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⇱ US-Militär prahlt: Kamikazedrohnen und „Sensenmann“ feuerten auf den Iran


Funke Mediengruppe
Iran-Angriff der USA

US-Militär prahlt: Diese Kriegsmaschinerie feuerte auf den Iran

Tampa. Erstmals haben die USA die „Kamikaze“-Drohnen Lucas im großen Stil eingesetzt. Womit US-Streitkräfte noch den Iran bombardierten.
Von Vivien Valentiner, Redakteurin
Laut einer Liste des US-Militärs kamen beim Angriff auf den Iran namens „Epic Fury“ am Wochenende unter anderem B-2-Tarnkappenbomber zum Einsatz. © mauritius images / Pictorial Press Ltd / Alamy | All mauritius images Content+

Schon Tage vor den Angriffen auf den Iran hatten die USA ihre Kriegsmaschinerie in Stellung gebracht. Mit die wichtigsten Waffen für die Operation „Epic Fury“ schwimmen: Vom weltweit größten Flugzeugträger, der „USS Gerald R. Ford“, sowie der „USS Abraham Lincoln“ aus starteten nach US-Angaben mehrere Flugzeuge in Richtung Iran. Die Lincoln war im Arabischen Meer unterwegs, die Ford operierte demnach aus dem Mittelmeer.

Am Montag veröffentlichte das US-Zentralkommando (Centcom) eine Liste der während der Operation eingesetzten Waffen. Neben Kampfjets vom Typ F-16 und den von der Marine und dem Marinekorps geflogenen F-18-Jets waren auch Tarnkappen-Kampfjets der Typen F-22 und F-35 der US-Luftwaffe an der Mission beteiligt. Auch zweimotorige A-10-Kampfjets sowie das elektronische Kampfflugzeug EA-18G, das Störsender mit sich führt, Radars blendet und die feindliche Kommunikation lahmlegt, standen auf der Liste.

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Demnach kamen auch B-2-Tarnkappenbomber, bewaffnet mit rund 900 Kilogramm schweren Bomben, zum Einsatz. Zu einem Werbevideo des Flugzeugs prahlte das Centcom auf Instagram: „Keine Nation sollte jemals an der Entschlossenheit Amerikas zweifeln.“ Die Militärflugzeuge zählen mit 2,1 Milliarden US-Dollar pro Stück zu den teuersten der Welt – und sehen durch ihre Fledermausflügel ungewöhnlich aus.

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Auch die EA-11 BACN standen auf der Liste: Flugzeuge dieses Typs werden als „Wi-Fi in the Sky“ bezeichnet, als WLAN in der Luft. Sie dienen dazu, Sprach- und taktische Daten zwischen Luft- und Landstreitkräften zu übertragen. Hinzu kommen Seeaufklärer des Typs P-8A, die sich besonders zur Bekämpfung von U-Booten eignen, sowie die Aufklärer RC-135, die eine Besatzung von mehr als 30 Personen befördern können.

