VOOZH about

URL: https://www.waz.de/lokales/witten/article411627453/carfreitag-in-witten-teilnahme-an-strassenrennen-ist-eine-straftat.html

⇱ Carfreitag in Witten: „Teilnahme an Straßenrennen ist eine Straftat“


Blaulicht

Carfreitag in Witten: „Teilnahme an Straßenrennen ist eine Straftat“

Witten. Am Carfreitag trifft sich die Tuning-Szene. Doch Rasern drohen in Witten hohe Strafen. Bis sie ihre Autos zurückbekommen, könnte es dauern.
Raser und Tuner machen aus dem Karfreitag den „Carfreitag“. Die Polizei hat die Szene an diesem Tag besonders im Blick - auch in Witten. (Symbolbild) © DPA Images | Uwe Anspach

Karfreitag ist ein stiller Feiertag. Doch wenn es nach Wittener Auto-Fans geht, ist es der Tag, an dem die Motoren heulen. Denn die Raser- und Tuning-Szene hat den Feiertag zum Tag des Autos auserkoren: zum Carfreitag. Szenemitglieder nutzen ihn, um sich zu treffen, ihre Fahrzeuge zu bestaunen, aber auch, um Rennen zu fahren. Das will die Polizei verhindern.

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Auch in Witten werden wir die Polizeipräsenz am Carfreitag erhöhen“, kündigt Sprecher Jens Artschwager an. Zwar sei die Szene in der Ruhrstadt weniger aktiv als in den Nachbarstädten, Im Blick behalte man sie dennoch. Feste Hotspots haben sich laut dem Experten in der Stadt noch nicht etabliert. „Meist finden solche Treffen auf wechselnden öffentlichen Parkplätzen statt“, sagt er.

Wittener Polizei hat mögliche Treffpunkte im Blick

In der Vergangenheit hatte die Polizei vor allem den Toom-Parkplatz an der Dortmunder Straße in Mitte, den Parkplatz von Edeka am Haldenweg in Heven und den von Bauhaus an der Brauckstraße im Fokus.

„Nur weil jemand sein Auto getuned hat und sich mit Freunden triff, tut er noch lange nichts Verbotenes“, stellt der Polizeisprecher klar. Seine Kollegen schreiten nur ein, wenn der Verkehr gefährdet werde. Das kann zum Beispiel für Raser richtig unangenehm werden. Neben hohen Strafgebühren kommt meist eine Beschlagnahmung auf die Halter zu. Denn der fahrbare Untersatz ist ein zuverlässiger Zeuge. „Die Steuergeräte zeichnen die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit auf. Das können wir auslesen“, so Artschwager. In dieser Zeit müssen die Bleifüße auf ihre Rennmaschinen verzichten. „Das kann Wochen bis Monate dauern“, warnt der Polizist.

Lesen Sie auch

Wer an einem illegalen Straßenrennen teilnimmt, begehe eine Straftat, betont er. Bei einer Verurteilung drohen bis zu zwei Jahre Haft oder eine entsprechende Geldstrafe. Es braucht dafür übrigens kein Duell mit anderen Fahrzeugen. Strafbar macht sich derjenige, der „bewusst in Kauf nimmt, dass andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden“. Autofahrer sollten sich also an die Vorgaben halten, sonst verlieren sie ihr liebstes Spielzeug - ausgerechnet am Carfreitag.

Bis zum Abend (18 Uhr) hat die Polizei am „Carfreitag“ (3.4.) keinerlei illegale Rennen im Bezirk Witten, Bochum, Herne verzeichnet. Es gab nur ein Oldtimertreffen. Daran war nichts Verbotenes.

Jetzt mehr aus Witten lesen
Wir haben neue Nachrichten für Sie
Zur Startseite

Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt WAZ testen