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Für Ihre Abfrage nach mummeln gibt es mehrere Wörterbuchartikel.
  • 1mummeln, Verb
    1. [umgangssprachlich, scherzhaft] ⟨jmdn., sich in etw. mummeln⟩ jmdn., sich in etw. einhüllen, mit etw. umhüllen

  • 2mummeln, Verb
    1. [norddeutsch, umgangssprachlich] etw. unverständlich vor sich hin murmeln, reden

mummeln

GrammatikVerb · mummelt, mummelte, hat gemummelt
Aussprache 
Worttrennung mum | meln
Wortzerlegung mummen 2-el
Wortbildung  mit ›mummeln‹ als Letztglied: einmummeln · vermummeln

Bedeutung

eWDG
eWDG
umgangssprachlich, scherzhaft jmdn., sich in etw. mummelnjmdn., sich in etw. einhüllen, mit etw. umhüllen
Beispiele:
jmdn. in warme Decken mummeln
sich in seinen Mantel, Pelz mummeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
mummen · vermummen · einmummen · Mumme · mummeln · vermumme(l)n · Mummelgreis · Mummenschanz · Mumpitz
mummen Vb. ‘dumpf und undeutlich reden, brummen, murmeln’ (16. Jh.), dazu das Iterativum mummeln (s. unten); vgl. auch nl. (mundartlich) mommen ‘undeutlich reden, kauen’, spätmhd. mumme ‘brummende Kuh’, engl. (älter) mum ‘mit geschlossenen Lippen erzeugter Brummton’. Daneben stehen nhd. mummen ‘(sich) einhüllen (bis zur Unkenntlichkeit), sich maskieren’ (16. Jh.), heute dafür vornehmlich vermummen Vb. (16. Jh.), einmummen Vb. (18. Jh.), Mumme f. ‘verkleidete, maskierte Person’, mnd. mumme, ferner afrz. momer ‘sich verkleiden, maskieren’, frz. momon ‘Maskerade’ und (aus dem Frz.?) nl. mom ‘verkleidete, maskierte Person’. Der etymologische Zusammenhang beider Bedeutungsstränge scheint offensichtlich, die semantische Auseinanderentwicklung ist jedoch nicht mit Sicherheit erkennbar. Vielleicht ist von einem lautnachahmenden Lallwort mum-, mom- ‘undeutliche Töne von sich geben’ auszugehen. Da auch maskierte Personen Schrecklaute oder (durch die Maske behindert) verdumpfte Laute ausstoßen, kann sich ‘undeutlich reden, Gebrumm’ zu ‘sich maskieren, Maskerade’ entwickelt haben. – mummeln Vb. ‘mit tiefer Stimme brummen, undeutlich reden, zahnlos kauen’, auch ‘verhüllen, einhüllen’ (15. Jh.), mnd. mummelen ‘brummen, undeutlich reden, zahnlos kauen’, mnl. nl. mommelen, mummelen ‘brummen’, engl. to mumble ‘murmeln, kauen’. Iterativbildungen zu mummen (s. oben). Vgl. dazu älteres, ebenfalls lautnachahmendes ahd. lefsmammalōn ‘stammeln’ (um 800; zu ahd. lefs s. Lefze). vermumme(l)n Vb. ‘(sich) einwickeln, einhüllen’ (16. Jh.). Mummelgreis m. ‘(zahnloser) alter Mann’ (19. Jh.). Mummenschanz m., älter auch f., ‘Maskerade, Maskenfest’, aus spätmhd. mummen n. ‘Spiel mit Würfeln, Glücksspiel’ (vgl. gleichbed. mfrz. momon) und mhd. schanze ‘Würfelspiel, Glückswurf’ (s. Chance) zusammengesetzt (16. Jh.). Da dieses Spiel während der Fastnachtzeit von maskierten Personen gespielt wurde, konnte sich die Bedeutung ‘Maskerade’ entwickeln und der Bezug auf das Spiel verlorengehen. Mumpitz m. ‘Unsinn, Schwindel’, um die Mitte des 19. Jhs. in Berliner Börsenkreisen aufkommend und sich verbreitend. Wahrscheinlich aus Mumme im Sinne von ‘verhülltes Schreckgespenst’ und Butze ‘Kobold, Knirps’, mhd. butze ‘Poltergeist, Schreckgespenst’ (s. putzig) zusammengesetzt, vgl. obhess. Mombotz ‘Gespenst, Schreckgestalt’, frühnhd. Butzenmummel ‘Popanz, Vogelscheuche’, Mummelputz ‘Vogelscheuche’ (17. Jh.), die als Ausgangsformen für den expressiven Ausdruck Mumpitz ‘schreckenerregendes, unsinniges Gerede oder Tun’ angesehen werden können.

