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  3. na ja – Schreibung, Definition, Bedeutung, Synonyme, Beispiele
Für Ihre Abfrage nach na ja gibt es mehrere Wörterbuchartikel.
  • 1na ja, Interjektion
    1. 1. drückt ein Eingeständnis, bedingte, graduelle Zustimmung aus
    2. 2. [umgangssprachlich] drückt Reserviertheit, Verlegenheit oder Skepsis, Distanzierung, Ablehnung aus
    3. 3. [umgangssprachlich] einleitend als Ausdruck einer (häufig relativierenden, abschwächenden) Einschätzung, Beurteilung, Zusammenfassung
    4. 4. [umgangssprachlich] einleitend als Ausdruck der (uneingeschränkten) Zustimmung, Bekräftigung, Verstärkung des Gesagten

  • 2na ja, Adjektiv
    1. [selten] [umgangssprachlich] mittelmäßig, nicht besonders, es geht so

na ja

GrammatikInterjektion
Aussprache  [naːˈjaː]
Wortzerlegung na ja
Ungültige Schreibung naja
Wortbildung  mit ›na ja‹ als Grundform: 2na ja

Bedeutungen

DWDS
DWDS
1.
drückt ein Eingeständnis, bedingte, graduelle Zustimmung aus
Beispiele:
SZ: Und wer von Euch beiden ist der bessere Torwart? Oliver: Ich glaube, ich bin ein bisschen besser. Peter: Na ja, stimmt schon. Oliver: Aber ich bin ja auch schon älter und trainiere schon länger. […] [Süddeutsche Zeitung, 13.10.2004]
Das bisschen Waschen, Kämmen, Legen – geschenkt. Aber wer, wo, was, wann, warum, wie und mit wem: Das wissen nur Friseure. Na ja, vielleicht auch Hausmeister, aber lässt man die an seine Haare? Na also. [Zeit Magazin, 12.12.2013]
»Wo ist denn jetzt dein Cabrio?«, fragt sie mich ungeduldig und blickt die Straße entlang. Ich zeige auf den Mazda, der nur fünf Meter entfernt erwartungsvoll silbrig glänzt. »Ach der da«, sagt sie und schweigt ein paar Sekunden zu lang. »Na ja, der ist doch ganz …« Ja, was denn? »Nett?« [Zeit Magazin, 15.07.2010]
Im Katalog [der Ausstellung] schreibt die Kuratorin […] von einer »Tendenz zur inhaltlichen und stilistischen Einbeziehung der Dinge, die sie kritisieren«. Unter solch einer Tendenz lässt sich fast alles subsumieren. Selbst der Kunsthistoriker Otto Karl Werckmeister, der, was in seiner Zunft nicht üblich ist, vor Politik keine Angst hat, sieht in den Arbeiten nur einen »Ausdruck von Klees Reflexionen über die Voraussetzungen und Möglichkeiten seiner Kunst angesichts der kunstpolitischen Debatten«. Na ja, irgendwie schon, aber auch irgendwie nicht. Dass Arbeiten sich einer eindeutigen Beschreibung entziehen, sagt nichts über die Qualität der Kunst. [Frankfurter Rundschau, 18.03.2003]
Auf die Frage, ihr wievielter Mann Rudi Dutschke sei, antwortete die Frau des Berufs‑Revolutionärs: »Ich weiß nicht, na ja, nee, wirklich nicht. Ich bin ja viel rumgekommen, in Amerika und dann in Antwerpen. Aber keiner war so sanft wie Rudi.« [Der Spiegel, 08.04.1968]
2.
umgangssprachlich drückt Reserviertheit, Verlegenheit oder Skepsis, Distanzierung, Ablehnung aus
Beispiele:
Sie erzählt über weite Strecken vom Alltag, sie tut das ausführlich (manchmal, na ja, arg ausführlich) und fast behaglich. [Frankfurter Rundschau, 18.07.2011]
Alles, was ich von Mr. T[…] weiß, ist, dass er vor einem halben Jahr hier einzog, immer charmant und höflich war und öfter Besuch von einer, na ja, Dame erhielt. [Berliner Zeitung, 07.02.2004]
Wer hier wohl arbeitet: eine florierende Gemeinschaftspraxis? Schicke Werbeagenturen? Weder noch, dies ist ein – na ja: ein Mütterzentrum. [Die Zeit, 22.11.2001]
Es ist eine, na ja, erfahrene Truppe, die Vogts aufgestellt hat, acht seiner Spieler haben Franz Beckenbauer noch persönlich gekannt, als der seinen Weltmeistern 1990 in Italien das Du anbot. [Berliner Zeitung, 13.05.1998]
3.
umgangssprachlich einleitend als Ausdruck einer (häufig relativierenden, abschwächenden) Einschätzung, Beurteilung, Zusammenfassung
Beispiele:
Na ja, vielleicht wird es ja nicht so schlimm. [Zeit Magazin, 16.05.2013]
Es war, na ja, ziemlich schwer für mich. [Basler Zeitung, 30.05.2018]
Herr Koenen, was fasziniert Sie so sehr am Kommunismus, dass Sie Ihr ganzes Leben damit verbringen, ihn zu verstehen? [–] Na ja, so würde ich das nicht sagen – aber sei’s drum. Eine Faszination stand sicher am Anfang, klassischerweise 1968, und hat dann ein »rotes Jahrzehnt« lang gehalten. Seitdem geht es mir eher um historisches Verstehen, ein wenig auch meiner eigenen Motive. [Süddeutsche Zeitung, 08.07.2017]
Ich hänge sehr an dem Job, das ist, na ja, Berufung ist vielleicht ein bisschen zu pathetisch … [Die Zeit, 22.06.2016 (online)]
Als ich so nach oben [auf das Gebäude der ZDF-Studios] blickte … na ja, ein ganz schöner Protzbau. Das hätte man sicher auch kostengünstiger und trotzdem effektiv hinbekommen können. [Unterwegs in Berlin, 11.11.2010, aufgerufen 01.09.2020]
Abend kamen wir in einem Dorf an, keine Ahnung wie das geheißen hat. Wir übernachteten in einem, na ja[,] nicht ganz so schönen Guesthouse mit furchtbaren Matratzen, überall kamen die Sprungfedern raus, waren aber noch sehr lecker essen und einen Cocktail trinken. [Mekong und Luang Prabang, 28.10.2010, aufgerufen 31.08.2020]
Na ja – ist gar nicht so übel hier. […] das Essen ist erste Sahne – Nudeln in tausend Varianten. Und die Weine vom Besten. [Basler Zeitung, 15.03.2002]
4.
umgangssprachlich einleitend als Ausdruck der (uneingeschränkten) Zustimmung, Bekräftigung, Verstärkung des Gesagten
Beispiele:
Die Kraft, die wir uns als Anziehungskraft vorstellen, ist eigentlich eine Eigenschaft des Raumes. Das kommt mir ziemlich paranormal vor. [–] Na ja eben, ich sags Ihnen ja, wenn Sie richtig in die Naturwissenschaften einsteigen, werden Sie sehen, dass sich die einfachen Realitätsvorstellungen, die wir haben, so langsam verflüchtigen. [Basler Zeitung, 12.01.2010]
Wenn meine Religion eine wuchernde Pflanze ist, im Versuch[,] nach ihr [der Realität] zu fassen, dann gefällt mir diese Pflanze. Die ist wundervoll und jedes Unkraut hat eine Heilkraft. [–] Na ja eben, da bietet sich doch die Sichtweise des Agnostikers an! [Warum existiere ich?, 08.11.2014, aufgerufen 01.09.2020]
»Meine Schwester hat eine Menge Heiratsannoncen aufgegeben, aber der Erfolg war gleich null.« [–] »Wieso, sie hat doch einen Mann gefunden?« [–] »Na ja, das meine ich ja.« [Berliner Zeitung, 15.02.2003]
Er stiess die Menschen zurück und sprang auf. Er wurde nun seinerseits in den Wagen gestossen von einem Mann, der hinter ihm aufsprang[…]. Ein Mann, wenig jünger als er selbst. Sie schnauften um die Wette. »In unserm Alter«, sagte Mettenheimer, »sind das Streiche.« Der andere sagte zornig: »Na ja eben.« [Seghers, Anna: Das siebte Kreuz. Berlin: Aufbau Taschenbuch 2002 [1942], S. 98]
Zitationshilfe
„na ja“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/na%20ja#1>.

