Vollmond: Warum der Pink Moon heute Abend gar nicht pink ist
Der Mond übt seit jeher eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Das zeigt sich unter anderem in aktuellen Raumfahrtprojekten wie dem Artemis-Programm, das die erneute Erkundung des Erdtrabanten zum Ziel hat. Insbesondere der Vollmond, dem im Jahresverlauf unterschiedliche Bezeichnungen zugeschrieben werden, bildet die Grundlage zahlreicher Mythen.
Ein FUNKE Liebe
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Der sogenannte Pink Moon, also der erste Vollmond im April, stellt hierbei keine Ausnahme dar. Entgegen der Annahme erscheint der Mond jedoch nicht in einer rosa Färbung, vielmehr verweist die Bezeichnung auf Traditionen, die seine Benennung geprägt haben.
Pink Moon: Ist der Vollmond wirklich rosa?
Bereits in den frühen Morgenstunden sowie in der kommenden Nacht lässt sich der Vollmond bei geeigneten Wetterbedingungen in seiner vollen Helligkeit beobachten. Dieser trägt die Bezeichnung „Pink Moon“, was im Deutschen als rosafarbener Mond übersetzt wird und leicht den Eindruck erweckt, der Erdtrabant erscheine tatsächlich in einer entsprechender Farbe. Anders als beim sogenannten Blutmond, bei dem durch atmosphärische Effekte eine rötliche Färbung wahrnehmbar ist, zeigt sich der Mond jedoch in seinem üblichen Erscheinungsbild.
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Die Bezeichnung verweist vielmehr auf die „Phlox subulata“, eine in Nordamerika verbreitete Frühlingspflanze, die im April in auffälligen Rosatönen blüht. Der indigene Stamm der Algonquin benannte die Vollmonde im Jahresverlauf nach natürlichen Erscheinungen, wobei der Aprilvollmond nach dieser Pflanze benannt wurde.
In weiteren Deutungen wird der „Pink Moon“ darüber hinaus symbolisch mit Neubeginn, Wachstum, Erneuerung und emotionaler Regeneration in Verbindung gebracht.
Ostermond, Eiermond oder Gras-Mond: Vollmond im April mit vielen Namen
Der Vollmond im April zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Vielfalt an Bezeichnungen aus, zu denen unter anderem Fischmond, Eiermond, Ostermond und Grasmond zählen. Diese Namen stehen im Zusammenhang mit den natürlichen Veränderungen des Frühlings, insbesondere mit dem Wiedererwachen der Vegetation sowie dem Beginn landwirtschaftlicher Aktivitäten.
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Der Begriff Ostermond besitzt darüber hinaus eine besondere Bedeutung im christlichen Kontext. Das Datum des Osterfestes orientiert sich am ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang, wobei der darauffolgende Sonntag als Ostersonntag festgelegt wird. Im Jahr 2026 fiel der Frühlingsanfang auf den 20. März, sodass der erste darauffolgende Vollmond am 2. April stattfand und der 5. April entsprechend als Ostersonntag bestimmt wurde. Aufgrund dieser Berechnungsregel kann das Osterdatum frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April fallen.