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Typische Verbindungen zu ›mummeln‹ (berechnet)

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Legende: Substantive

Verwendungsbeispiele für ›mummeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selbst dann mummelte er sich in seine Decke und schlief auf dem Fußboden weiter. [Penzoldt, Ernst: Die Powenzbande, Darmstadt: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1960 [1930], S. 100]
Mummele dich nachts wie ein Hot Dog in die zwei Federbetten, eins über dir und eins drunter. [Die Zeit, 03.11.2005]
Dann rieb sie den kleinen Nackedei trocken und mummelte ihn in ihre Sommerjacke. [Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 174]
Wo Ausgewechselte sich in Wolldecken mummeln und die Bilder des ausklingenden Spiels an sich vorbeiziehen lassen. [Süddeutsche Zeitung, 18.12.2001]
Und zu guter Letzt mummelte sich Moderator Matthias Wolk (31) mit seiner schwangeren Frau Alexandra (36) aufs Bett. [Bild, 29.10.2002]
Zitationshilfe
„mummeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mummeln#1>.

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mummeln

GrammatikVerb · mummelt, mummelte, hat gemummelt
Aussprache 
Worttrennung mum | meln
Wortbildung  mit ›mummeln‹ als Erstglied: Mummelgreis  ·  mit ›mummeln‹ als Letztglied: dahermummeln · Gemummel · herummummeln

Bedeutung

eWDG
eWDG
norddeutsch, umgangssprachlich etw. unverständlich vor sich hin murmeln, reden
Beispiele:
leise, undeutlich, aus zahnlosem Munde mummeln
vor sich hin mummeln
der [Alte] mummelte unentwegt Verwünschungen [ Feuchtw.Jüd. Krieg70]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
mummen · vermummen · einmummen · Mumme · mummeln · vermumme(l)n · Mummelgreis · Mummenschanz · Mumpitz
mummen Vb. ‘dumpf und undeutlich reden, brummen, murmeln’ (16. Jh.), dazu das Iterativum mummeln (s. unten); vgl. auch nl. (mundartlich) mommen ‘undeutlich reden, kauen’, spätmhd. mumme ‘brummende Kuh’, engl. (älter) mum ‘mit geschlossenen Lippen erzeugter Brummton’. Daneben stehen nhd. mummen ‘(sich) einhüllen (bis zur Unkenntlichkeit), sich maskieren’ (16. Jh.), heute dafür vornehmlich vermummen Vb. (16. Jh.), einmummen Vb. (18. Jh.), Mumme f. ‘verkleidete, maskierte Person’, mnd. mumme, ferner afrz. momer ‘sich verkleiden, maskieren’, frz. momon ‘Maskerade’ und (aus dem Frz.?) nl. mom ‘verkleidete, maskierte Person’. Der etymologische Zusammenhang beider Bedeutungsstränge scheint offensichtlich, die semantische Auseinanderentwicklung ist jedoch nicht mit Sicherheit erkennbar. Vielleicht ist von einem lautnachahmenden Lallwort mum-, mom- ‘undeutliche Töne von sich geben’ auszugehen. Da auch maskierte Personen Schrecklaute oder (durch die Maske behindert) verdumpfte Laute ausstoßen, kann sich ‘undeutlich reden, Gebrumm’ zu ‘sich maskieren, Maskerade’ entwickelt haben. – mummeln Vb. ‘mit tiefer Stimme brummen, undeutlich reden, zahnlos kauen’, auch ‘verhüllen, einhüllen’ (15. Jh.), mnd. mummelen ‘brummen, undeutlich reden, zahnlos kauen’, mnl. nl. mommelen, mummelen ‘brummen’, engl. to mumble ‘murmeln, kauen’. Iterativbildungen zu mummen (s. oben). Vgl. dazu älteres, ebenfalls lautnachahmendes ahd. lefsmammalōn ‘stammeln’ (um 800; zu ahd. lefs s. Lefze). vermumme(l)n Vb. ‘(sich) einwickeln, einhüllen’ (16. Jh.). Mummelgreis m. ‘(zahnloser) alter Mann’ (19. Jh.). Mummenschanz m., älter auch f., ‘Maskerade, Maskenfest’, aus spätmhd. mummen n. ‘Spiel mit Würfeln, Glücksspiel’ (vgl. gleichbed. mfrz. momon) und mhd. schanze ‘Würfelspiel, Glückswurf’ (s. Chance) zusammengesetzt (16. Jh.). Da dieses Spiel während der Fastnachtzeit von maskierten Personen gespielt wurde, konnte sich die Bedeutung ‘Maskerade’ entwickeln und der Bezug auf das Spiel verlorengehen. Mumpitz m. ‘Unsinn, Schwindel’, um die Mitte des 19. Jhs. in Berliner Börsenkreisen aufkommend und sich verbreitend. Wahrscheinlich aus Mumme im Sinne von ‘verhülltes Schreckgespenst’ und Butze ‘Kobold, Knirps’, mhd. butze ‘Poltergeist, Schreckgespenst’ (s. putzig) zusammengesetzt, vgl. obhess. Mombotz ‘Gespenst, Schreckgestalt’, frühnhd. Butzenmummel ‘Popanz, Vogelscheuche’, Mummelputz ‘Vogelscheuche’ (17. Jh.), die als Ausgangsformen für den expressiven Ausdruck Mumpitz ‘schreckenerregendes, unsinniges Gerede oder Tun’ angesehen werden können.

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Typische Verbindungen zu ›mummeln‹ (berechnet)

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Legende: Substantive
Zitationshilfe
„mummeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mummeln#2>.

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