Um auf diesem winzigen Raum die Aufmerksamkeit des Internet-Users zu bekommen, darum werden sich in den kommenden Jahren gleich einige Millionen Anbieter prügeln. Gehen wir noch einen Schritt weiter: Nachdem dieser Tage die ersten Internet-Handys mit Wap-Technologie in den Handel gekommen sind, beginnt nun derselbe Kampf auch auf dem Mobil-Sektor. Dort allerdings unter deutlich verschärften Vorzeichen: Selbst wenn das Internet-Handy dereinst fast nur mehr aus dem Display besteht, so beträgt die verfügbare Darstellungsfläche maximal fünf mal neun Zentimeter. Man stelle sich vor: Auf einer Fläche, die man mit wenigen Briefmarken vollständig verkleben könnte, sollen sich in Hinkunft produktive Wissenstranfers und lukrative Geschäftstätigkeiten
sonder Zahl ereignen. Es braucht keine Phantasie, um sich das Ausmaß der Schwierigkeit, welche die digitale Kommunikationsindustrie noch zu lösen haben wird, lebhaft vorzustellen.
(P00/JAN.00720 Die Presse, 08.01.2000, Ressort: Spectrum/Wissenschaft)
An der Wahl durften fünf (!) Hauptamtliche und sechs gewählte Pfarrgemeinderatsmitglieder teilnehmen. Vier von diesen haben die vom Pfarrer gewünschten Personen nicht unterstützt, sondern sich für die anderen Bewerber entschieden. Das heißt: Der jetzt gewählte Verwaltungsrat konnte nur mit der Übermacht der Hauptamtlichen ins Amt "gehievt" werden. Dies bedeutet, dass der neue Verwaltungsrat kein von der Gemeinde legitimierter Rat,
sonder ein in erster Linie von den Hauptamtlichen bestimmtes, Pfarrer Dr. Givens gefälliges Gremium ist. Das gleiche gilt für die Wahl der neuen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden.
(M08/FEB.14423 Mannheimer Morgen, 23.02.2008, S. 18; Eine Wahl, die keine war)
wir stellen uns derweil auf Rätsel ein. ohne daß auch wir das Alarmzeichen vernommen hätten, springt das Wesen-Rechteck plötzlich auf, jeder packt seine kleine Habe und flüchtet sich in die äußerste Ecke. Ordnung verkehrt sich in chaotisches Gedränge, Apathie wandelt sich in höchste Angst - und auch wir erkennen die Ursache des Horrors: ein riesiger, fast die ganze Bühnendiagonale füllender Hammer senkt sich herab. "o Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang
sonder Ende!" singt, stammelnd und stotternd und mit vor Schreck verzerrter und immer wieder versagender Stimme, der Chor der keineswegs seligen Geister. das Gesungene liefert einen Schlüssel für die rätselhaften Bilder.
(H87/KZ5.50199 Die Zeit, 06.03.1987, S. 65; Unter den Hammer gekommen)