), mnl. hoest(e), nl. hoest, aengl. hwōsta, anord. hōsti, schwed. hosta (germ. *hwōstan-), Abstraktbildungen mit t-Suffix (vgl. aengl. hwōsan ‘husten’) wie aind. kā́satē ‘hustet’, kāsā-, kā́s- ‘Husten’, lit. kósėti ‘husten’, russ. kášel’ (кашель) ‘Husten’ zur das Hustengeräusch nachahmenden Wurzel ie. *k̑u̯ās-, *k̑u̯əs-. Vom Substantiv abgeleitet husten Vb., ahd. huostōn (9. Jh.), mhd. huosten, mnd. hōsten, mnl. nl. hoesten, aengl. hwōstan, anord. hōsta, schwed. hosta. Dazu die Weiterbildung hüsteln Vb. ‘leicht husten, sich räuspern’ (18. Jh.).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

husten  ●  bellen ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

(jemandem etwas) abschlagen · (jemandem etwas) nicht durchgehen lassen · (jemandem) (die) Meinung sagen · (jemandem) Grenzen setzen · (jemandem) seine Grenzen aufzeigen · (jemanden) abweisen · (jemanden) in die Schranken weisen · zurechtweisen · zurückweisen  ●  (jemandem) (etwas) husten ugs. · (jemanden) zurechtstutzen ugs. · (voll) auflaufen lassen ugs.
Assoziationen
  • (jemandem) die Leviten lesen · (jemandem) eine harte Rückmeldung geben · (jemandem) heimleuchten · ermahnen · rüffeln · rügen · scharf kritisieren · schelten · tadeln · verwarnen · zur Ordnung rufen · zurechtweisen  ●  (jemandem etwas) ins Stammbuch schreiben fig. · (jemandem) einen Verweis erteilen Amtsdeutsch · ausschelten veraltet · (ein) ernstes Wort mit jemandem reden ugs. · (jemandem) Bescheid stoßen ugs. · (jemandem) aufs Dach steigen ugs., fig. · (jemandem) den Arsch aufreißen derb · (jemandem) den Kopf waschen ugs., fig. · (jemandem) den Marsch blasen ugs., veraltend · (jemandem) deutlich die Meinung sagen ugs. · (jemandem) die Flötentöne beibringen ugs., fig. · (jemandem) die Hammelbeine langziehen ugs., fig. · (jemandem) die Meinung geigen ugs. · (jemandem) die Schuhe aufpumpen ugs., fig. · (jemandem) eine (deutliche) Ansage machen ugs. · (jemandem) eine (dicke) Zigarre verpassen ugs., veraltend · (jemandem) eins auf den Deckel geben ugs. · (jemandem) zeigen, wo der Frosch die Locken hat ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo der Hammer hängt ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo es langgeht ugs., fig. · (jemanden) Mores lehren geh. · (jemanden) auf Linie bringen ugs. · (jemanden) auf Vordermann bringen ugs., fig. · (jemanden) frisch machen ugs., fig. · (jemanden) lang machen ugs. · (jemanden) zusammenfalten ugs. · (sich jemanden) vorknöpfen ugs. · abmahnen fachspr., juristisch · admonieren geh., veraltet · ausschimpfen ugs. · zurechtstutzen ugs., fig. · zusammenstauchen ugs., fig.
  • (eine) Absage erteilen · (einen) abschlägigen Bescheid erteilen (Amtsdeutsch, veraltend) · (jemandem) die Tür vor der Nase zuschlagen · (jemandem) eine Abfuhr erteilen · (jemanden) abweisen · (jemanden) zurückweisen · ablehnen · fortschicken · nicht eingehen auf · verschmähen · wegschicken · wegweisen · zurückstoßen  ●  (etwas) abschlägig bescheiden Amtsdeutsch · (jemandem) die kalte Schulter zeigen ugs., fig. · (man) beschied ihn kühl, dass geh., floskelhaft, distanzsprachlich · abblitzen lassen ugs. · abbügeln ugs. · auflaufen lassen ugs. · einen Korb geben ugs., fig. · in die Wüste schicken ugs., fig. · kalt auflaufen lassen ugs. · repellieren geh. · von der Bettkante stoßen ugs. · zur Hölle schicken ugs.
  • nicht akzeptieren · nicht dulden · nicht tolerieren
  • (jemandem etwas) entgegensetzen · (jemandem) die Stirn bieten · (jemandem) entgegentreten · Paroli bieten · dagegenhalten · kontern  ●  Kontra geben ugs.
  • verletzen  ●  (jemandem) auf den Schlips treten fig. · brüskieren geh. · düpieren geh. · vor den Kopf stoßen ugs., fig.
  • (jemandem etwas) nicht durchgehen lassen · sich (jemanden) vornehmen · zur Rechenschaft ziehen  ●  sich (jemanden) greifen ugs. · sich (jemanden) kaufen ugs., veraltend · sich (jemanden) vorknöpfen ugs. · sich (jemanden) zum Geburtstag schenken ugs., selten · sich (jemanden) zur Brust nehmen ugs.
  • dem werd(e) ich was husten! ugs. · der kann mich mal! ugs. · der soll mich mal gerne haben! ugs., variabel · der soll mir gestohlen bleiben! ugs., variabel · ich pfeif(e) auf den! ugs.

Typische Verbindungen zu ›husten‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›husten‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›husten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bald ist kaum noch etwas zu erkennen, sie stürzen hustend zum Fenster. [Die Zeit, 11.08.2012]
Anna muß oft husten, auch wenn sie nicht erkältet ist. [Die Zeit, 19.09.1980]
Plötzlich sieht er auf die Uhr, hustet einmal und fordert mich dann auf, in den kleinen Salon nebenan hinüberzuwechseln. [Die Zeit, 31.03.1972]
Dauernd mußte ich husten, ich war zu schwach zum Stehen. [Die Zeit, 15.08.1969]
Ob er das ernst gemeint hat, weiß ich nicht, aber kurz vor seinem Tod hat er ganz schön gehustet. [Süddeutsche Zeitung, 21.09.2002]
Zitationshilfe
„husten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/husten>.

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