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Meinung
Kommentar

Rollhockey-Verband sorgt mal wieder für Frust bei der RESG Walsum

Duisburg. Eine wichtige Regel, die praktisch unbekannt ist, falsche Informationen auf Nachfrage, unglückliche Terminierungen. Ein Kommentar.
Ein Kommentar von Thomas Kristaniak
Die Chance auf ein entscheidendes Finalspiel auf heimischem Parkett ist für die RESG Walsum deutlich geschrumpft. Klappen kann das jetzt nur noch, wenn Germania Herringen im Halbfinale ausscheidet. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Dass Sportlerinnen und Sportler sich über Menschen mit einer Funktionärsfunktion ärgern, kommt häufiger vor. Dass umgekehrt dann argumentiert wird, diese seien ja auch nur Ehrenamtler, die ihre private Zeit opfern, und Fehler mache sowieso jeder und jede, ist auch bekannt. Dies vorweggenommen ist trotzdem der Frust, den der Deutsche Rollsport- und Inlineverband und hier speziell seine Sportkommission Rollhockey aktuell wieder verursacht, schwer zu verdauen.

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Es geht hier nicht um lokalpatriotische Positionen. Was der RESG Walsum passiert, hätte auch jeder andere Rollhockey-Bundesligist erleben können. Nur ist es eben so, dass die Roten Teufel nicht zum ersten Mal unter Verbandsaktionen zu leiden haben. Dass eine wichtige Regel – in diesem Fall jene, dass bei Punktgleichheit zweier Mannschaften nicht der in den Spielregeln benannte direkte Vergleich zählt, sondern die Tordifferenz – in einem Unterpunkt einer offenkundig nicht allgemein bekannten Sonderregelung versteckt wird, kann kaum der Ernst der Verantwortlichen sein. Wenn zudem noch eine entsprechende Rückfrage unmittelbar vor einem entscheidenden Spiel gegenteilig beantwortet wird, hört es mit dem Verständnis endgültig auf. Da bringt dann auch eine Entschuldigung nichts.

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Mit dieser Säuernis geht die RESG nun in eine einmonatige Spielpause. Das ist so, weil die beiden erstplatzierten Teams der Punktrunde das Play-off-Viertelfinale überspringen dürfen. Ist vermutlich gut gemeint, aber nicht gut gemacht, denn das bedeutet eben wochenlang fehlende Spielpraxis, bedingt durch den Umstand, dass sich die Play-offs direkt an die dreiwöchige Osterpause anschließen. Die Terminierung der Finalspiele bringt wieder dasselbe Ärgernis wie jedes Jahr mit sich: Mal vorausgesetzt, dort stehen sich die RESG und Germania Herringen gegenüber, dürfen die Walsumer im Zweifelsfall an zwei Tagen hintereinander nach Hamm und zurück gurken. Warum nicht Spiel eins und zwei an einem Wochenende, um gleiche Voraussetzungen zu schaffen? Die Rollhockey-Funktionäre werden wie immer sicher gute Antworten darauf haben.

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