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Funke Mediengruppe
Iran-Krieg

„USS Tripoli“: Trumps Riesen-Amphibie erreicht Kriegsregion

Washington. Die Verlegung des Schiffes schürt Spekulationen über einen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran-Krieg. Die „Tripoli“ eignet sich vor allem für amphibische Angriffe.
Das amphibische US-Angriffsschiff „USS Tripoli“ (rechts) auf einem Archivbild des U.S. Central Command. © Ryre Arciaga/DVIDS/dpa | Ryre Arciaga

Das amphibische Angriffsschiff „USS Tripoli“ der US-Marine ist in der Golfregion eingetroffen. Das normalerweise in Japan stationierte Schiff sei am Freitag in der Region angekommen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom beim Kurznachrichtendienst X mit. Die Verlegung des Schiffes schürt Spekulationen über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran-Krieg.

Die „USS Tripoli“ sei das Flaggschiff eines Kontingents von „etwa 3500“ Marineinfanteristen und Matrosen, erklärte Centcom. Zu der Gruppe gehörten auch „Transport- und Kampfflugzeuge sowie Ausrüstung für amphibische Angriffe“, hieß es weiter.

Vom Centcom veröffentlichte Fotos zeigten mehrere „Seahawk-Hubschrauber auf dem Schiffsdeck sowie „Osprey“-Flugzeuge, die üblicherweise zum Truppentransport eingesetzt werden. Ein weiteres Bild zeigte einen F-35-Kampfjet.

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US-Außenminister Marco Rubio hatte am Freitag erklärt, Washington könne seine Ziele im Iran auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen. US-Präsident Donald Trump hält sich bei dem Thema dagegen seit Wochen bedeckt. Mehrere US-Medien berichteten, der Präsident erwäge die Entsendung von mindestens 10.000 Soldaten an den Golf. Am Samstag schrieb die „Washington Post“, das US-Verteidigungsministerium hätte umfangreiche Pläne für eine Bodenoffensive vorbereitet.

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Die „USS Tripoli“ hat in der Regel bis zu 20 F-35-Kampfjets an Bord

Die „USS Tripoli“ wurde 2020 in Dienst gestellt, ist 257 Meter lang und 32 Meter breit. Die Besatzung besteht aus knapp über 100 Offizieren, einer Mannschaft von etwa 1100 Seeleuten und etwa 1700 Marineinfanteristen. Für gewöhnlich hat die „Tripoli“ bis zu 20 F-35-Kampfflugzeuge an Bord. Hinzu kommt ein „Osprey“-Kipprotor-Hubschrauber, ein „King Stallion“-Transporthubschrauber, ein „Venom“-Mehrzweckhubschrauber“, ein „Viper“-Kampfhubschrauber“ und ein „Knighthawk“-Transporthubschrauber.

Die „USS Tripoli“ (l.) und die „USS New Orleans“ bei einer Übung Anfang März 2026. © Petty Officer 2nd Class Kaleb Sh | Kaleb Shultz

Im Gegensatz zu Flugzeugträgern wie der „USS General Ford“ sind auf dem Schiff keine Tank- und Frühwarnflugzeuge stationiert. Ausgelegt ist das Schiff vor allem für Senkrechtstarter oder Flugzeuge, die keine lange Start- und Landebahn benötigen.

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Die „Tripoli“ gehört zur „Siebten Flotte“ der US-Navy. Ihr Einsatzgebiet umfasst üblicherweise des westlichen Pazifik und den Indischen Ozean. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Verteidigung der koreanischen Halbinsel. Insgesamt besteht die „Siebte Flotte“ aus 50 bis 70 Schiffen, 150 Flugzeugen und 27.000 Einsatzkräften. Ihr Flaggschiff ist die „Blue Ridge“.

Die „Tripoli“ selbst ist Flaggschiff einer sogenannten „Expeditionary Strike Group“ (ESG), ein Marineverband der US-Navy, das vor allem amphibische Operationen ausführt – also Einsätze zu Lande und zu Wasser. Begleitet wird sie unter anderem von den Transportschiffen „New Orleans“ und „San Diego“.

