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Fußball-Bezirksliga

Nach Sieg gegen 06/07 will Arminia Lirich nachlegen - „Crunch-Time hat begonnen“

Oberhausen. Arminia Lirich trifft auf direkten Konkurrenten im Bezirksliga-Abstiegskampf. SuS 21-Coach Kevin Weber will sich mit Klassenerhalt verabschieden.
Von Marc Guntermann
Am vergangenen Wochenende gewann Arminia Lirich das Derby gegen Sterkrade 06/07 mit 4:3. © FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Mit Blick auf die Tabelle war der überraschende 4:3 (2:1)-Sieg über Sterkrade 06/07 am vergangenen Sonntag schon fast überlebenswichtig. Nun aber stehen für Arminia Lirich im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga die entscheidenden Wochen an. Am Gründonnerstag (20 Uhr) gastiert der Tabellenvorletzte in Hattingen bei der Reserve der SF Niederwenigern, die aktuell einen Platz und drei Zähler vor den Oberhausenern liegen. „Die Crunch-Time hat begonnen“, weiß Arminias Trainer Jens Szopinski mit Blick auf den Spielplan. Eine Woche nach dem 26. Spieltag kommt der Tabellen-13. Dostlukspor Bottrop an den Heinrich-Jochem-Platz, der zwar knapp über dem Strich steht, aber alles andere als gerettet ist.

„Wir gucken von Spiel zu Spiel“, betont „Schuppi“ ausdrücklich. Das Erfolgserlebnis im Derby hat den Rot-Weißen Selbstvertrauen gegeben. „Wir haben schon in den Wochen davor überzeugende Auftritte gegen starke Gegner hingelegt, jedoch ohne zu punkten. Endlich ist das Pendel mal in unsere Richtung gekippt“, sagt der Arminia-Coach erleichtert. Doch allein auf dieses Erfolgserlebnis können und dürfen sich die Liricher nicht ausruhen. Szopinski: „Vielleicht war das Spiel die Initialzündung. Wenn wir die Leistung von Sonntag wieder abrufen, ist alles möglich. Wir dürfen jetzt nur keinen Zentimeter nachlassen.“ Ein kleines Fragezeichen steht hinter Anthony Annan, der gegen 06/07 angeschlagen ausgewechselt werden musste. „Ich bin aber zuversichtlich“, so „Schuppi“.

SuS 21: Raphael Steinmetz wird ab kommender Saison Spielertrainer und Sportchef

Wenn der Verein noch eine Aufgabe für mich hat, die weniger zeitintensiv ist, übernehme ich die gerne.

André Franken, Sportlicher Leiter von SuS 21

Ebenfalls im Abstiegskampf in der anderen Bezirksliga-Gruppe steckt mit SuS 21 ein weiterer Oberhausener Vertreter. Die Grün-Weißen fuhren am vergangenen Wochenende mit dem 6:2 (3:1) über Asterlagen auch einen wichtigen „Dreier“ ein, sorgten aber mit einer ganz anderen Nachricht für Aufsehen. Raphael Steinmetz, in Oberhausen bestens bekannter Torjäger, Ex-Profi von Rot-Weiß Oberhausen und aktuell noch für den Landesligisten VfB Bottrop auf Torejagd, übernimmt im Sommer an der Schleuse. Und zwar ligenunabhängig und in Dreifachfunktion als Spieler, Trainer und sportlicher Leiter. „Ich freue mich auf die Aufgabe in einem familiären Umfeld und einem Verein, der über eine tolle Infrastruktur verfügt“, so der 31-Jährige nach der Bekanntgabe.

Das heißt auf der anderen Seite aber auch, dass für zwei andere spätestens am 30. Juni Schluss sein wird. Während André Franken froh ist, dass der Verein endlich einen Nachfolger für seine Person gefunden hat, nahm der aktuelle Coach Kevin Weber die Entscheidung eher zähneknirschend auf. „Ich habe schon im November gesagt, dass ich meiner Aufgabe als sportlicher Leiter nicht mehr gerecht werden kann. Aufgrund familiärer Verpflichtungen schaffe ich es nicht mehr in der Häufigkeit am Platz zu sein“, erklärt der frühere Mittelfeldspieler und „Ur-Schleuser“. Frau Anna und das gerade einmal ein Jahr junge Töchterchen Lia stehen bei ihm fortan an erster Stelle. Dem Verein erhalten bleibt Franken aber auf alle Fälle – mindestens bei den Alten Herren. „Wenn der Verein noch eine Aufgabe für mich hat, die weniger zeitintensiv ist, übernehme ich die gerne.“

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Hohe Hürde für SuS 21: Am Donnerstag geht es zum Tabellendritten Duisburger FV

Eine neue Herausforderung wird sich Weber in weniger als drei Monaten suchen müssen. Der aktuelle Trainer, der erst in der Winterpause an den Klaumer Bruch gewechselt war, macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Ich kann und muss natürlich die Entscheidung des Vereins akzeptieren. Es ist allerdings aber auch so, dass mir vorher im Falle des Klassenerhaltes auch eine Weiterbeschäftigung in Aussicht gestellt wurde“, erklärt der 36-Jährige. Mangelnde Motivation will er und seine Spieler sich aber in den nächsten Wochen nicht vorwerfen lassen. „Ich möchte mich mit dem Nicht-Abstieg verabschieden“, so der ehemalige Linienchef des SV Velbert und von TuSpo Saarn. Mit einem Erfolgserlebnis im Rücken lässt sich eine neue Aufgabe auch besser angehen. Donnerstag (19.30 Uhr) wartet aber erst einmal eine hohe Hürde auf SuS 21. Dann geht es zum Tabellendritten Duisburger FV 08.

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