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na ja

GrammatikAdjektiv (prädikativ) · ohne Steigerung, indeklinabel
Aussprache  [naːˈjaː]
Grundform1na ja
Ungültige Schreibung naja

Bedeutung

DWDS
DWDS
selten, umgangssprachlich mittelmäßig, nicht besonders, es geht so
Beispiele:
Die Kommunarden halten Schilder mit einem Smiley drauf hoch, der mal mehr, mal weniger glücklich aussieht, darunter steht die entsprechende Stimmung: bin begeistert, finde ich gut, ist mir noch unklar, so na ja, finde ich nicht gut, bin dagegen. [Die Revolution auf dem Dorfe, 24.10.2017, aufgerufen 16.03.2018]
Es ist [in der besprochenen TV-Sendung] alles ziemlich na ja – war es aber ehrlich gesagt schon vor der Einstellung der Sendung 2012. Fairnesshalber sei an dieser Stelle angemerkt: Sohn […] und Tochter […] lachen mehrmals bei den Sketches. »Benissimo« ist und bleibt gut gemachte Familienunterhaltung. Nicht zu schwer und nicht gar zu seicht. [Luzerner Zeitung, 17.10.2022]
Der Mann[…] sagte: Steig auf und fahr los! Ist frisch geladen. Ich stieg auf und fuhr los. Fuhr sich so na ja, das Teil. Halt wie ein 25 Kilo schweres Fahrrad. Doch dann […] setzte ein Rückenwind ein, wie ich nie einen Rückenwind erlebt hatte: Er blies umso stärker, je schneller ich fuhr! Plötzlich stand 35 auf dem Tacho. [Die Zeit, 25.07.2002]
Zitationshilfe
„na ja“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/na%20ja#2>.

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