So laut wie ein Düsenjet: Motorstart lässt Polizei in Witten aufhorchen
Dieser Einsatz entwickelte sich laut Polizei vom Parkverstoß zum „Dezibel-Drama“. Nach einer Geräuschmessung haben Polizeibeamte vor kurzem ein hochmotorisiertes Auto in Witten sichergestellt und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Fahrer eingeleitet.
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Am Freitag (20. März) fiel den Einsatzkräften ein Auto im Bereich des Wendehammers an der Holbeinstraße auf. Es stand demnach im eingeschränkten Halteverbot – allerdings „alles andere als platzsparend“, was das Wenden für alle anderen dort sehr viel schwerer machte. Den Vorfall gab die Polizei erst jetzt bekannt.
Auto in Witten sichergestellt: Als der Motor startet, horcht die Polizei auf
Als die Polizisten den Parkverstoß ahnden wollten, sei plötzlich der Halter des Wagens erschienen, der sein Auto direkt umsetzen wollte.
Beim Start des Motors horchten die Beamten auf. Die Lautstärke sei „nach erster Wahrnehmung mit der eines Düsenjets vergleichbar“ gewesen. Darauf angesprochen habe der Halter erwidert: „Das ist ein Biturbo, der ist so laut.“
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Bei einer vor Ort durchgeführten Geräuschmessung stellte sich den Beamten zufolge eine Lautstärke von 109 Dezibel heraus. Zulässig wäre laut Polizei ein Wert von 82 Dezibel in diesem Fall. Nach einer ersten Untersuchung habe sich zudem der Verdacht ergeben, dass das Motorsteuergerät manipuliert wurde – durch eine optimierte Software. Das soll ein IT-Sachverständiger nun prüfen.
Die Polizei hat das Auto sichergestellt und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis gegen den Halter eingeleitet.
