Brutale Szenen: US-Senator und Polizisten brechen Aktivist wohl die Hand
„No one wants to fight for Israel“, schreit Brian M., während mehrere Polizisten und der republikanische Senator Tim Sheehy versuchen, den Demonstranten gewaltsam aus dem Gerichtssaal im Capitol Hill in Washington zu zerren. Der Mann hatte zuvor mit seinem Protest gegen den Krieg der USA und Israels gegen den Iran eine Anhörung des Unterausschusses für Streitkräfte gestört. Das Video von seiner Entfernung aus dem Gerichtssaal zeigt brutale Szenen. Unter anderem greift ein Polizist den Mann, der sich am Türrahmen festkrallt, gewaltsam ins Gesicht. M. gab später an, dass seine Hand gebrochen wurde.
Knapp 30 Minuten nach Beginn der Anhörung, in der hochrangige Militärangehörige zur Einsatzbereitschaft der Streitkräfte aussagten, begann M. zu schreien und rief unter anderem: „Amerika will seine Söhne und Töchter nicht für Israel in den Krieg schicken.“ Als Polizisten begannen, ihn gewaltsam aus dem Gerichtssaal zu zerren und sich dem Eingang näherten, verließ Sheehy das Podium und half den Beamten, berichtet „CBS News“.
Aktivist protestiert im Capitol Hill gegen Iran-Krieg und wird gewaltsam aud
Während die Beamten versuchten, M. aus dem Saal zu ziehen, hielt sich der Antikriegsaktivist mit aller Kraft an Türrahmen und Türklinke fest. Sein Körper hingegen wurde weiter mit viel Gewalt gen Ausgang gedrückt, wobei wohl seine Hand brach. Er wurde später von Polizisten aus dem Zimmer begleitet, während Sheehy sich wieder setzte. Auf dem Video ist zu hören, wie M. draußen sagt, sein linker Arm sei gebrochen.
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Das Video, das unter anderem beim Kurznachrichtendienst X kursiert, zeigt auch, wie andere Zuhörer im Gerichtssaal in Richtung Sheehy schreien: „Ein US-Senator hat gerade die Hand gegen einen Marineveteran erhoben.“
Demonstrant McGinnis wird angeklagt
Für den Veteran hat der Protest nun ein juristisches Nachspiel, berichtet „CBS“. Demnach wurde der Demonstrant festgenommen und wird nun wegen dreifacher Körperverletzung eines Polizeibeamten, dreifachen Widerstands gegen die Festnahme und Behinderung des Verkehrsflusses – das Festhalten am Türrahmen – angeklagt.
Mark Elbourno, ein Funktionär der Grünen Partei, erklärte später gegenüber dem US-Medium, dass er und McGinnis die Anhörung nur aus Interesse besucht hätten. Dann aber sei sein Begleiter, der als Feuerwehrmann arbeitet, aufgestanden und habe den Senat aufgefordert, die Finanzierung des Iran-Krieges einzustellen. Laut Elbourno habe er die Beamten aber nicht angegriffen.
Sheehy erklärte anschließend bei X, McGinnis habe sich gegen die Polizei „gewehrt“ und er habe versucht, „zu helfen und die Situation zu deeskalieren“.
rl
