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Spendenaktion

Frikadellenkönig brutzelt wieder: Spendenaktion für kranken Busfahrer Freddy

Witten. Schulbusfahrer Freddy ist krank. Der Internet-Star aus Witten braucht einen Mobilitätsscooter, doch die Versicherung übernimmt nicht alles. Hilfe kommt vom Frikadellenkönig.
Von Florian Peters, Redakteur
Der Wittener Freddy Külpmann ist im vergangenen Jahr im Internet viral gegangen. Jetzt ist er schwer erkrankt und bekommt Hilfe aus ganz Witten. Sogar der Frikadellenkönig unterbricht seinen Ruhestand für eine Spendenaktion. (Archivbild) © WAZ | Florian Peters

Der Wittener Frikadellenkönig hat Schulbusfahrer Freddy Külpmann (65) über Nacht zum Internet-Star gemacht. Das Imbiss-Urgestein hatte im vergangenen Sommer den Pfannenwender an den Nagel gehängt. Das trieb Stammgast Freddy die Tränen in die Augen, und das vor den Kameras des WDR. Ein virales Webvideo war geboren. Doch nicht nur im Internet, auch im Fernsehen war Freddy ein gern gesehener Gast, etwa bei TV total oder im Kölner Treff. Ende des vergangenen Jahres bekam er eine Horror-Diagnose. Jetzt ist er auf einen teuren Rollator angewiesen. Für eine Spendenaktion schmeißt der Frikadellenkönig für Freddy zum letzten Mal den Grill an.

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„Ich hatte keine Schmerzen und keine tauben Stellen. Es hat sich angefühlt, als ob das Bein nicht mehr mir gehört“, erzählt Busfahrer Freddy Külpmann Anfang des Jahres im Gespräch mit der WAZ. Über längere Zeit habe er Probleme mit den Beinen gehabt. Nach einem schweren Sturz im vergangenen Sommer, ließ er sich untersuchen. Die Horror-Diagnose? ALS! Eine unheilbare Nervenkrankheit. „Ich hätte noch drei bis fünf Jahre gehabt und wäre dann elendig verreckt“, sagt er.

HSP-Diagnose bringt Klarheit: Freddy kämpft um neue Mobilität

Doch Freddy wollte das nicht wahrhaben und holte sich neue Meinungen ein. Dann gab es den Durchbruch: Freddy hat kein ALS, sondern leidet an HSP. Diese erbliche Krankheit verkürzt zwar nicht die Lebensdauer, schwächt aber die Beinmuskeln. Heilen lässt sich HSP nicht, doch die Symptome können gelindert werden. Oft benötigen Patienten hierfür einen Rollator oder gar einen Rollstuhl oder Mobilitätsscooter.

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Vor seiner Erkrankung hat Freddy mit seinen Hunden weite Strecken zurückgelegt, liebt den Wald und die Natur. Durch seine Erkrankung hat er seine Mobilität verloren. „Ich bin immer auf Hilfe angewiesen. Jeder Schritt ist mit Angst verbunden“, sagt der 65-Jährige. „Ich hoffe, dass ich mein Ziel mit dem Rollator erreiche und wieder ein bisschen mobiler werde. Im Moment kann ich mit einem normalen Rollator 200 oder 300 Meter machen. Dann ist Feierabend“, sagt er.

Spendenaktion: Frikadellenkönig sammelt für Freddy und seinen Scooter

Freddy hat sich einen Scooter der Firma Scuddy ausgesucht. In der Grundausstattung kostet der bereits über 4000 Euro, entspricht aber nicht seinen Anforderungen. So kommt die Basisvariante nur mit einem einfachen Fahrradsattel daher. Wer einen orthopädischen Sitz und einen stärkeren Motor braucht, zahlt drauf. Die Konfiguration, die Freddy weiterbringt, kostet rund 7700 Euro, seine Versicherung übernimmt aber nur 2000 Euro. Aber auch die regelmäßigen Behandlungen gehen ordentlich ins Geld. Auf die Zuschussbefreiung wartet er bereits seit Wochen. Deshalb hat er einen Spendenaufruf auf der Plattform gofundme gestartet.

„Frikadellenkönig“ Uwe Gambalat kehrt für seinen ehemaligen Stammgast Freddy Külpmann für einen Tag aus dem Ruhestand zurück. Im Sommer des vergangenen Jahres hatte er sich in den Ruhestand verabschiedet. (Archivbild) © FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Zusätzliche Hilfe bekommt er vom Frikadellenkönig Uwe Gambalat. Am Freitag (27.3.) kehrt seine Majestät für einen Tag aus dem Ruhestand zurück. Am Lidl in Witten-Annen will er ab 10 Uhr 400 Fleischbälle für den guten Zweck brutzeln. Der gesamte Erlös geht an den ehemaligen Busfahrer.

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