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Meinung
Soziale Medien

Warum das Social-Media-Verbot für Jugendliche längst überfällig ist

Berlin. Die SPD ist vorgeprescht und möchte soziale Medien für Kinder und Jugendliche verbieten oder mindestens einschränken.
Ein Kommentar von Vitus Weber, Volontär
Sollen soziale Medien für unter 14-Jährige verboten werden? © iStock | StockPlanets

Fast alle Jugendlichen sind auf Social Media. Das ist keine neue Erkenntnis – aber eine, deren Konsequenzen wir verdrängen. Kinder sehen in sozialen Medien Inhalte, die sie nicht sehen sollen, und bekommen falsche Werte oder Ansichten vermittelt.

Die SPD möchte soziale Medien für unter 14-Jährige verbieten. Für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren soll es altersgerechte Versionen von Instagram, Tiktok und Co. geben.

Social-Media-Verbot: Jugendliche bekommen völlig falsche Werte vermittelt

Das ist längst überfällig. Schließlich liegen negative Folgen schon lange auf der Hand. Grausame Kommentare, Cyber-Mobbing, vermeintliche Schönheitsideale, gefährliche „Challenges“. Seit Neuestem noch KI-Videos, deren Echtheit selbst das geschulte Auge nicht sofort erkennt. Hinzu kommen große Suchtgefahr durch Algorithmen und der Drang, immer weiter zu swipen. Langzeitfolgen sind noch gar nicht absehbar.

Natürlich müssen Jugendliche den Umgang mit sozialen Medien lernen, aber nicht mit 12 oder 13. Es reicht völlig aus, sie mit 14 Jahren an die Plattformen zu führen. Diese Grenze ist nicht willkürlich: Mit 14 traut unser Rechtssystem Jugendlichen erstmals mehr Eigenverantwortung zu.

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Es braucht sichere Altersbeschränkungen für soziale Medien

Das Argument, Jugendliche würden das Verbot sowieso umgehen, kann nicht gelten. Es muss möglich sein, sichere Altersbeschränkungen zu entwickeln, die Kinder und Jugendliche – so kreativ sie doch sein mögen – nicht knacken können.

Vitus Weber ist Volontär. © FUNKE Foto Services | Kai Kitschenberg

Verbote sind nie schön. Aber wenn uns der Schutz der Jüngsten etwas wert ist, muss es sein. Das stellt bei Alkohol oder Drogen auch niemand infrage. Und das ist längst keine Boomer-Perspektive. Es ist die Erfahrung einer Generation, die mit Snapchat und Instagram aufgewachsen ist und weiß, wie früh der Druck beginnt.

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