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Region hat atomare Brisanz

Nato testet Nordflanke: US-Spionageflieger streift russische Grenze

Berlin. Ein US-amerikanisches Militärflugzeug hat die Nordflanke der Nato abgeflogen. Nahe der Gebiete befinden sich wichtige russische Militärbasen.
Von Vivien Valentiner, Redakteurin
Ein US-Flugzeug hat offenbar die Nordflanke der Nato an der Grenze zu Russland überflogen. (Symbolbild) © picture alliance / dpa | Lindsey Parnaby

Ein US-amerikanisches Spionageflugzeug hat offenbar die Nordflanke der Nato – entlang der Grenze im Westen von Russland – überflogen. Das berichtet das US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ und beruft sich auf einen Flugdatendienst. Es sei der jüngste Flug eines Nato-Überwachungsflugzeugs in der Nähe russischen Gebiets.

Dem Portal zufolge handelt es sich um ein Flugzeug vom Typ RC-135V Rivet Joint der US-Luftwaffe (USAF). Es ist demnach am Dienstag von einem Stützpunkt im Osten Großbritanniens zu einem etwa zwölfstündigen Flug aufgebrochen, über Norwegen nach Norden geflogen und hat dann die russische Region Murmansk gestreift.

US-Militärflugzeug sammelt Daten nahe Nato-Grenze zu Russland

Das zeigen Daten der öffentlich zugänglichen Flugverfolgungsplattform FlightRadar24. Murmansk im Nordwesten von Russland grenzt direkt an Nato-Mitgliedstaat Finnland: Dort ist die Nordflotte des Landes stationiert, die auch über mehrere russische Atom-U-Boote verfügt.

Den Daten zufolge hat das Flugzeug auch das Gebiet nordöstlich der russischen Stadt Seweromorsk entlang des Arktischen Ozeans überflogen. Dann ist es umgekehrt und über Finnland, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie über Polen, Deutschland und die Niederlande zurück nach Großbritannien geflogen. Wie die Daten zeigen, machte das Flugzeug eine Kurve um die russische Exklave Kaliningrad, die zwischen Litauen und Polen an der Ostsee liegt.

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Nördlich von Seweromorsk sind auf dem Flugplatz Olenya russische Langstreckenbomber stationiert. Außerdem hat Russland in den vergangenen Jahren seinen Marinestützpunkt Seweromorsk-1 modernisiert.

Das Flugzeug vom Typ Boeing RC-135 ist FlightRadar24 zufolge am Dienstag um sieben Uhr Ortszeit vom britischen Stützpunkt Mildenhall gestartet. Um kurz nach 19 Uhr britischer Zeit ist es dann wieder dorthin zurückgekehrt. Es soll sogenannte Signalaufklärungsdaten (SIGINT) gesammelt haben, die auch von Waffen- und Radarsystemen abgefangen werden können.

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