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Meinung
Neue Stabilität?

Syrien: Schluss mit den EU-Sanktionen – das hilft uns allen

Berlin. Die EU hebt Sanktionen gegen Syrien auf, damit sich das Land stabilisieren kann. Da ist eine Win-Win-Situation – auch für die EU.
Ein Kommentar von Ahmad Shihabi, Reporter
Syrer feiern auf dem Umajaden-Platz in Damaskus die Aufhebung der Sanktionen. © Omar Sanadiki/AP/dpa | Omar Sanadiki

Die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, alle verbliebenen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufzuheben. Entsprechend haben die Botschafter der 27 EU-Mitgliedstaaten eine Vereinbarung getroffen. Diese Entscheidung könnte der Beginn einer neuen Ära sein. Eine Ära, in der Syrien nach Jahren des Krieges und der Isolation die Chance bekommt, sich wieder aufzurichten.

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Durch die Aufhebung der Sanktionen Investitionen im Land wieder möglich. Damit ist der Weg frei für EU-Unternehmen, die in den Wiederaufbau Syriens investieren möchten. Diese Entscheidung könnte zu politischer, wirtschaftlicher und humanitärer Stabilität im Bürgerkriegsland führen. Zudem könnten Syrerinnen und Syrer, die in Europa und Deutschland leben, stärker in transnationale Projekte zwischen Deutschland, Europa und Syrien eingebunden werden.

Ahmad Shihabi ist Volontär bei der FUNKE Mediengruppe. © FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Die Herausforderung besteht nun darin, dass die Regierung in Damaskus diese Chance nutzt, um mit dem Wiederaufbau zu beginnen und Korruption zu bekämpfen. Dies wäre nicht nur für die Menschen in Syrien eine gute Nachricht, sondern böte auch Deutschland und Europa die Gelegenheit, das Asylsystem zu entlasten.

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Trotz Zweifeln ist dies eine Win-Win-Situation – wirtschaftlich wie politisch. Ein stabiles Syrien würde langfristig dazu führen, dass weniger Menschen gezwungen wären, ihre Heimat zu verlassen. Es würde ihnen eine bessere Zukunft in der Heimat ohne Angst vor Verfolgung oder Armut ermöglichen. Auch für in der EU lebende syrische Asylbewerber könnte die Nachricht aus Brüssel ein Anlass sein, sich freiwillig in ihr Heimatland zurückzukehren. Damit investiert die EU in die Stabilität des neuen Syriens und in die Stabilität der europäischen Außengrenzen, indem sie die Fluchtursachen statt die Flüchtlinge bekämpft.

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