„Gerald R. Ford“: So sieht es an Bord des US-Flugzeugträgers aus

Der US-Flugzeugträger USS „Gerald R. Ford“ war bis Freitag in der Nordsee an einer „Aktivität“ der Nato beteiligt. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Soldaten der Trägerdeck-Gruppe beladen einen Kampfjet. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Ein Pilot besteigt seinen Jet. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Auf dem Flugzeugträger USS „Gerald R. Ford“ sind unter anderem der Kampfjet F35, das auf elektronische Kriegsführung spezialisierte EA-18-Flugzeug, das Frühwarnflugzeug E2D sowie die Helikopterflugzeuge MH-60 „Romeo“ und MH-60 „Sierra“ im Einsatz. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Eine Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy rollt über das Flugdeck. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Fluglotsen und Piloten kommunizieren vor allem durch Handzeichen. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Eine Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy startet vom Flugdeck, nachdem sie durch ein elektromagnetisches Katapult beschleunigt wurde. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Zahlreiche Fluglotsen, Mechaniker und Sicherheitsleute arbeiten an Deck des Flugzeugträgers. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Hinter den Jets werden vor dem Start Klappen hochgefahren. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Soldaten der Trägerdeck-Gruppe in feuerfesten Anzügen laufen über das Flugdeck. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Eine Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy im Landeanflug auf den Flugzeugträger. Das Deck ist 337 Meter lang. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Mit dem Fanghaken ihres Flugzeugs steuern Piloten eines von mehreren quer auf Deck liegenden Stahlseilen an. Nach rund 100 Metern kommt das Flugzeug zum Stehen. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Eine Formation aus vier dänischen Lockheed F35-Kampfflugzeugen, vier Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy, zwei General Dynamics F-16 Fighting Falcon und ein Grumman E-2 Hawkeye der Navy überfliegen den Träger. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Dänische Lockheed F35-Kampfflugzeuge überfliegen den US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Der Kommandant des Carrier Air Wing Eight, Captain David J. Dartez, ist für die Luftstreitkräfte an Bord zuständig. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Im Hangardeck werden die Flugzeuge geparkt und gewartet. Hier das Frühwarnflugzeug Grumman E-2 Hawkeye. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Kommandeur David W. Skarosi im Hangardeck des Flugzeugträgers. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
An Bord lebt die Hündin „Captain Sage". Sie ist ein Expeditionshund, der eine dreijährige Ausbildung abgeschlossen hat. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Die Aufgaben der flauschigen Mitarbeiterin: Seeleuten und Marinesoldaten während ihrer Einsätze bei der emotionalen Regulierung helfen, Stress abbauen und moralische Unterstützung bieten. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Die Brücke des Flugzeugträgers liegt 34 Meter über dem Flugdeck. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Kommandeur David W. Skarosi, auf die Frage ob die Provokationen durch Russland Spuren an Bord hinterlassen: „Angst herrscht hier jedenfalls nicht, falls Sie das fragen.“ © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Mechaniker arbeiten im Hangardeck. Hier werden die Flugzeuge geparkt und gewartet. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Der US-Flugzeugträger USS „Gerald R. Ford“ ist nicht mehr lange in der Nordsee vor Norwegen. Der nächste Einsatzort ist unbekannt. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Die USA haben bereits Tausende Marinesoldaten in den Nahen Osten verlegt. Nach früheren US-Angaben befinden sich mehr als 50.000 Soldaten in der Region.  Israel und die USA griffen vor vier Wochen den Iran an, der mit Gegenangriffen in der Region zurückschlug. Seit Kriegsbeginn wurden laut Angaben von Centcom vom Samstag von US-Kräften mehr als 11.000 Ziele getroffen. Mehr als 150 iranische Schiffe seien entweder zerstört oder beschädigt worden.

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