„Epic Fury“ im Iran: Mit diesen Waffen griffen die USA an

Der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ war am vergangenen Wochenende im Arabischen Meer stationiert. Von dort aus starteten Kampfjets und Aufklärer Richtung Iran – und griffen an. © AFP | SHEPARD FOSDYKE-JACKSON
Die „USS Abraham Lincoln“ ist ein Schiff der Nimitz-Klasse. Der Träger wird von zwei Kernreaktoren betrieben, was besonders lange Einsätze ermöglicht.  © AFP | KAROLINA A. MARTINEZ
Neben der Lincoln war auch der US-Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ in der Nähe des Iran stationiert: Das größte Kriegsschiff der Welt lag im östlichen Mittelmeer. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Der B-2-Tarnkappenbomber kostet pro Stück rund 2,1 Milliarden US-Dollar. Meist starten die Militärflugzeuge ihre Operationen vom Stützpunkt in Missouri. Sie haben eine Reichweite von bis zu 9.600 Kilometern. © mauritius images / Pictorial Press Ltd / Alamy | All mauritius images Content+
Die E-2D Hawkeye ist ein Frühwarnflugzeug, das feindliche Flugzeuge und Raketen aus Hunderten Kilometern Entfernung entdeckt – auch über Land oder bei schlechtem Wetter. Es leitet Jäger und Schiffe genau dorthin, wo Gefahr droht. © Getty Images | U.S. Navy
Die E-3 Sentry kann mit ihrer Radarkugel Hunderte Kilometer weit feindliche Flugzeuge oder Raketen aufspüren. © IMAGO/ZUMA Press Wire | IMAGO/Ssgt. Taylor Crul/U.S. Air
Der Aufklärer RC-135 kann eine Besatzung von mehr als 30 Personen befördern. © picture alliance / Stocktrek Images | Simone Marcato
Die Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US-Navy gilt als „Alleskönner“: Sie ist ein schnelles Mehrzweckflugzeug, das Luftkämpfe und Bodenangriffe durchführen kann. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Die P-8A Poseidon (hier ein Modell der Deutschen Marine) ist in der Lage, große Seegebiete zu überwachen, Schiffsbewegungen zu verfolgen und U-Boote zu orten und zu bekämpfen. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Das Raketensystem M-142 HIMARS war beim US-Angriff auf den Iran ebenfalls im Einsatz. Raketen können bis zu 300 Kilometer weit geschossen werden. © Aaron Favila/AP/dpa | Aaron Favila
Tomahawk-Marschflugkörper sind nach US-Informationen ebenfalls beim „Epic Fury“-Einsatz auf den Iran geschossen worden. © Getty Images | Erik Simonsen
Aufklärungsdrohnen vom Typ MQ-9 Reaper können ebenfalls Raketen und Bomben transportieren. Ihre Spitznamen sind „Sensenmann“ und „Raubtier“. © picture alliance / dpa | Paul Ridgeway
Erstmals wurden am Wochenende die „Kamikaze“-Drohnen durch das US-Militär eingesetzt. Sie kosten vergleichsweise wenig und werden zur Einweg-Waffe, indem sie autonom zu Zielen steuern und sich selbst in die Luft sprengen. © Wikimedia | VIRIN: 251123-D-D0477-1031
Das elektronische Kampfflugzeug EA-18G Growler führt Störsender mit sich, blendet Radars und legt die feindliche Kommunikation lahm. © picture alliance / ZUMAPRESS.com | Navy /U.S. Navy
Auch mehrere F-35-Kampfjets waren nach US-Informationen am Angriff auf den Iran beteiligt. Die Jets gelten als Tarnkappen-Alleskönner und sind bei den Militärs zahlreicher Länder beliebt. © AFP | Erwin Scheriau

USA feuern erstmals autonome „Kamikaze“-Drohnen ab

Zur Abwehr diente die E-3 Sentry: Wie ein fliegender Kontrollturm kann das Flugzeug hunderte Kilometer weit feindliche Flugzeuge und Raketen erkennen. Die E-2 Hawkeye funktioniert ähnlich, ist aber kompakter und mobiler: Sie kann von Flugzeugträgern und kleinen Pisten aus starten.

Laut US-Zentralkommando wurden erstmals am Samstag die autonomen „Kamikaze“-Drohnen Lucas (Low-cost Unmanned Combat Attack System, günstiges unbemanntes Kampfangriffsystem) eingesetzt. Bei einem Treffer jagen sie sich selbst in die Luft. Mit rund 35.000 Dollar pro Stück können die USA Hunderte auf einmal losschicken, ohne teure Flugzeuge zu riskieren.

Die amerikanischen Streitkräfte setzten im Iran auch kleine „Kamikaze“-Drohnen ein. © Wikimedia | VIRIN: 251123-D-D0477-1031

US-Militär griff Iran mit Drohnen, Bombern und Raketenauto an

Zusätzlich waren Aufklärungsdrohnen vom Typ MQ-9 Reaper beteiligt. Die ferngesteuerten einmotorigen Turbo-Drohnen vom Hersteller General Atomics können, befestigt an ihrer Unterseite, Luft-Boden-Raketen sowie Präzisionsbomben mit sich führen – und daher für Angriffe genutzt werden. Ihr Spitzname: „Sensenmann“ oder „Raubtier“.

News aus den USA

Neu dürfte laut Fotos auch eine schwarze Variante der Tomahawk-Marschflugkörper sein. Dieser fliegt besonders tief, um feindliche Radars zu umgehen, und kann auch auf wenige Meter präzise Ziele treffen, die bis zu 2500 Kilometer entfernt sind.

Außerdem auf der Liste: Das High Mobility Artillery Rocket System M-142 HIMARS – ein mobiles Raketenauto, das Raketen bis zu 300 Kilometer weit schießen und blitzschnell weiterfahren kann. Laut US-Zentralkommando waren auch Tank- und Transportflugzeuge im Einsatz – „und spezielle Ressourcen, die wir hier nicht aufführen können.“

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