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Energie-Preise

„Gut für den Geldbeutel der Bürger“: Ricarda Lang fordert Recht auf Homeoffice

Berlin. Die hohen Preise für Benzin und Diesel setzen Verbraucher unter Druck. Grünen-Politikerin Lang sieht einen Weg, um zu sparen: zu Hause bleiben.
Von Theresa Martus, Korrespondentin Bundespolitik
Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen) setzt auf ein Recht auf Homeoffice, um Beschäftigte zu entlasten. © Gregor Fischer/dpa | Gregor Fischer

Wer Auto fährt, spürt die Auswirkungen des Iran-Kriegs in diesen Tagen deutlich an der Tankstelle. Die Marke von 2 Euro pro Liter haben Benzin und Diesel längst hinter sich gelassen, und es zeichnet sich nicht ab, dass die Preise bald wieder fallen. Vor diesem Hintergrund fordert Grünen-Politikerin Ricarda Lang jetzt ein Recht auf Homeoffice für Beschäftigte.

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„Jeder gesparte Tropfen Sprit ist im Moment gut für den Geldbeutel der Bürger“, sagte Lang dieser Redaktion. „Beschäftigte brauchen jetzt ein Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice überall dort, wo die Tätigkeit es zulässt und keine betrieblichen Gründe entgegenstehen.“ Gerade angesichts steigender Kosten für Sprit und Bahntickets könne Homeoffice viele Beschäftigte ganz konkret entlasten, sagte die Grünen-Politikerin.

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Spritpreise: Grüne fordern zeitlich begrenztes Tempolimit

Sie hob aber auch hervor, dass das Arbeiten zu Hause in vielen Berufen keine Option sei. „Wer jeden Tag zur Arbeit fahren muss, darf mit den zusätzlichen Belastungen nicht allein gelassen werden“, sagte Lang weiter. „Deshalb braucht es gezielte Entlastungen, finanziert über eine Übergewinnsteuer.“

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Spritpreise: Koalition diskutiert über weitere Maßnahmen zur Entlastung

Die Vorsitzenden einer von der Koalition eingesetzten Taskforce zu den hohen Energiepreisen stellten deshalb am Freitag weitere Maßnahmen in Aussicht. Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Armand Zorn sagte der Deutschen Presse-Agentur, angesichts der anhaltenden Krise seien weitere Maßnahmen notwendig, „möglichst innerhalb dieses Monats“.

Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) erklärte, weitere Maßnahmen müssten nicht nur schnell, sondern vor allem zielgenau wirken, um Haushalte und Wirtschaft nachhaltig zu entlasten. Müller nannte eine Entlastung über die Kfz-Steuer als möglichen Weg, den finanziellen Druck auf Verbraucher abzufedern. „Die zusätzlichen Steuereinnahmen des Staates durch den Ölpreisschock müssen wir den Bürgern zurückgeben.“

Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil schrieb in einem Brief an Kanzleramtsminister Thorsten Frei und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU), es sei absehbar, „dass es weitere Maßnahmen brauchen wird, um die steigende Inflation frühzeitig zu dämpfen“. Die Bundesregierung müsse vorbereitet sein und zielgerichtet handeln können.

Im Gespräch sind derzeit verschiedene Entlastungsideen. Dazu zählen eine temporäre Entlastung über die Pendlerpauschale, eine Pauschalentlastung über Daten der Kfz-Steuer, eine befristete Senkung der Energiesteuer und die Senkung der Stromsteuer für alle. Aber auch eine Übergewinnsteuer und einen Spritpreisdeckel. Auch die Diskussion über Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs erreicht inzwischen Deutschland. Ökonomin Veronika Grimm etwa nannte ein Tempolimit gegenüber der „Rheinischen Post“ „ein kluges Signal“.

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