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Kaufhof

Absperrung rund um Kaufhof: Was es mi dem Bauzaun auf sich hat

Witten. Ein mysteriöses Loch sorgt am Kaufhof in Witten für Aufregung. Noch ist unklar, was die Ursache ist – und die Suche nach Antworten läuft weiter.
Von Florian Peters, Redakteur
Am Kaufhof in Witten hat sich ein Loch aufgetan. Ein durchgehender Bauzaun ergänzt die rot-weißen Absperrbarken in der Casinostraße. © WAZ | Florian Peters

Zusammenfassung

  • In Witten ist in der Innenstadt vor dem Kaufhof ein unerwartet großes Loch entstanden, dessen Ursache noch unklar ist.
  • Vermutet wird, dass verrottetes Holz vom Bau der Tiefgarage den Hohlraum verursacht hat, ein Tagebruch wurde ausgeschlossen.
  • Die Absperrung wurde ausgeweitet und die Ermittlungen zur Ursache sowie die Klärung der Zuständigkeiten dauern an.

In der vergangenen Woche hat sich in der Wittener Innenstadt ein Loch aufgetan. Mit Tagebrüchen und Ähnlichem hat man in der Bergbauregion massig Erfahrung gesammelt. Doch einen solchen haben die Stadtwerke als Ursache ausgeschlossen. Denn unter der Casinostraße, in der das Loch nun klafft, sei kein Stollen verzeichnet, so der Energieversorger. Die Suche nach dem Grund läuft weiter. War in der vergangenen Woche noch ein kleiner Bereich abgesperrt, zieht sich der Bauzaun nun über die gesamte Länge des Gebäudes. Bis er abgebaut wird, könnte es allerdings dauern.

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Bei Routinearbeiten an einer Gasleitung wäre beinahe ein Arbeiter der ausführenden Firma Stracke vom Erdreich verschluckt worden, hieß es von Stadtwerke-Sprecher Mathias Kukla. Denn unter ihm gab der sandige Untergrund plötzlich nach. Mit einem Schlag wurde aus der etwa einen Meter tiefen Grube, ein vier bis fünf Meter tiefes Loch. Für den Bauarbeiter hätte das übel enden können. Er konnte sich aber noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Doch wie sind die Hohlräume im Boden entstanden?

Ursache für Absackung: Holzelemente aus „Berliner Verbau“ im Verdacht

Eine Theorie der Stadtwerke geht davon aus, dass sie sich auf den Bau der Tiefgarage zurückführen lassen. Genauer auf den sogenannten „Berliner Verbau“. Gemeint sind Holzelemente, die die Wände der ursprünglichen Baugrube gestützt haben. Diese können laut Kukla im Boden verblieben und verrottet sein. Historische Aufnahmen aus dem WAZ-Archiv zeigen, dass damals tatsächlich Holzelemente zum Einsatz kamen. Doch über ihren Verbleib ist nichts bekannt.

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Die Stadtwerke haben indes die Absperrung vergrößert. Statt einer kleinen Fläche am Sackträgerbrunnen, ist nun der gesamte Fußweg entlang des Gebäudes abgesperrt. „Es geht erst mal darum, die Baustelle zu sichern und sicherzustellen, dass niemand reinfällt“, sagt Stadtwerkesprecher Kukla.

Sperrung in der Casinostraße bleibt bis auf Weiteres bestehen

Unklar ist auch, wie es rund um den Kaufhof weitergeht. Denn noch muss geklärt werden, wer zuständig ist. „Wir als Stadtwerke sind nur die Finder“, klärt Kukla auf. Nun muss man herausfinden, wem das Grundstück gehört und wer ein Bodengutachten in Auftrag geben muss. Fest steht: Im nächsten Schritt soll die Entwässerung der Stadt Witten (ESW) prüfen, welche Kanäle in der Straße verlaufen.

Das Loch vor dem Kaufhof in Witten ist deutlich sichtbar. © WAZ | Florian Peters

Wie lange es dauert, bis ein aussagekräftiges Gutachten vorliegt, kann der Stadtwerkesprecher nicht sagen. Die Sperrung in der Casinostraße wird die Innenstadt wohl noch eine Weile prägen.

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