3:4-Pleite im Derby bei Arminia Lirich! Sterkrade 06/07 schreibt Aufstieg ab
„Schuppi“ hat seiner alten Liebe ein Bein gestellt. Die von Jens Szopinski betreute Arminia aus Lirich, aktuell Tabellenvorletzter, gewann am 25. Spieltag der Fußball-Bezirksliga das Lokalduell gegen die Spvgg. Sterkrade 06/07 überraschend mit 4:3 (2:1). Nach der nun mehr dritten Niederlage in Folge haben die Tackenberger ihre Aufstiegsambitionen abgeschrieben. „Das Thema ist jetzt durch“, fasste ein sichtlich frustrierter 06/07-Trainer, Lars Mühlbauer, zusammen.
Für den in Lirich wohnenden Sterkrader Trainer, der den Weg zum Heinrich-Jochem-Platz nach eigener Aussage fußläufig auf sich genommen hatte, begann das Derby nach Maß. Nach einer Flanke von Robin Papert nickte Damian Vergara Schlootz zur Gäste-Führung ein (27.). Mit der ersten Torchance ging der Favorit in Front. Doch die Hausherren schlugen noch vor dem Pausenpfiff zurück. Manuel Augenstein spielte von der rechten Seite einen genialen Pass zu André Peters, der allerdings zunächst ausrutschte, den Ball aber im Fallen mustergültig zu Anthony Annan weiterleitete – 1:1 (42.). Toll gemacht von allen drei Lirichern. Aber nicht nur das: Nur drei Minuten später drehten die Gastgeber das Spiel komplett. Peters, eben noch Vorlagengeber gewesen, setzte die Kugel in der 45. Minute in den Winkel zum 2:1.
Spannung im Derby - Ugochukwu Akubuike sorgt für die Entscheidung
Ich freue mich für meine Mannschaft, dass sie sich endlich mal für ihren Aufwand belohnt hat und drei Bonus-Punkte eingefahren hat. Der Sieg war auch verdient, weil wir alles reingeworfen haben.
Jens Szopinski, Arminia-Trainer
06/07 kam mit mehr Biss aus der Kabine und durch Vergara Schlootz direkt zur der ersten gefährlichen Tormöglichkeit unmittelbar nach dem Seitenwechsel (47.). Doch getroffen hat erneut der Abstiegskandidat. Und wieder in Person von Peters. Der 27-Jährige erzielte in der 54. Minute sein 13. Saisontor. Der Zwei-Tore-Vorsprung nährte die Hoffnungen bei der Arminia, sollte allerdings nicht lange Bestand haben. Sverre Müller stellte nur drei Zeigerumdrehungen später den alten Abstand wieder her, als er vom Punkt sicher verwandelte (57.). Gerrit Kriegisch war zuvor im Strafraum zu Fall gebracht worden. Und Kriegisch war es auch, der mit einem sehenswerten Distanzschuss das 3:3 erzielte und den Gleichstand wieder herstellte (66.). Nun war alles möglich in diesem Derby – und noch über 20 Minuten zu spielen. Die Entscheidung fiel in der 73. Minute als Ugochukwu Akubuike den Ball am herauseilenden 06/07-Torwart Jannis Heins vorbeispitzelte und die Kugel im Netz unterbrachte. Beide kennen sich übrigens noch aus gemeinsamen Zeiten bei Sterkrade 72.
Die Gastgeber verteidigten von nun an mit Mann und Maus. Es spielten nur noch die Tackenberger, wirklich gefährlich wurde es vor dem von Jonas Hartmann gehüteten Liricher Kasten aber nur noch selten. Am Ende brachte die Arminia ihren knappen Vorsprung über die Zeit. Großer Jubel über drei nicht eingeplante Zähler auf der einen Seite, Ratlosigkeit und Tristesse auf der anderen. „Ich freue mich für meine Mannschaft, dass sie sich endlich mal für ihren Aufwand belohnt hat und drei Bonus-Punkte eingefahren hat. Der Sieg war auch verdient, weil wir alles reingeworfen haben“, so Szopinskis Resümee.
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Am Donnerstag ist Arminia Lirich beim Tabellennachbar Niederwenigern II gefordert
Der 49-Jährige hat bekanntlich nicht nur eine sportliche Vergangenheit bei 06/07, sondern auch ein großes Herz für die Spielvereinigung. Die kann nach dieser Niederlage für eine weitere Bezirksliga-Saison planen. Das möchten „Schuppi“ und seine Liricher liebend gerne auch, bis dahin ist jedoch noch ein weiter Weg. Die Wochen der Wahrheit beginnen ab sofort. Bereits am Donnerstag beim Tabellennachbarn Niederwenigern II.
